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Mehr Zeit für die Familie! Der Seat Leon ST Cupra 280 im Fahrbericht

Sprechen wir es offen aus: wir Männer haben (ausnahmslos) immer spätestens dann ein Riesenproblem, wenn es in den Lebensabschnitt der Familiengründung geht. Plötzlich müssen wir erwachsen sein. Haben jetzt Verantwortung. Sollen vernünftig sein. Damit einhergehend: die von der besseren Hälfte mal mehr, mal weniger laut ausgeprochene Maßgabe, selbstverständlich auf ein familientaugliches Auto umzusteigen. Ein Coupé ist dann nicht mehr drin, selbst mit einer Limousine brauchst du deiner Frau dann nicht mehr kommen. Irgendwo müssen Kinderwagen, Kinderfahrrad, Schaukelpferd etc. ja untergebracht werden. Es soll dann schon ein Kombi sein. Am besten untermotorisiert – der Kosten und der Sicherheit wegen.

Seat Leon ST Cupra

Das Dilemma haben die Automobilhersteller glücklicherweise bereits vor einigen Jahren erkannt und die Fahrzeugklasse der „Dampfhammer-Kombis“ erfunden – bestenfalls übermotorisierte Sportwagen im unauffälligen Kombi-Kleid mit entsprechend viel Platz. Mit dem Seat Leon ST Cupra haben nun auch die Spanier so einen Krawallbruder im Angebot. Wir haben das Teil im harten Praxistest untersucht. [Weiterlesen…]

The Berlin Job: Mario Galla wirbt für den neuen Peugeot 208

Zugegeben: bislang kannte ich Mario Galla nicht. Aber der junge Mann hat eine außergewöhnliche Story zu erzählen: mit einem verkürzten rechten Oberschenkel zur Welt gekommen und mit einer Beinprothese ausgestattet, schaffte der Hamburger, was ihm vermutlich die wenigsten zugetraut hätten. Der Blondshopf startete eine steile Karriere als internationales Top-Model.

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Der neue Audi A4: höchste Qualität und jede Menge Technik-Highlights

Der neue A4 steht in den Startlöchern und Audi lud Automobil-Blog.de zum Fotoshooting ein. Noch vor der offiziellen Weltpremiere durften wir uns selbst von den Qualitäten des neuen Ingolstädters mit der internen Bezeichnung B9 überzeugen.

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Von außen betrachtet gibt es keine großen Überraschungen. Anders würde man es auch nicht erwarten. Typisch Audi: zurückhaltendes Design, gleichzeitig sportlich-elegant. Das perfektionierte Design zieht sich über die gesamte Fahrzeuglänge und strahlt vor allem eins aus: Qualität. Vorne Angefangen fällt sofort das neue Lichtdesign der Scheinwerfer auf. Halogen ist passee – Serienmäßig strahlen beim A4 bereits Bi-Xenon-Scheinwerfer. Optional werden LED- sowie Matrix LED-Scheinwerfer angeboten. Der Singleframe-Kühlergrill – das Erkennungsmerkmal der Audi-Familie –ist deutlich flacher geworden. Die Gitter haben eine stärkere dreidimensionale Ausprägung und breite Querstreben. Die Motorhaube geht nun über die gesamte Fahrzeugbreite und umgreift die oberen Kanten der Kotflügel – ähnlich wie beim aktuellen TT. Somit wirkt der A4 deutlich breiter als sein Vorgänger. Die Schulterlinie ist auffällig markant und zieht sich von den Scheinwerfern bis hin zum Heck und greift dort in die Rückleuchten über. Besonders stolz ist Dr. Victor Oliveras Merida, Technischer Projektleiter B9, auf den geringen cw-Wert von 0,23 bei der Limousine. „Das ist Bestwert in der Klasse!“. Dazu trägt auch der Heckdeckel mit seiner auffälligen Abrisskante bei, der den schärfsten Radius bei Audi hat. Die spezielle Form der Außenspiegel vermindert Luftverwirbelungen und reduziert darüber hinaus das Geräuschniveau im Fahrzeuginneren. Mit der optionalen Akustik-Verglasung für die vorderen Seitenscheiben lässt sich dies weiter reduzieren, so dass man auf Werte wie beim A8 kommt.

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Neben den beispielhaften Aerodynamik-Werten tragen auch Gewichtsreduzierung (bis zu 110 Kilogramm bei der Limousine und 120 Kilogramm beim Avant) und effizientere Motoren zur Reduzierung der CO2-Emission bei. Der Basismotor, ein 1.4 TFSI mit 110 kW (150 PS), kommt dabei auf Verbrauchswerte bei der Limousine mit S tronic von nur 4,9 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer und stößt dabei 95 Gramm CO2 aus. „Kein anderer Wettbewerber erreicht solch einen niedrigen Wert. Das ist Benchmark!“ schwärmt Projektleiter Oliveras Merida.

 

Nun zum Innenraum. Das flache und breite Außendesign setzt sich im Innenraum fort. Hier wirkt alles sehr schlank, sehr reduziert. Es erwartet einen keine Schalterflut, dafür hochwertig gestaltete Schalter mit exzellenter Haptik.

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Das innovative Audi virtual cockpit, welches bereits aus dem TT bekannt ist, ist nun auch für den A4 optional verfügbar. Auf dem volldigitalen 12,3 Zoll großen LCD-Kombiinstrument lassen sich ganz individuell Informationen hochauflösend darstellen. Bedient wird es über das serienmäßige Multifunktions-Lederlenkrad. Je nach Ausstattungslinie und Kundenwunsch gibt es hier unterschiedliche Ausführungen.

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Die Menüstruktur des MMI-Systems (Audi Multi Media Interface) ist von Grund auf neu konzipiert worden und orientiert sich an modernen Smartphones. Mit dem bekannten MMI-Bedienelement, ein runder Dreh-/Drücksteller, welches sich auf der breiten Mittelkonsole befindet, lässt es sich einfach und intuitiv bedienen. In der größeren Konfiguration als MMI Navigation plus mit MMI touch lassen sich darüber hinaus Zeichen-Eingaben und Mehrfingergesten (z.B. Zoomen in Karten) über das auf der Oberfläche befindliche Touchpad tätigen. Das System erkennt zuverlässig Zeichen, auch wenn diese nicht ganz so deutliche geschrieben werden. Bei der Suche nach Zielorten, Musiktiteln oder Radiosendern durch Freitexteingabe nutzt das MMI eine automatische Vervollständigungs-Funktion, wie man es aus Suchmaschinen wie Google kennt. In der Regel genügt die Eingabe der ersten paar Buchstaben und es werden passende Treffer in einer Ergebnisliste angezeigt.

Die weiterentwickelte Sprachsteuerung versteht nun auch viele Formulierungen aus dem alltäglichen Sprachgebrauch – ähnliche wie es iPhone-Nutzer mit Siri kennen. Suchen von Telefonbucheinträgen, Navigationszielen oder auch das Diktieren von SMS sind somit möglich.

Audi connect mit seinem integriertem WLAN-Hotspot ermöglicht es den Passagieren sich mit LTE ins Internet einzuwählen und europaweit mit bis zu 100 MBit/s zu surfen. Die Nutzung ist in den ersten drei Jahren kostenfrei.

Audi-A4_08Ein weiteres Technik-Highlight findet sich versteckt in der Mittelarmlehne: Die universellen Audi Phone-Box ist mit der Außenantenne auf dem Dach verbunden, welche die Empfangsqualität verbessert und gleichzeitig die Antennenstrahlung im Innenraum reduziert. Für Besitzer eines Smartphone mit Qi-Standard (z.B. Samsung S5 / S6) sind die Zeiten von Kabelsalat und die nervige Suche nach dem passenden Steckern zu Ende. Sobald das Smartphone in der Mittelkonsole abgelegt wird, werden die Akkus automatisch geladen – ganz ohne Kabel.

Mit dem Audi smartphone interface kommen Apple Car Play und Android Auto an Bord des A4. Durch die Integration lassen sich bestimmte Apps über die Fahrzeugbedienelemente, wie dem Multifunktionslenkrad oder dem Dreh-Drück-Steller aber auch per Sprache steuern. Smartphone-Inhalte wie Navigation, Telefon, Musik und Musik-Streaming-Dienste können so komfortabel genutzt werden.

Ob groß oder klein – anspruchsvolle Passagiere auf den hinteren Sitzen können mit dem mobilen Rear Seat Entertainmelnt-System bestens unterhalten werden. Ein In-Car-Entertainment-System, welches man sonst nur aus der Luxusklasse wie dem Audi A8 kennt, bietet einen umfangreichen Unterhaltungswert auch in der Mittelklasse. Kurz nach Marktstart kann das Audi tablet mit 10,1 Zoll großem Bildschirm bestellt werden – wahlweise in einfacher oder doppelter Ausführung. Es ist speziell für den Einsatz im Auto ausgelegt. Es erfüllt außerdem die hohen Anforderungen zur Crashsicherheit und verkraftet auch extreme Temperaturbedingungen problemlos. Das Audi tablet basiert auf einem Android Betriebssystem und wurde um weitere Funktionsumfänge und eine Systemintegration erweitert. Über W-LAN ist es direkt mit dem MMI Navigation plus vernetzt. Über die Bedienoberfläche hat man Zugriff auf verschiedenen Apps, Spiele, Filme, eBooks und Office-Anwendungen. Auch sind Videokonferenzen über die verbaute Full-HD-Kamera möglich. Auch kann vom Tablet aus eine Route geplant und an den Fahrer geschickt werden. Nach der Fahrt kann es aber auch außerhalb des Fahrzeugs betrieben werden.

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Eine breite Palette an Fahrerassistenzsystemen sorgt für Sicherheit und Komfort. Die miteinander verknüpften Sensoren bewältigen dabei viele unterschiedliche Aufgaben und unterstützen dabei den Fahrer.

Einen hohen Komfort-Mehrwert bietet die optional erhältliche adaptive cruise control (ACC) mit Stauassistent, welches im Assistenzpaket Tour erhältlich ist. Das System mit Frontkamera in der Windschutzscheibe und zwei in den Stoßfängern verbauten Radarsensoren regelt automatisch die Geschwindigkeit und den Abstand zum vorrausfahrenden Fahrzeug. Der Fahrer kann über fünf Distanzstufen, wählen und die Dynamik der Regelung und stärke der Beschleunigung individuell einstellen.

Jens Dietrich Kotnik, Global Product Manager A4 Series, erklärt, dass sich im Audi A4 weitestgehend ähnliche Sensortechnik befindet, wie im A7 Piloted Driving Concept, einem autonom fahrendem Erprobungsfahrzeug, das Anfang dieses Jahr auf CES in Las Vegas vorgestellt wurde. „Unsere Assistenzsysteme haben ein weitaus höheres Potential. Aufgrund der jetzigen Gesetzlichen Vorgaben, die das autonome Fahren betreffen, können wir die gesamten Funktionsumfänge bei weitem nicht ausschöpfen.“

Besonders Beeindruckend fanden wir das „Assistenzpaket Stadt“. Es warnt bei Gefahr alle Insassen und sorgt so beim Aussteigen mehr für Sicherheit. Die Konturbeleuchtung mit Hochleistungs-LED-Lichtleiter in den Türen, die sonst für stimmungsvolle Ambiente-Beleuchtung sorgt, flackert rot auf, wenn sich von hintern Fahrzeuge nähern.

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Das Messedebüt wird im September auf der IAA in Frankfurt sein, bevor Limousine und Avant im November zu den deutschen Händler kommt. Zum Verkaufsbeginn bietet Audi drei Benziner- und vier Dieselmotoren mit einem Leistungsspektrum zwischen 110 kW (150 PS) mit 1.4 und 200 kW (272 PS) mit 3.0 Liter Hubraum an. Weitere Varianten werden folgen. Unter anderem auch ein Audi A4 Avant-g-tron, der mit Erdgas (CNG) betrieben werden kann und mit seinem 2.0 TFSI-Motor 125 kW (170 PS) leisten kann.

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Die Preise für die Limousine mit 110 kW sollen unter 31.000 Euro starten. Schon in der Basisausstattung gibt es Bi-Xenon-Scheinwerfer, keyless-go, Bluetooth-Anbindung für Telefon und Musik-Streaming, eine Mittelarmlehne und beim Avant eine elektrische Gepäckraumabdeckung. Der neue A4 läuft an drei Produktionsstandorten vom Band. Die Modelle für den europäischen Markt werden in Ingolstadt und Neckarsulm gefertigt. Der Produktionsstandort Changchun in China fertigt ausschließlich für den eigenen Markt. Der speziell für die Bedürfnisse des chinesischen Markts angepasste Audi A4 L unterscheidet sich hauptsächlich durch einen längeren Radstand von den europäischen Modellen.

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Autoblog Leser-Umfrage 2015

Auch die Qualität eines Autoblogs steht und fällt natürlich ein wenig damit, ob man seine Leser mit den Inhalten versorgt, die sie erwarten.

 

Gleichzeitig versuchen wir das Automobil-Blog zusammen mit dem autoblognetwork, dem Vermarktungsnetzwerk, dem sich viele Autoblogger angeschlossen haben, mit neuen, innovativen Werbeformen zu vermarkten, die so gestaltet sind, dass sich unsere Leser freiwillig und bewusst mit ihnen auseinandersetzen.

autoblognetwork Leser-Umfrage 2015Und auch um diese Inhalte entsprechend interessant gestalten zu können, würden wir gerne mehr über unsere Leser wissen.

Klar: moderne Statistik-Tools ermöglichen heutzutage schon einiges, um seine Leserschaft etwas besser kennenzulernen. Aber dann doch nicht wirklich genug. Deshalb haben einige von uns Autobloggern eine Umfrage konzipiert, die uns hilft, euch besser kennenzulernen. Die Umfrage dauert keine 5 Minuten – und zu gewinnen gibt´s als Dankeschön einen Amazon-Gutschein im Wert von 200 Euro. Also – macht mit! Danke!

Jetzt Mitmachen und hier klicken!

Seat „Connect“-Sondermodelle erhalten „Mirror Link“ und „Apple CarPlay“

Für Autokäufer wird es immer wichtiger, auch im Auto online zu sein oder das Smartphone mit dem PKW zu verbinden. Entsprechend wächst auch bei Seat die Bedeutung von Konnektivitätslösungen. Aus diesem Grund launchen die Spanier nun spezielle Sondermodelle, genannt „Seat Connect“. [Weiterlesen…]

Der neue Skoda Superb im Fahrbericht

Der Skoda Superb war bereits als Superb I (2001 bis 2008) und Superb II (2008 bis 2015) ein wirklich gutes Auto. Viel Platz – und dadurch ein gewisses Oberklasse-Feeling -, gute Verarbeitung und dazu auch noch günstig. Ein tolles Konzept. Da soll die neue Superb-Generation den Vorgängern natürlich in nichts nach stehen. Vielmehr: sie soll der Superb-Historie die Krone aufsetzen.

Neuer Skoda Superb

Selbstbewusste Tschechen!

Bereits die Premierenparty in exklusivem, geradezu hippen Ambiente zeigte, wo die Reise des neuen Skoda Superb hingehen soll: die neue Mittelklasse der Tschechen soll emotionaler, lifestyliger, ja, exklusiver werden. Entsprechend vollmundig ist die Sicht von Skoda-Boss Winfried Vahland auf den neuen Superb. Ein Auszug, ohne Anspruch auf Vollständigkeit;

„Bislang halten Skoda-Modelle als rational,  aber mit dem neuen Skoda Superb gehen wir einen Schritt weiter.“

„Der neue Skoda Superb zeigt die Designkompetenz und die Emotionalität der Marke.“

„Der neue Skoda Superb bietet Automobiltechnik auf allerhöchstem internationalen Niveau.“

„Der neue Skoda Superb wird Maßstäbe setzen.“

Und nicht zuletzt: „Der neue Skoda Superb wird alles, was Sie bislang von Skoda kennen, übertreffen.“

Ganz schön selbstbewusst, oder? Aber verdammt, der Mann hat Recht.

Das merkt man bereits beim Exterieur-Design. Der zunächst nur als Limousine erhältliche Skoda Superb wirkt deutlich schärfer als sein Vorgänger, bewahrt sich aber sein klassisches Understatement. Ich denke, die Bezeichung „souverän“ trifft hier 100%-ig zu. Der Neue kommt ohne spektakuläre optische Features aus, wirkt mit seinen gelungenen Proportionen trotzdem modern und dynamisch.

Neuer Skoda Superb

Riesiges Platzangebot

Auch das Interieur kann sich sehen lassen, vor allem im Spitzenmodell Superb „L&K“. Die in Anlehnung an die beiden Gründerväter des tschechischen Automobilherstellers Václav Laurin und Václav Klement „Laurin & Klement“ genannte Variante verfügt über edle Dekorleisten in Piano-Schwarz, LED-Ambientebeleuchtung und eine höherwertige Lederausstattung. Im Vergleich zu den top-ausgestatteten Modellen von Marken wie Audi oder Mercedes-Benz fehlt hier sicherlich noch die ein oder andere „Ecke“, aber insgesamt wirkt das Interieur sehr wertig und auch in abgespeckter Ausstattung durchaus angenehm und gut verarbeitet.

Neuer Skoda Superb

Allen Ausstattungsvarianten gemein ist das unfassbare Platzangebot. Dank des modularen Querbaukastens aus dem Konzernregal konnten die Entwickler einen längeren Radstand und eine breitere Spur realisieren. Die Folge ist ein noch luftigerer Innenraum. Sowohl vorne als auch hinten und im Kofferraum bietet die Superb-Limousine Platz satt. Fahrer und Beifahrer haben knappe vier Zentimeter mehr Ellenbogenbreite und mehr Kopffreiheit.

Neuer Skoda Superb

Lässt sich vorne bereits königlich thronen, ist es hinten noch besser. Hier lässt sich geradezu unverschämt lässig abhängen. Selbst in halber Liegeposition haben die Knie nach vorne noch einige Zentimeter Luft. Skoda war da sehr genau und hat nachgemessen: Im Fond gibt´s demnach 157 mm Kniefreiheit – laut eigener Aussage „rund doppelt so viel wie beim nächstbesten Wettbewerber“. Und das glaube ich sofort. Einen Bestwert im Segment markiert übrigens auch das Kofferraumvolumen: mit 625 Litern Platz überbietet der neue Superb seinen Vorgänger um immerhin 30 Liter.

Neuer Skoda Superb

Die perfekte Reiselimousine?

Fahren kann der neue Skoda Superb natürlich auch. Und bereits nach den ersten Kilometern auf der Landstraße wird klar, dass das neue Topmodell der Tschechen tatsächlich eine prima Reiselimousine ist. Und dieser Eindruck verstärkt sich mit jedem gefahrenen Kilometer. Besonders sportlich ist der Superb nicht, will er vermutlich auch gar nicht sein. Aber dank des hervorragenden und auf maximalen Komfort ausgelegten Fahrwerks schluckt der Skoda Superb auch auf mäßigen Straßen etwaige Stöße weg wie nichts. Mit der adaptiven Fahrwerksregelung (Dynamic Chassis Control, DCC) inklusive Fahrprofilauswahl lässt sich das Fahrwerk zudem gemäß der eigenen Präferenzen einstellen.

Neuer Skoda Superb

Zugute kommen dem Komfort dabei zahlreiche Sicherheitsfeatures. Serienmäßig ist der neue Superb mit Electronic Stability Control inklusive Multikollisionsbremse ausgestattet. Zudem sind Systeme wie Frontradarassistent mit City-Notbremsfunktion oder elektronische Reifendruckkontrolle Serie.

Optional sind weitere Sicherheitssysteme für den neuen Superb erhältlich; Der Adaptive Abstandsassistent (Adaptive Cruise Control, ACC) hält das Fahrzeug bei einer vorgegebenen Geschwindigkeit auf sicheren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Für stabiles Spurhalten auf Autobahnen und Landstraßen sorgt der Spurhalteassistent, der in unserem Test selbst bei Regen schwach gekennzeichnete Fahrbahnmarkierungen ohne Probleme erkannte. Eigentlich schon ein Standard: Der neu entwickelte Spurwechselassistent (Blind Spot Detect) unterstützt den Fahrer beim Wechsel der Spur durch Warnung vor Fahrzeugen im Toten Winkel.

Neuer Skoda Superb ist ab 24.590 Euro erhältlich

Der Skoda Superb startet ab 24.590 Euro für den 1,4 Liter TSI mit 125 PS und 6-Gang-Schaltgetriebe in der „Active“-Ausstattung. Der günstigste Diesel ist der ebenfalls handgeschaltete 1,6 Liter TDI mit 120 PS für 26.490 Euro in „Active“-Ausstattung. Ab 36.450 Euro ist die noble L&K-Version zu haben. Dann mit 150 PS starkem TDI und 6-Gang-Handschaltung. Selten war eine dermaßen gute Reiselimousine wohl so günstig.

„Nichts für Anfänger“ – Formel E-Rennfahrer Daniel Abt im Interview

Im Fahrerfeld der Formel E reiht sich ein bekannter Fahrer neben dem anderen. Einer davon ist Daniel Abt (24), Sohn des Rennstallbesitzers Hans-Jürgen Abt. Das deutsche Nachwuchstalent aus der GP2-Serie stand vor dem Rennen auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof Automobil-Blog.de exklusiv Rede und Antwort.

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Automobil-Blog.de: „Wie war Deine erste Ausfahrt in einem Formel-E-Fahrzeug? War der Umstieg vom gewöhnlichen Rennwagen schwierig?“

Daniel Abt: „Es geht eigentlich. Man stellt es sich schwieriger vor, als es letztlich ist. Im Endeffekt ist es auch nur ein Rennauto mit Gas, Bremse und Lenkrad. Wie jedes andere Rennauto muss man auch dieses Auto am Limit bewegen und da fühlt es sich an wie ein normales Rennauto.“

Ist die Formel E eine Herausforderung für erfahrene Fahrer oder hätten hier auch Nachwuchsfahrer eine Chance?

Die Formel E ist definitiv keine Einstiegsserie. Das ist harte Competition und nur was für gestandene Fahrer. Wer in dieser Top-Serie erfolgreich fahren möchte, sollte erst die alte Schule durchlaufen.

Thema Reifen: Wie kommst Du mit den Michelin Pilot Sport EV zurecht?

Die Reifen machen wirklich Spaß. Doch hier in Berlin werden wir das erste Mal mit Verschleiß zu kämpfen haben. In den freien Trainings hat man schon viele Ausrutscher abseits der Strecke gesehen. Für das Rennen kann man gespannt sein.

Vermisst Du in der Formel E die klassischen Grand-Prix-Strecken wie den Nürburgring?

Ich fahre noch nebenher in der WEC, da sind wir auf dem Nürburgring. Von daher habe ich schon noch genügend Abwechslung. Natürlich fahre ich gerne auf historischen Grand-Prix-Kursen aber es macht auch Spaß neue Strecken zu entdecken. Jedes Rennwochenende erwartet hier eine unbekannte Strecke. Aber die coolen Stadtkurse machen mir richtig viel Spaß.

Was erwartest Du Dir zukünftig von der Formel E?

Ich wünsche mir, dass es so weiter geht. Die Serie ist gut angelaufen und wächst stetig. Es wäre schön, wenn die Batterien und Motoren besser werden. Aber da wird sich in Zukunft dahingehend einiges tun.

Wünscht Du Dir, dass sich die Autohersteller in Zukunft mehr in die Formel E einbringen?

Langfristig muss eine Rennserie eine Herstellerbeteiligung haben um groß zu werden. Für nächstes Jahr hat sich Citroën angekündigt. Außerdem ist Renault schon involviert und andere Hersteller haben auch schon großes Interesse bekundet. Aber ich glaube, dass sich da noch einiges tun wird in den nächsten Jahren.

Man kann also gespannt sein. Daniel, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg heute beim Rennen!

Danke!

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Ready for departure! – Formel-E-Rennen auf dem Flughafen Berlin Tempelhof

Die Formel E – eine neue Rennserie des Automobil-Weltverbandes FIA, die sich in die Reihe der Formel 1, Tourenwagen-, Rally- und der Sportwagen-WM einreiht, will mit zukunftsfähigen Null-Emissions-Motorsport neue Wege gehen und beeindruckt dabei nicht nur beim Antrieb. So erlebten mehr als 21.000 Besucher am 23. Mai 2015 den „DHL Berlin ePrix“ – die Deutschlandpremiere der Elektro-Rennserie – bei strahlendem Sonnenschein. Neben spannender Elektro-Motorsport-Action gab es ein großes Rahmenprogramm rund um Elektromobilität.

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Wie auf der Carrera-Bahn

Dröhnende Motoren, ohrenbetäubender Lärm – was den einen nervt, lässt das Herz eines jeden Motorsport-Fans höher schlagen. Jeder, der den Start eines Autorennens live miterlebt hat, weiß wovon ich rede. Nach aufleuchten der Startampel heulen die Motoren der Rennboliden auf und das Starterfeld setzt sich mit einer kraftvollen, dröhnend-lauten Lawine in Bewegung. So oder so ähnlich beginnt eigentlich jedes gewöhnliche Autorennen. Nicht aber die Formel E! Die elektrische Rennserie gastierte im Mai zum ersten Mal mit ihrem Rennzirkus in Deutschland. Was das Geräuschniveau an der Rennstrecke angeht, merkte man schnell, dass es sich nicht um ein normales Autorennen handelt. Auf den bei einem Formel 1 Rennen unverzichtbaren Gehörschutz, kann hier getrost verzichtet werden. Vielmehr fühlt man sich an das Surren der heimischen Carrera-Bahn erinnert. Für Vollblut Motorsport-Fans erstmal etwas gewöhnungsbedürftig.

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Aber von Anfang an: Zugegeben, als ich das erste Mal von der Formel E gehört habe, war ich etwas skeptisch. Kein Wunder, Elektromobilität tut sich bei und noch etwas schwer und hat noch nicht wirklich Einzug in unseren Alltag gehalten – und erst recht nicht in den Motorsport. Dass Elektromobilität auch Spaß machen kann, zeigen Tesla & Co. Und wer schon mal das Vergnügen hatte, sich hinter das Lenkrad eines Stromers zu setzen, weiß dass diese Autos mit ihrem kraftvollen Drehmoment eine Menge Spaßpotential bieten. Aber ist das auch Garant für spannenden Motorsport? Eindeutig ja! Natürlich schafft eine Armada von vorbeisausenden V10-Motoren eine besondere Atmosphäre, aber Motorsport besteht nicht nur aus akustischen Einflüssen.

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Motorsport für die Fans

Die Formel-E-Serie ist in ihrer Premieren-Saison und will vieles anders machen. Das Besondere: das Rennen kommt zu den Fans. Man muss nicht zu abgelegene Rennstrecken auf der grünen Wiese pilgern. Hier finden die Rennen mitten in der Stadt statt. Zwischen den Häuserschluchten von Buenos Aires, am sonnigen Long Beach oder auf dem ehemaligen Flughafen Berlin Tempelhof. Wo einst Verkehrsflugzeuge auf dem Vorfeld abgefertigt wurden, wurde ein 2,5 Kilometer langer Rundkurs mit insgesamt 17 Kurven für das erste Formel-E-Rennen in Deutschland aufgebaut. Inklusive Boxengasse und Fahrerlager. Eine besondere Herausforderung für die Fahrer, denn keiner von ihnen kannte die Strecke von vorherigen Rennen. Hier war Können gefragt. Einzige Möglichkeit zur Vorbereitung auf den Renntag bot das studieren der Streckenskizze oder ein Test im Simulator. In dieser Rennserie wird Fahrern und Renningenieuren wirklich eine Menge abverlangt. In kürzester Zeit müssen die sich auf die Strecke einstellen. Nach zwei Training-Session und Qualifying findet das eigentliche Rennen am selben Tag statt. Jedem Fahrer stehen dabei zwei eigene Fahrzeuge zur Verfügung. Ein Pflichtboxenstop beim Rennen sorgt für zusätzliche Spannung. Für längere Renn-Action wechseln die Fahrer in ein voll aufgeladenes Fahrzeug, da das Aufladen an einer Ladesäule zu lange und ein Wechsel der Batterien technisch nicht möglich wäre.

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Den Fans wird beim Rennen eine besondere Rolle zugeschrieben, denn sie können ihre Lieblingsfahrer aktiv unterstützen. Dank „FanBoost“ erhalten die drei Fahrer mit den meisten Stimmen für fünf Sekunden eine zusätzliche Leistung von 50 kW. Und so buhlten die Fahrer vor dem Rennen via Facebook und Twitter um jede Stimme. In Berlin durften sich Nelson Piquet jr., Charles Pic und Sébastien Buemi über einen Zusatzschub für das Rennen freuen.

Know-How aus der Formel 1

Die Ausgangssituation für alle Fahrer ist gleich. Allen zehn Teams wurden zu Saisonbeginn 40 identische Fahrzeuge zugeteilt, die bei Spark Racing Technology in Frankreich aufgebaut wurden. Zulieferer wie beispielsweise die Formel-1-Spezialisten von Renault waren bei der Entwicklung beteiligt. Die Chassis aus Kohlefaser und Aluminium stammt vom italienischen Spezialisten Dallara, die Batterien mit einer Leistung von 200 kW (270 PS) lieferte Williams Advanced Engineering – ein Schwesterunternehmen des bekannten Williams F1 Teams. Antriebssteuerung und Motormanagement steuerten McLaren Electronics bei.

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Gerade in der ersten Saison soll das für Chancengleichheit sorgen. Einzig das Können eines jeden Fahrers und das individuelle Setup entscheiden hier über Erfolg oder Misserfolg.

Vernetzte Rennreifen mit Top-Performance und vorbildlichem Umweltschutz

Nachhaltigkeit spielt nicht nur beim Antrieb eine Rolle. Auch bei der Bereifung geht diese Rennserie einen anderen Weg. Hier spielt nicht nur der Umweltgedanke eine Rolle, sondern auch der Kostenfaktor. Wo bei der Formel 1 mehrere Trucks Unmengen an Reifen mit verschiedene Mischungen und Profile für unterschiedliche Witterungsverhältnisse an die Strecke bringen, reicht hier ein Truck aus. Pro Rennen werden jedem Fahrer zwei Sätze Reifen plus zwei Ersatz-Pneus zugeteilt. Die zum Einsatz kommenden Rennreifen MICHELIN Pilot Sport EV sind besonders vielseitig. Dabei ist es vollkommen egal wie die Wetterbedingungen an Strecke sind. Sie sorgen sowohl bei trockenem als auch feuchten und sogar nassen Bedingungen für ausreichend Bodenhaftung und geben dem Rennfahrer jederzeit ein sicheres Fahrgefühl, erklärt Serge Grisin, Projektleiter FIA Formel E bei Michelin. Profil und Reifenmischung ermöglichen den Einsatz auf praktisch jeder Rennstrecke rund um den Globus. Die Reifen kommen mit Asphalttemperaturen zwischen 5 und 50 Grad Celsius zurecht. Die besonderen Anforderungen des elektrischen Antriebs mit dem extrem hohen Drehmoment wurden bei der Entwicklung ebenso berücksichtigt.

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Ebenfalls ein absolutes Novum im Formelsport ist die eindeutige Identifizierung der Reifen mittels RFID-Chip (Radio Frequency Identification Device). Mit dem nur wenige Millimeter großen Datenspeicher lässt sich der Weg eines jeden Reifens von der ersten Produktionsstufe über das Rennen bis zur Rückkehr in die Fabrik exakt nachverfolgen. Eine Technik, die Michelin bereits für die Auto- und Nutzfahrzeugsparte erfolgreich nutzt.

Große Fahrer, große Namen

Formel-1, DTM und GP2 – Fahrer aller wichtigen Rennserien sind hier vertreten. Die Formel E trumpft hier richtig auf. Neben den bekannten Piloten Nick Heidfeld, Nelson Piquet jr. und Bruno Senna gibt es auch bekannte Teambesitzer. So greift der ehemalige Formel-1-Pilot Jarno Trulli sogar selbst ins Lenkrad. Und der Franzose Nicolas Prost fährt im Team seines Vaters, dem viermaligen Formel-1-Champion Alain Prost. Auch Hollywood mischt mit. Einer der Miteigentümer des Venturi-Teams ist der Schauspieler Leonardo Di Caprio.

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Weltrekord im Rahmenprogramm

Auch zwischen dem Rennprogramm gab es eine Menge zu sehen. Wie erwartend war das Rahmenprogramm auch elektrisch ausgelegt. So fuhren 577 Elektrofahrzeuge im Korso auf dem Flugfeld und sicherten sich somit einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde. Stuntfahrer auf Elektro-Motorrädern präsentierten dem Publikum ihre atemberaubenden Kunststücke und zeigten, dass auch unter Strom Loopings und weite Sprünge kein Problem sind. Auch der Nachwuchs kam nicht zu kurz: Teams und Fahrer der FE School Series (Formel-E-Schulserie) und der Formula Student präsentierten sich und drehten beeindruckend schnelle Demorunden auf dem Rennkurs.

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So geht’s weiter

Da das diesjährige Rennen bei den Besuchern so gut angenommen wurde, denkt man sogar über einen doppelten Lauf in Berlin Tempelhof nach. Neben einem Rennen am Samstag, könnte die Rennampel auch am Sonntag auf „Grün“ springen.

Wer bis dahin nicht warten möchte: bis Ende der Saison finden noch zwei Rennen statt, die der Fernsehsender Sky live überträgt:

  1. Juni, Moskau, ab 14:30 Uhr
  2. Juni, London, ab 16:30 Uhr

Highlights und interessante Hintergrund-Berichte gibt es außerdem auf dem offiziellen Forumula E YouTube-Channel.

 

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Der brandneue Audi RS3 Sportback im Fahrbericht

Downsizing. Ein Trend, bei dem Fahrdynamik-Freaks Ausschlag bekommen. Und zum Glück gibt´s in der Automobilindustrie offenbar doch noch genug Entwickler, die ebenfalls einen Dermatologen aufsuchen müssen, sobald sie mit diesem – zumindest aus sportiven Gesichtspunkten – leidigen Thema konfrontiert werden. Bei Audi haben sie offensichtlich einige davon. Und das ist gut so, denn auch der neue Audi RS3 verfügt entgegen anfänglich grassierender Gerüchte wieder über den klasse 2,5-Liter-Fünfzylinder-Motor, der die erste RS3-Generation bereits auszeichnete.

Neuer Audi RS3 2015

Manchmal geht Tradition eben über Moderne. Potente Fünfzylinder haben bei Audi schließlich eine große Tradition, die es zu pflegen gilt: In den 80er Jahren trieben sie die Rallyeautos, Tourenwagen und Serienmodelle von Audi an die Spitze des Wettbewerbs. Insbesondere der kultige Gruppe B-Audi Sport quattro S1 wird nicht nur Rallye-Fans unvergessen bleiben.

30 Jahre später sitze ich im brandneuen Audi RS3 Sportback und kann es kaum erwarten, den 367 PS starken, turbobefeuerten Fünfzylinder zu starten – und vor allem die beiden Auspuffklappen im Fahrdynamiksystem „Audi Drive Select“ auf Durchzug zu stellen. Glücklicherweise führt uns die erste Route heute über schnurgerade Straßen, nur unterbrochen von dem einen oder anderen Tunnel. Besser geht es nicht, um sich mit dem kompakten Dampfhammer anzufreunden. Der Allradler schiebt wirklich bestialisch an und der Sound, der dem Audi RS3 Sportback aus den Bereichen Motorhaube und Heck entfährt, ist einfach zu göttlich!

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Das Problem: die entsprechende Reaktion der Fahrzeuginsassen ist für Verkehrsmitteilnehmer vermutlich nur sehr schwer zu deuten. Ich kann an dieser Stelle nicht mit allerletzter Überzeugung sagen, dass mein Mitfahrer und ich nicht wie entflohene Häftlinge einer geschlossenen Anstalt ausgesehen haben könnten. Zuviel Spass hatten wir in den Backen. Früher hätte man unseren Gesichtsausdruck wohl als „grenzdebil“ bezeichnet.

Das Cockpit steht dem Sound in nichts nach. Audi-traditionell wirkt das RS3-Cockpit extrem hochwertig und sehr sportlich. Im Vergleich zum gewöhnlichen A3 und S3 ist das Interieur noch etwas exklusiver: die Sportsitze tragen Bezüge aus Leder Feinnappa mit grauen Kontrastnähten, das unten abgeflachte RS-Multifunktions-Sportlenkrad ist mit Leder und Alcantara bezogen. Das Fahrerinformationssystem (FIS) bringt ein Ölthermometer und einen Laptimer mit, eine Ladedruckanzeige befindet sich in der Uhr des Drehzahlmessers.

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Die zum Teil bedingt guten Straßen unserer Route fördern eine wichtige Erkenntnis zu Tage: das im Vergleich zum Audi A3 Sportback um 25 Millimeter tiefergelegte Fahrwerk im neuen RS3 arbeitet zusammen mit den 19-Zoll-Alu-Gussrädern straff. Sehr straff. Für ausgewiesene Sportfahrer wahrscheinlich genau das Richtige, um sportliche Ambitionen zu unterstreichen. Alle anderen sollten sich überlegen, beim adaptiven Fahrwerksystem „Audi Magnetic Ride“ ein Häkchen in der Ausstattungsliste zu setzen – denn hier kann aus verschiedenen Dämpferkennlinien gewählt werden.

Auf der Rennstrecke von Vallelunga, scusa: auf dem „Autodromo Vallelunga“ können wir den neuen RS3 mal im/am Grenzbereich fahren. Hier soll ihm auch sein konsequenter Leichtbau zugute kommen. Immerhin 55 Kilogramm soll die neue RS3-Generation im Vergleich zum Vorgänger abgespeckt haben, ist mit 1.550 Kilogramm (leer) aber immer noch kein Fliegengewicht.

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Der Allradler ist auf der Rennstrecke wirklich verdammt schnell. Als die Reifen nach ein paar Runden auf Betriebstemperatur sind und richtig arbeiten, macht der Audi RS3 richtig Spaß. Der „Hot Hatch“ lässt sich präzise in die Kurven werfen und bleibt immer neutral. Sein Grenzbereich ist extrem breit, der RS3 damit weitgehend narrensicher. Wer zu schnell unterwegs ist, kann den Sportler entweder problemlos dank der offenbar endlich ohne nennenswerte Hitze- und Fadingprobleme arbeitenden Achtkolben-Bremsanlange einfangen und/oder muss mit stärkerem Untersteuern kämpfen.

Neuer Audi RS3 2015

Eine mechanische Differenzialsperre könnte dieser Untersteuerneigung entgegen wirken. Diese wird es im aktuellen Audi RS3 aber nicht geben. Vielmehr vertraut Audi auf eine eine radselektive Momentenverteilung, die mit kleinen Bremseingriffen an den jeweils entlasteten kurveninneren Räder arbeitet. Die Haldexkupplung soll laut Audi-Angaben, abhängig von Fahrstil und Reibwert des Untergrundes, zwischen 50 und 100 Prozent des Antriebsmoments auf die Hinterachse schicken und somit kontrollierte Drifts ermöglichen. Drifts dürften allerdings nur auf Untergründen mit wirklich richtig niedrigem Reibwert wie etwa Schnee und Eis möglich sein. Interessierte Querfahrer sollten sich also nicht von allzu euphorischen Fahrberichten („Am liebsten fährt er quer„) täuschen lassen.

Die Auslieferung des starken Fünftürers beginnt im Sommer 2015, der Grundpreis in Deutschland liegt bei 52.700 Euro.

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Seat auf dem Wörthersee-Treffen 2015

Wie sportlich die Marke Seat mittlerweile positioniert ist, konnten die Besucher des berühmt-berüchtigten GTI-Treffens am Wörthersee am letzten Wochenende erfahren. Die Spanier fuhren alles auf, was vier Räder und mindestens 280 PS unter der Haube hat.

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Im Fokus stand dabei die Premiere des brandneuen Seat Leon ST Cupra, der kurz zuvor mit 7:58 Minuten eine neue Rekordrunde für Kombis auf der Nürburgring-Nordschleife gefahren sein soll. Auch am Start: ein mit dem Performance-Pack „Black“ ausgestatteter Leon ST Cupra. Damit passte der in „Dynamic Grey“ lackierte Kombi mit seinen 19-Zoll- Leichtmetallrädern, seiner Brembo 4-Kolben-High-Performance-Bremsanlage und den in Wagenfarbe lackierten Seitenschwellern natürlich bestens zum Kult-Treffen.

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Insgesamt zeigte Seat fünf Varianten des aktuellen Leon im österreichischen Reifnitz. Unter anderem die extremste Version des Leon. Der österreichische Rennfahrer Mario Dablander, der als Tourenwagen-Rennfahrer beim Seat Leon Eurocup 2015 antritt, zeigte seinen Seat Leon Cup Racer nach dem Rennen in Portugal.

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In den Lackierungen Dynamic Grey und Nevada präsentiert Seat in diesem Jahr zwei besonders individuelle Fahrzeuge. Für ein optisches Highlight sorgte der mit dem Color Pack „Performance Orange“ ausgestattete Seat Leon SC Cupra. Der Dreitürer setzt mit dem orange lackierten Frontgrill, den farblich angepassten Spiegeln und den orange bearbeiteten Felgen sportliche Akzente auf der grauen Unilackierung. Darüber hinaus sorgt die Hochleistungsbremsanlage zusammen mit den 19-Zoll-Michelin Cup Reifen für fahrdynamische Akzente.

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[Fotos: Seat, Rolf Klatt]