Test: Audi A4 allroad quattro – Ein Premium-Kombi fürs Grobe

Im Januar dieses Jahres präsentierte sich in Detroit der neue Audi A4 allroad quattro das erste Mal dem breiten Publikum, wo er auf der North American International Auto Show (NAIAS) Weltpremiere feierte. Bevor die robuste Ausführung des A4 Avant von der Showbühne zu den deutschen Händlern rollt, durften wir ans Steuer und schauen wie der höher gelegte Premium-Kombi mit gröberem Terrain zurechtkommt.

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Der neue Lexus GS F im Fahrbericht

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Mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ist es verdammt kalt, der Himmel Wolken verhangen. Die Eifel zeigt sich heute mal wieder nicht von ihrer besten Seite. Aber es gibt einen Lichtblick. Um genau zu sein sogar 477. Denn wir haben heute die Möglichkeit, den nagelneuen, 477 PS starken Lexus GS F auf dem Flugplatzkurs in Mendig zu fahren.

Während der Wettbewerb im Segment der sogenannten Power-Limousinen auf turbobefeuerte Aggregate vertraut, sorgt im GS F ein frei saugender 5-Liter V8-Motor für ordentlich Schub. Und ordentlich Schub bestehend aus knapp 477 Pferdchen und 530 Nm maximalem Drehmoment braucht die Limousine auch. Mit annähernd zwei Tonnen Gewicht ist der Luxusliner – zumindest auf dem Papier – fahrdynamisch nicht unbedingt gesegnet.

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Aber Theorie und Praxis waren immer schon zwei ziemlich unterschiedliche Angelegenheiten. Also ab ins Cockpit, um dem Japaner einmal ordentlich auf den Zahn zu fühlen. Die Heizung läuft schon – und auch das Interieur vermittelt Wohlgefühl: Sehr hochwertige Materialien dominieren das Cockpit, die Verarbeitung ist top. Im Mittelpunkt des Blickfelds: ein schönes, kleines Lenkrad, das – entgegen des aktuellen Trends – unten glücklicherweise nicht abgeflacht ist. Mit zahlreichen, mehr oder weniger gut bedienbaren Knöpfen lassen sich unter anderem das Navi und das Telefon bedienen.

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Viel wichtiger aber: Die Schaltpaddel links und rechts hinter dem Lenkrad, mit denen sich die acht Gänge des Direktschaltgetriebes „SPDS“ (Sport Direct Shift) optional sortieren lassen. Die Getriebesteuerung bietet dem Fahrer eine Auswahl von Fahrprogrammen, die unterschiedlichen Fahrstilen und Bedürfnissen gerecht werden. Über einen Schalter im Cockpit lassen sich die Modi „Normal“, „Eco“, „Sport S“ und „Sport S+“ aktivieren und deaktivieren.

Von komfortabel bis rennstreckentauglich

Der „Normal“-Modus ist als Standard-Programm aktiv. Hier präsentiert sich der Lexus GS F kultiviert und komfortabel, wie man es von einer Lexus-Limousine eben so gewohnt ist. Im „Eco“-Modus unterstützt die Elektronik eine verbrauchsschonende Fahrweise. Im „Sport S“-Modus nutzt die elektronische Schaltkontrolle auch die Informationen des g-Sensors (der auch dann eine optimale Verzögerung und Bremsstabilität sicherstellen soll, wenn die Limousine einmal kurzfristig den Bodenkontakt verlieren sollte), um den für den ermittelten Fahrzustand passenden Gang einzulegen. Beim harten Anbremsen einer Kurve schaltet das Getriebe automatisch zurück, hält den niedrigen Gang in der Kurve und wählt am Kurvenausgang die passende Übersetzung, damit der Fahrer kraftvoll und mit maximaler Rückmeldung herausbeschleunigen kann. Hört sich kompliziert an, funktioniert aber tatsächlich nahezu tadellos. Im „Sport S+“-Modus werden die Gänge höher ausgedreht, das Zurückschalten erfolgt früher und bei höheren Drehzahlen als im „S-Modus“. Zusätzlich wird im „Sport S+“-Modus die elektrische Servolenkung EPS auf den Rennstreckeneinsatz abgestimmt und der neue „Sport“-Modus des Torque Vectoring-Systems aktiviert. Dazu später mehr.

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Gottlob dürfen wir die Sportlimousine heute über den geschlossenen Flugplatzkurs von Mendig prügeln – und uns etwaige kostspielige Auseinandersetzungen mit der Rennleitung ersparen. Die ersten Kurven nehmen wir gemächlich, schließlich sind die Michelin Pilot Super Sport (vorne 255/35 R19, hinten: 275/35 R19) noch kalt und der Asphalt macht angesichts des feucht-kalten Wetters auch nicht den besten Eindruck. Auf der ersten Gerade können wir aber ordentlich auf die Tube drücken. Und, ja, da geht was! Lexus gibt den Standardsprint von null auf huntert Sachen mit 4,6 Sekunden an. Und das glauben wir sofort. Der V8 hat keinerlei Probleme, die nicht eben leichte Fuhre ordentlich anzuschieben.

Das Motoren-Arrangement bestehend aus hochfesten Schmiedepleueln und leichten Titanventilen auf der Ein- und Auslassseite in Verbidnung mit einer reibungsarmen Auslegung des Ventiltriebs, sowie der erweiterte Verstellbereich der Variablen Ventilsteuerung VVT-iE (Variable Valve Timing-intelligent Electric motor) ermöglichen Drehzahlen bis 7.300 Umdrehungen in der Minute. Zwischen 4.800 und 5.600 Umdrehungen liegt das maximale Drehmoment von 530 Nm an.

Auf der abtrocknenden Strecke und mit wärmer werdenden Pneus wächst das Vertrauen in den Lexus GS F, die Kurvengeschwindigkeiten nehmen genauso zu wie das Grinsen in unseren Gesichtern. Das Fahrwerk mit Dämpfern von ZF Sachs arbeitet perfekt, lässt wenig Wankbewegungen zu und wirkt nicht zu straff. Einzig die Lenkung könnte um die Mittellage etwas direkter sein – ein bei schweren Sportwagen niht selten festgestelltes Problem.

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Die guten, sozusagen „mechanischen“ fahrdynamischen Eigenschaften des Lexus GS F werden vom Torque Vectoring Differential (TVD) zusätzlich unterstützt, indem es die Antriebsmomente an der Hinterachse gezielt verteilt und auf diese Weise das Kurvenverhalten des GS F optimiert, ohne dass der Fahrer die Eingriffe ins Fahrverhalten als alzu störend empfindet.

Im „Standard“-Modus sorgt das TVD-System im Lexus GS F für ein ziemlich ausgewogenes Verhältnis von Agilität und Stabilität. Der perfekte Modus also für den Einsatz im Straßenverkehr. Im Modus „Slalom“ arbeitet der GS-F bereits spürbar dynamischer, agiler und bietet eine direktere Rückmeldung. Im „Track“-Modus optimiert das System das Fahrverhalten in Richtung maximale Stabilität für hohe Tempi.

Erweiterter VDIM Sport Modus

Das von Lexus entwickelte Vehicle Dynamic Integrated Management (VDIM) fasst die einzelnen Fahrdynamik-Einrichtungen wie ABS, VSC und TRC zu einem integrierten System zusammen und soll so auf jeden noch so kleinen Traktionsverlust besser reagieren und sowohl im normalen Fahrbetrieb als auch im sportlichen Einsatz für maximale Fahrstabilität sorgen. Wie im Lexus RC F verfügt auch das Fahrdynamik-Management des GS F über einen erweiterten Funktionsumfang mit „Sport“ und „Expert“-Modus, der exklusiv den F-Modellen vorbehalten ist.

Im „Normal“-Modus arbeitet das System mit weichen Regeleingriffen und soll eine hohe aktive Sicherheit bei normaler Fahrweise sicherstellen. Im „Sport“-Modus sind die Regelschwellen höher, sodass der Fahrer mehr fahrdynamischen Spielraum erhält. Die Kennfelder für VSC und TRC sind dabei auf den Rennstreckeneinsatz abgestimmt. Der „Expert“-Modus ist nur etwas für erfahrene Sportfahrer, die den GS F im Drift über die Rennstrecke treiben möchten. Das TRC ist dann nicht aktiv, VSC, Motorsteuerung und Bremsanlage arbeiten mit deutlich höheren Regelschwellen und wirken lediglich einer Drehung des Fahrzeugs um die eigene Achse entgegen.

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Je länger unser Stint dauert, desto später setzen wir die Bremspunkte. Wirft man den Anker vor engen Kurven, bremsen die Brembo-Bremsen mit leichten, hoch steifen Monoblock-Festsätteln aus Leichtmetall mit sechs Kolben vorn und vier Kolben hinten den Boliden geradezu gewalttätig ein. Die beinahe zwei Tonnen des Japan-Bombers merkt man beim Bremsen kaum noch. So muss das sein! Ob die Bremsanlage mit dem Lexus GS F auch nach vielen Runden auf der Rennstrecke noch dasselbe leichte Spiel hat? Nach unseren lediglich 4-5 Runden am Stück auf dem Flugplatzkurs in Mendig kaum zu beurteilen. Immerhin: Die innenbelüfteten Bremsscheiben (Durchmesser 380 Millimeter vorn und 345 Millimeter hinten) mit spiralförmigen Schaufeln sind geschlitzt, um Fading vorzubeugen. Zur Kühlung der vorderen Bremse tragen zudem zwei Kühlluft-Einlässe in der Frontschürze bei.

Der Lexus GS F kommt fahrdynamisch vielleicht nicht an die auch motorseitig deutlich stärkere Konkurrenz aus Deutschland heran. Dafür ist er mit einem Startpreis von 98.700 Euro aber auch etwas günstiger – und nicht nur wegen seines frei atmenden V8-Motors eine interessante Alternative!

Erste Bilder und Fakten vom Tesla Model 3

Heute Morgen hat Elon Musk in einer gut 25-minütigen Zeremonie das neue Tesla Model 3 enthüllt. Zuvor hatten die Fans des Elektroauto-Pioniers schon vor den Flagship-Stores in aller Welt gecampt, um sich die ersten Autos zu sichern. So flatterten den Machern für das Jedermann-Elektrofahrzeug alleine in den ersten 24 Stunden weltweit rund 115.000 Reservierungen ins Haus. Das hatte zuvor nicht einmal der legendäre Ford Mustang geschafft. Hier bekommt ihr erste Bilder und die wichtigsten Fakten zum neuen Reichweiten-König. [Weiterlesen…]

Tesla Model 3: Schlange stehen für den 31.000 Euro-E-Racer

Mit dem Tesla Model 3 will man erstmals weg vom Luxus-Image, hin zum sportlichen Elektroauto für Jedermann. Doch vor dem Vergnügen kommt das Schlange stehen, denn erst einmal muss man sich mit einer Anzahlung in die lange Warteliste für den 31.000 Euro-E-Racer eintragen. Und das mit dem Fahren wird wohl, vorausgesetzt, es geht nichts schief, erst Ende 2017 / Anfang 2018 klappen. [Weiterlesen…]

Flotter Lademeister: Opel Astra Sports Tourer im Fahrbericht

Mit dem neuen Astra fährt Opel auf der Erfolgsspur. Seit der Markteinführung des Fünftürigen Kompaktwagens im letzten Herbst wurden bereits 130.000 Fahrzeuge bestellt. Neben den vielen Kunden überzeugte er auch internationale Jurys. In elf Ländern wurde der neue zum Car oft he Year gewählt und in neun bekam er das Goldene Lenkrad. Nun endlich kommt mit dem Sports Tourer eine weitere Karosserie-Variante auf den Markt. Modern und praktisch aber keinesfalls unsportlich möchte der Rüsselsheimer wirken. Neben jeder Menge Oberklasse-Innovationen steckt nun auch ein neuer Dieselmotor mit zweistufiger Turbo-Aufladung und rund 160 PS unter der Haube. Wir sind den neuen starken Kombi gefahren.

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„München.Mobilität.2015“: Entwicklungsdienstleister EDAG diskutiert über die Mobilität der Zukunft

Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen. Nicht wenige Experten sprechen von einer regelrechten Revolution, die uns in den nächsten Jahren erwarten soll. Alternative Antriebe, automatisiert fahrende Autos, Connectivity und die Kommunikation von Autos untereinander und mit ihrer Umwelt sind spannende Themen, welche die Mobilität, wie wir sie heute kennen, grundlegend verändern werden. Es sind aber nicht nur technische Aspekte, die individuelle Mobilität verändern, sondern auch verschiedene Lifestyles und Einstellungen der künftigen (potenziellen) Auto-Nutzer.

EDAG EventDer Entwicklungsdienstleister EDAG sieht sich selbstbewusst als „Vordenker der Automobilbranche“ und begegnet der Mobilität von morgen proaktiv. Denn: Die Mobilität der Zukunft „muss anders sein, als wir sie heute kennen“. Aber wie genau sieht diese aus? Und was bedeutet Mobilität von morgen für den urbanen Raum? Diesen und vermutlich auch weiteren Frage geht EDAG beim Event „München.Mobilität.2015“ nach.

Am 24.03.2016 wird mit Gästen aus Forschung und Wirtschaft in den Münchner „Stachus-Passagen“ Mobilität und die Veränderungen für unsere Städte (in diesem Fall konkret München), unsere Arbeit und unser Leben diskutieren und einen handfesten Ausblick in die automobile Zukunft bieten.

Im Rahmen einer Medien- und Fahrzeugpräsentation des EDAG-Konzeptfahrzeugs „Light Cocoon“ will EDAG Einblicke in die eigene Arbeit, die die technologische und gesellschaftliche Zukunft beeinflussen wird, geben.

EDAG Light Cocoon

Interessenten können via Facebook live dabei sein und Fragen mit dem Hashtag #mobil2025 stellen.

Zeitplan:

14:00-15:00h

Mobilität für den Stadtmenschen von morgen

(Ein neues Verständnis von Mobilität, Digitalisierung und Urbanisierung)

15:30-16:30h

Das Auto der Zukunft in der Stadt der Zukunft

(Autonomes Fahren und die Auswirkungen auf Mensch und Stadt)

17:00-18:00h

Arbeitswelten 2025

(Arbeiten in der Zukunft, Generation Y, Frauen in technischen Berufen)

 

Sympathischer Schwede: Volvo XC90 T8 Twin Engine im Fahrbericht

Volvo zeigt mit seinem Plug-In-Hybrid-Antrieb im neuen XC90 T8 Twin Engine, dass man bei alternativen Antriebskonzepten keinesfalls an Leistung und Komfort sparen muss. Wir sind das Oberklasse-SUV in der R-Line-Ausführung gefahren und konnten die Vorzüge des Allradantriebs unter winterlichen Bedingungen testen.

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Wie wichtig das SUV Ateca für die Marke Seat ist

Auf dem Genfer Auto-Salon feierte Seats allererstes SUV seine Premiere. Mit dem Ateca greift Seat somit recht spät in den Wettbewerb der Kompakt-SUV ein.

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Kompakt-SUV boomen momentan. Und vom zu verteilenden Kuchen möchte Seat natürlich auch ein schönes großes Stückchen abbekommen. Wie wichtig der Ateca für die spanische Marke ist, ließ Seats Vorstandsvorsitzender Luca de Meo in Genf durchblicken. „Die wesentliche Aufgabe dieses Modells wird es sein, das Markenimage weiter zu entwickeln. Der Ateca wird ein in den nächsten Jahren beständig wachsendes Marktsegment in Westeuropa abdecken“, so der Manager.

Dass der Seat Ateca nicht nur eine hohe Sitzposition, ein adrettes Design und Funktionalität spazieren fährt, betonte Dr. Matthias Rabe, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Seat. „Das Modell bietet hervorragende Off-Road-Fahreigenschaften und garantiert dank perfekter Traktion ein herausragendes Fahrerlebnis unter allen Bedingungen. Der Ateca verfügt auch über innovative Technik, zum Beispiel im Bereich Beleuchtung und Konnektivität“, betont Rabe.

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Seat Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Bauer verriet im Gespräch mit den beiden Automotive-A-Bloggern Jens Stratmann und Bjoern Habegger, wie wichtig der Seat Ateca speziell für den deutschen Markt sein wird.

Und Thomas Majchrzak ließ sich den neuen Seat Ateca in Genf von Chef-Entwickler Sven Schawe im Detail erklären.

Im Video von Autophorie schaut sich Larissa den neuen Ateca zudem mal etwas genauer an.

Der Seat Ateca wird im Sommer in Deutschland ab 19.990 € erhältlich sein und ist ab sofort bestellbar. Die Spanier bieten das Kompakt-SUV mit Benzin- und Dieselmotoren von 115 PS bis 190 PS und in 4Drive-Allrad- und Frontantriebsversionen mit Schalt- oder DSG-Getriebe an. Die umfangreiche Auswahl an Sonderausstattungen erstreckt sich von Voll-LED Scheinwerfern über eine breite Auswahl an Assistenzsystemen, wie dem innovativen Stauassistenten und dem neuen Emergency Assist, bis hin zu einem Paket mit Infotainment Systemen der neusten Generation mit 8-Zoll Touchscreen und Full Link Konnektivität.

Mit Stil und Sportlichkeit: Die neue Alfa Romeo Giulietta

Wir sind ja große Fans der Alfa Giulietta. (Wer nicht?) Denn mit ihrem Design setzt sich die Giulietta wunderbar vom sonst ziemlich allgegenwärtigen Einheitsbrei in der Kompaktklasse ab. Jetzt gibt´s das Facelift der schicken Italienerin – und das orientiert sich am Design der jüngst präsentierten neuen Alfa Giulia. Geht natürlich schlechter!

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Seat arbeitet zusammen mit Samsung und SAP (!) am Auto der Zukunft

Junge, Junge, bei Seat ist aktuell eine Menge los! Erst veröffentlichen die Spanier die ersten Fotos vom neuen Seat-SUV Ateca, dann kommt mit dem Seat Leon Cupra 290 die neue Speerspitze der Leon-Baureihe mit krawalligen 290 PS. Und nun informiert Seat beim „Mobile World Congress“ in Barcelona über eine neue Kooperation mit einem IT-Schwergewicht, um „zukunftsorientierte Projekte rund um das Connected Car zu entwickeln“.

Bereits im letzten Jahr schlossen Seat und Samsung eine strategische Allianz bei Basis-Technologielösungen, die in aktuellen und kommenden Baureihen verbaut werden sollen. Jetzt verstärkt mit niemand Geringerem als SAP ein weiterer strategischer Partner die Allianz. Das Ziel dieser Zusammenarbeit ist es den Fahrer sicher zu vernetzen, während er unterwegs ist.

„Die Partnerschaft von Samsung mit Seat und SAP zeigt unser Engagement, innovative Lösungen für die nächste Generation des vernetzten Autos zu entwickeln”, sagt Dr. Injong Rhee, Vorstandsmitglied und Direktor der Forschung und Entwicklung, Software und Service, mobile Kommunikation Business bei Samsung. „Samsung fokussiert sich darauf, die Lücke zwischen Unterhaltungselektronik und der Automobilindustrie zu schließen, indem wir die neueste Mobiltechnologie ins Fahrerlebnis integrieren”.

„Um eine skalierbare, globale Internet-of-Things Lösung für das urbane Parkproblem anbieten zu können, ist eine Zusammenarbeit von innovationsstarken Partnern, wie SEAT, Samsung und SAP unumgänglich”, betont Bernd Leukert, Vorstand Produkte & Innovation SAP SE. „Indem wir die Standardintegration durch das SAP Vehicles Network (SVN) und die SAP HANA Cloud Plattform für das Internet-of-Things vorantreiben, hat SEAT Zugriff auf ein globales Parkregister von vernetzten „on-street“ und „off-street“ Parkmöglichkeiten. Zusätzlich können Nutzer dank Samsung Pay sicher bezahlen und erleben so eine noch nahtlosere Integration mit verschiedensten Parkhaus-Backendsystemen. Zusammen arbeiten wir an einer simplen urbanen Parkplatzlösung und legen gleichzeitig das Fundament für zusätzliche fahrzeugbasierte Services”.

Neue Apps

Nach dem Erfolg der Samsung Pay Plattform in Südkorea und in den USA führt Samsung sein einfach zu bedienendes, sicheres, mobiles Bezahlsystem in den nächsten Monaten auch in Europa ein. Im vierten Quartal 2015 startete SAP das SAP Vehicles Network (SVN)  in den USA und in Europa mit Samsung Pay als Partner. Der Fokus liegt hier auf fahrzeugbasierten Services, wie vernetztes Parken und vernetztes Tanken.

Seat-App

Unter diesen Voraussetzungen haben Seat, Samsung und SAP ein zukunftsweisendes Konzept erarbeitet, das direkt in der Seat-ConnectApp aufgerufen werden kann. Der Plan sieht vor, dass die App es dem Nutzer ermöglicht, von überall aus einen Parkplatz via Fingerabdruckerkennung zu reservieren, den Fahrer zum Parkplatz zu navigieren und automatisch die Zufahrtsschranke zu öffnen, sobald das Auto sich nähert. Wenn der Fahrer das Parkhaus wieder verlässt, kann die Parkgebühr direkt über die App gezahlt werden, ohne dass der Fahrer das Auto verlassen muss.

Dieses zukunftsweisende Konzept, kann auf dem MWC besichtigt werden. Es ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem Parkhausbetreiber Saba, SVN Mitgliedern (z.B. EasyPark) und der Stadt Barcelona. Zusätzlich ist dieses Connected-Car Erlebnis Teil der „Mobile Ready“ Initiative, einer Reihe von innovativen Erlebnissen in einer echten Stadt, die die Vorteile mobiler Technologie für Bürger, Industrie und öffentliche Einrichtungen hervorhebt. Die Initiative wird von der Stadt Barcelona darin unterstützt, die mobile und digitale Transformation der Gesellschaft voranzutreiben und dabei zu helfen, das Leben aller Menschen weltweit zu verbessern.

Digital Key Sharing

Ein weiteres Projekt, dass von Seat und Samsung auf dem MWC vorgestellt wird, ist die nächste Evolutionsstufe der letztjährigen Digital Key Studie eine Technologie mit der vom Smartphone oder Wearable aus die Autotüren ver- und entriegelt sowie die Scheiben und die Klimaanlage fernbedient werden können.

Dieses Jahr geht die zukunftsweisende Technik, die bald in Seat-Modellen verfügbar sein wird, noch einen Schritt weiter: Der Besitzer des Fahrzeugs kann von unterwegs eine Autorisierung an eine andere Person schicken, die es ihr erlaubt, das Auto zu nutzen, ohne dass ein Schlüssel übergeben werden muss. Dazu müssen sich beide Personen nicht einmal am selben Ort aufhalten. Die Technologie sendet eine vollkommen sichere Autorisierung, die eine Kopie des digitalen Schlüssels auf dem Smartphone des Empfängers bereitstellt.

Es gibt die Möglichkeit ein Zeitlimit für die Nutzung des digitalen Schlüssels zu definieren – ist es abgelaufen, endet die Nutzungsberechtigung für das Fahrzeug automatisch. Dieses App-Projekt verfügt auch über die Möglichkeit verschiedene digitale Schlüssel zu organisieren. In einem weiter fortgeschrittenen Stadium des Projekts  wird es die Möglichkeit geben, Fahrzeugfunktionen, wie zum Beispiel Leistung, maximale Geschwindigkeit oder Fahrmodi für effizienteres Fahren für einzelne digitale Schlüssel zu konfigurieren oder einzuschränken.

Seat auf dem Mobile World Congress

Zum zweiten Mal in Folge wird sich Seat auf dem Samsung Messestand des MWC präsentieren. Das Event ist zu einer festen Größe im weltweiten Mobil- und Telekommunikationsbereich  geworden und findet in Barcelona, der Stadt in der sich die Hauptverwaltung von Seat befindet, statt. Die Kooperation, die letztes Jahr zwischen Seat und Samsung eingegangen wurde, wird durch die Vereinbarung mit SAP weiter verstärkt und unterstützt das Engagement von Seat, um eine Referenz für Konnektivität im Automobilbereich zu werden.

Auf dem MWC zeigt Seat ein Fahrzeug am SAP Stand (Halle 3, 3M41), das die Zukunftsvision des Connected-Cars darstellt. Dazu wird es eine gemeinsame Feature-Demonstration von Seat, Samsung und SAP geben.

Zusätzlich wird Seat im Rahmen des Mobile World Congress 2016 in Barcelona eine Machbarkeits-Studie der neuen MY SEAT App vorstellen, die in Zusammenarbeit mit Accenture entwickelt wurde. Die App gibt einen Ausblick auf neue Serviceangebote, die durch das Internet-of-Things (IoT) und die Vernetzung von Kunde und Fahrzeug ermöglicht werden. Am Accenture Stand (Halle 2) können die neuen Features der MY SEAT App – nach vorheriger Anmeldung – ausprobiert werden: Steuerung von vernetzten Heimgeräten die Möglichkeit Warnungen und Mitteilungen des Armaturenbretts anzuzeigen, die Überwachung des Fahrverhaltens um Fahrtipps anzubieten, die Leistung zu steigern und sogar Geld durch geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger ungeplante Werkstattaufenthalte zu sparen.