Effizienzdynamiker – Der neue VW Polo Blue GT im Fahrbericht

Mit dem neuen Polo Blue GT soll die Lücke zwischen dem 1.2 TSI mit 77 kW/ 105 PS und dem Polo GTI mit 132 kW/180 PS geschlossen werden. Durch eine intelligente Kombination aus Effizenz fördernden Maßnahmen, soll der neue BlueGT den perfekten Spagat aus Effizienz und Fahrspaß auf die Straße bringen. Wie er sich dabei geschlagen hat, erfahrt Ihr im ersten Kurzfahrbericht! [Weiterlesen…]

Kurzfahrbericht Opel Astra OPC – Kurvenbeisser

Opel Performance Center- kurz OPC. Das sind die Jungs, die keine Lust auf normale Sachen haben. Und seit kurzem sollten auch die größten Opel Skeptiker ein wenig in Erklärungsnot gekommen sein. Grund ist der neue Astra Opel OPC. Eine kompakte Fahrmaschine wie aus dem Lehrbuch. Mit 280 Pferden und satten 400 Newtonmetern auf der Vorderachse, hat Opel den Astra in die oberste Liga der Hot Hatches – der sogenannten oberkompakten – gebracht. Doch Zahlen auf dem Papier sind geduldig. So durften wir gestern dem Astra OPC das erste Mal kurz auf den Zahn fühlen. [Weiterlesen…]

Video: Chevrolet Aveo 1.3 LTZ im Fahrbericht

Euch geht es sicherlich wie uns, dass Ihr bei dem Namen Chevrolet an Corvette und Camaro denkt, echte amerikanische Musclecars eben. Kommt noch, einer nach dem anderen.

Als Auftakt haben wir uns den Chevrolet Aveo mit dem 95 PS starken Dieselmotor geschnappt, in der höchsten Ausstattungsvariante LTZ, und haben uns auf Tour quer durch Deutschland gemacht. Die wirklich kompletten Features an Bord machen auch auf langen Strecken Freude. Wir haben uns wirklich ab und an umgeschaut, ob wir in einem Kleinwagen sitzen. Einzig und allein der etwas zäh ansprechende Diesel, sowie die ein wenig schwammige Lenkung bei hoher Geschwindigkeit erinneren daran, wofür er eigentlich gebaut ist. Für die Stadt sowie um Polo, Fiesta und Konsorten Konkurrenz in Europa zu machen. Das gelingt ihm sehr gut, die Optik ist einfach anders und das Cockpit gefällt uns prima. Aber nun wie immer Film ab, genug der Worte. (DM, AutoEmotionenTV)

Fahrbericht: Škoda Rapid

Einige Fakten und News über den neuen Škoda Rapid hat mein geschätzter Kollege Robert Krippgans euch ja bereits vorgestellt. Dank einer Einladung zu der internationalen Fahrveranstaltung des Škoda Rapid bin ich nun in der Lage euch meinen ersten Eindruck zu schildern und kann so direkt die ersten Einschätzungen von Robert bestätigen bzw. ergänzen.

Von Wien nach Bratislava

In der Hauptstadt von Österreich übernahmen wir den Škoda Rapid, auf Grund des Wetterberichts habe ich ausdrücklich auf einen Škoda in der Farbe Candy-Weiß bestanden, da ich befürchtet habe, dass mir das Wetter ansonsten einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Die Route von Wien nach Bratislava führte uns über zahlreiche Kurven. Eine ideale Strecke um sich von dem Fahrwerk des Škoda Rapid mal einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Das Fahrwerk

Unter uns? Was erwartet man von einem Fahrwerk? In einem Sportwagen erwartet man ein knüppelhartes Fahrwerk, da möchte man jeden Kieselstein spüren und den direkten Kontakt zur Fahrbahn leben. Der Škoda Rapid hat zwar eine sportive Linienführung und einen rassanten Namen, doch in einem Sportwagen saßen wir nicht. Die Zielgruppe des Škoda Rapid ist die Familie und genau für diese ist auch das Fahrwerk abgestimmt. Das Fahrwerk ist meiner Meinung nach ideal ausbalanciert für die Zielgruppe und überzeugte auch auf Kopfsteinpflaster durch die optimale Abstimmung. Vorne kommt ein herkömmliches McPherson-Federbein zum Einsatz, hinten die Achse wurde umgebaut / neu entwickelt um mehr Platz für den Kofferraum zu schaffen. Selbst in sportlich gefahrenen Kurven vermittelte das Fahrzeug ein sicheres Gefühl, Stabilitäts-Probleme konnten hier nicht festgestellt werden.

Der Motor / Das Getriebe

Getestet haben wir den 1.2 Liter TSI 4-Zylinder mit 86 PS, ein Antrieb aus dem VW-Konzernregal der sich bewährt hat. Geschaltet wurde unser Testfahrzeug über ein 5-Gang Getriebe. Bei den anderen (größeren) Motoren gibt es auch noch ein 6-Gang Getriebe bzw. das beliebte 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Der getestete Motor mit einer Leistung von 63 kW überzeugte nicht durch sportliche Fahrleistungen, wohl aber durch den sehr geringen Durst. Während der Testfahrt haben wir immer mal wieder einen Blick auf die Verbrauchsanzeige geworfen und waren doch überrascht. Für genaue Verbrauchsmessungen fehlte allerdings die Zeit, laut Werksangabe soll der kombinierte Verbrauch bei 5,1 Liter auf 100 km/h liegen und verbraucht somit weniger als die Basis-Motorisierung. Das Benziner-Basistriebwerk ist nämlich ein 1,2 Liter MPI 3-Zylinder mit 55 kW sprich 75 PS.

Der von uns gefahrene Škoda Rapid wiegt mit seinen 1.161 kg weniger als ein aktueller VW Polo, die Entwickler setzten beim Downsizing  also nicht nur auf die Motoren sondern sparten auch Gewicht. Das schlägt sich auch in den Beschleunigungswerten nieder, in unter 12 Sekunden beschleunigt der Škoda Rapid mit dem 1.2 TSi (63 kW) auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist dann bei diesem Aggregat bei Tempo 183 erreicht – Hand aufs Herz? Für die Zielgruppe doch bereits mehr als ausreichend, oder?

Wenn ich ein Auto für die Familie konzipieren würde…

…würde ich darauf achten, dass genug Platz vorhanden ist. Das haben sich wohl auch die Entwickler von Škoda gedacht. Der Škoda Rapid ist ein kleines Raumwunder. Von außen hat er ungefähr die Abmessungen vom allerersten Škoda Octavia, von innen überrascht er aber durch ein Platzangebot was seines gleichen in der Klasse sucht. „Familien werden dieses Auto lieben“ teilte man uns bei der Pressekonferenz mit, ich würde diese These gerne belegen: Im Fond gibt es genügend Platz für Kind und Kegel, der Kofferraum (der dank der riesigen Klappe sehr gut zu beladen ist) nimmt 550 Liter auf und wenn man die Rücksitzbank umlegt kann man diesen Wert mehr als nur verdoppeln.

Als Familienvater achte ich auf die Kleinigkeiten

Ist der Beifahrerairbag abschaltbar? Ja! Durch einen Schlüssel-Schalter im Handschuhfach ist dieses schnell und einfach erledigt. Passt der Maxi-Cosi auf die Rücksitzbank? Ist der Gurt dafür lang genug? Gibt es eine Iso-Fix Halterung? Auch diese drei Fragen kann ich mit einem klaren „Ja!“ beantworten.  Gibt es genügend Stauflächen? Auch hier überzeugt der Škoda Rapid durch seine pfiffigen Lösungen! Viel Platz für Getränke und an den vorderen Sitzen gibt es kleine Netzfächer. Für den Kofferraum empfehle ich das Netz über dem doppelten Boden. Durch die Netze im Kofferraum bietet der Stauraum sämtliche Möglichkeiten der Gepäcksicherung.

Mit dem Škoda Rapid unterwegs

Wir fuhren mit dem Škoda Rapid durch Bratislava, mit einem Marktanteil von ca. 23 % ist die Hauptstadt der Slowakei geprägt von Fahrzeugen der Marke Škoda. Der neue Rapid fiel also nicht auf und das will er meiner Meinung nach auch gar nicht. Das Fahrzeug welches aussieht wie ein Stufenheck aber ein Fließheck ist hat zwar eine große Klappe doch er überzeugt lieber durch Leistung als durch „große Sprüche“. Die Gänge ließen sich gut schalten und ich war immer auf der Suche nach einem Kritikpunkt, schließlich muss man bei so einem Fahrbericht doch das Haar in der Suppe suchen. Immer im Hinterkopf, dass dieses Fahrzeug in der Basis-Version zu einem Preis von ca. 14.000 € auf den Markt kommen wird habe ich Abstriche gemacht. Das Hartplastik im Innenraum? Okay, hätte man weicher machen können, doch irgendwo muss der Hersteller ja auch sparen, also kein wahrlicher Kritikpunkt. Die Sitzposition? War einstellbar, genauso wie das Lenkrad. Hinter dem Lenkrad ist eine sehr ansprechende Tacho-Einheit verbaut, klar strukturiert und gut ablesbar. Auch kein Kritikpunkt.

Das verbaute Radio / Infotainment-System reicht für die Hörspiele der Kinder und auch für die Staumeldungen, wer es krachen lassen will muss aufrüsten, doch welcher Familie genießt nicht auch mal gerne die „Ruhe“? Ansonsten gibt es auch bei dem Multimedia-System nicht viel auszusetzen. Die Bedienung ist einfach, dank USB-Anschluss und Aux-In kann man leicht „seine Inhalte“ abspielen und auch von der SD-Karte kann man sich beschallen lassen. Schnell und einfach – Rapid halt!

Für junge Familien würde ich übrigens die dunkle Innenausstattung empfehlen, die hellere könnte dann doch zu schnell verschmutzen bei kleinen Kindern (man kennt sie ja, die kleinen Racker). Etwas Luxus darf sein, die Sitzheizung funktioniert schnell, das Multifunktionslenkrad sollte es schon sein und auch auf eine Climatronic würde ich heute nicht mehr verzichten wollen:

Ihr seht schon es war gar nicht einfach Kritikpunkte am Škoda Rapid zu finden, dennoch habe ich weiter gesucht und auch meinen ganz persönlichen Kritikpunkt gefunden. Die Fensterheber hinten! Die hinteren Fensterheber sind zwar elektronisch gesteuert, allerdings nicht vom Fahrersitz aus. Von dort kann man die Funktion der hinteren Schalter nur komplett sperren, als Familienvater würde ich die Fensterheber gerne aber auch betätigen um es z.B. „etwas weiter zu schließen“ (und dann die Funktion zu sperren). Gemerkt? Jetzt beginnt das Jammern auf sehr hohem Niveau. Diese Aussage stützt sich auf eine mehrstündige Probefahrt, aber ich denke, dass ich euch doch einen guten ersten Eindruck vermitteln konnte.

Fazit:

Der Škoda Rapid ist ein Auto für die Familien auf der ganzen Welt. Die Stufenheck-Optik wird sicherlich im Osten sehr gut ankommen, die Tatsache, dass der Škoda Rapid über eine große Fließheck-Heckklappe verfügt wird den westlichen Teil von Europa beflügeln. Der vermutlich günstige Preis wird dafür sorgen, dass junge Familien sich dieses Fahrzeug zumindest anschauen werden. Ende Oktober 2012 ist es dann auch in Deutschland zu weit und die ersten Škoda Rapid rollen zu den Škoda Händlern, doch meiner Meinung nach wird der Škoda Rapid auch in den anderen Ländern seine Käufer finden. In Deutschland wird der Škoda Rapid wohl von den Versicherungen in die Klasse 16 eingestuft, ein günstiger Einstieg für die junge Familie, die neben den Anschaffungskosten ja auch auf die monatlichen / jährlichen Ausgaben schauen müssen.

Auf die investigative Nachfrage, ob es von dem Škoda Rapid auch eine Kombi-Version geben wird, antwortete man uns stets: 3 Kombis im Portfolio reichen doch, oder? Das bietet Platz für Spekulationen, fest steht: Škoda will alle 6 Monate ein neues Modell auf den Markt bringen, der Rapid ist der erste mit dem neuem Markengesicht, wir dürfen also gespannt sein was da noch folgen wird.

Der neue Toyota GT86 im Fahrbericht

Mit dem Toyota GT86 möchte der japanische Hersteller zurück zu den Wurzeln. Das Fahrzeug selber ist inspiriert vom Toyota 2000GT und wer ganz genau hinsieht, erkennt sogar Ähnlichkeiten. Ab September 2012 steht der Toyota GT86 bei den Händlern, wir durften ihn nun schon mal Probe fahren und haben den GT86 in der Stadt, auf dem Land und auf der Rennstrecke getestet. [Weiterlesen…]

Der neue Audi A3 im Fahrbericht

Es mutet schon ein wenig verwegen an – da verabreden sich Deutschlands Leuchttürme des Automobilbaus, um offenbar ein für alle Mal abschließend zu klären, wer die Premium-Kompaktklasse beherrscht: mehr oder weniger zeitgleich schicken BMW, Audi und Mercedes ihre Interpretationen automobiler Vernunft ins Rennen um die Käufergunst. Nach dem neuen BMW 1er konnten wir nun dem neuen Audi A3 mächtig behutsam das Gaspedal streicheln. [Weiterlesen…]

Fahrbericht: Peugeot 208

„Ich will nicht nach Berlin“ singen die Jungs von Kraftklub. Doch als Peugeot mich zu einer Fahrveranstaltung rund um den Peugeot 208 nach Berlin eingeladen hat konnte ich nicht nein sagen, denn schließlich ist der Peugeot 208 für den französischen Hersteller der vermutlich wichtigste Wagen in den nächsten 5 Jahren. Was erwartet uns? Vier verschiedene Benzinmotoren, zwei Selbstzünder und eine Neuigkeit die „anders zu fassen“ ist.

Das Lenkrad ist anders(aber artig)!

Egal ob man sich für die Austattungslinie Access, Active oder Allure entscheidet, der große Unterschied zu anderen Automobilen wird sofort nach dem Einsteigen klar: Das Lenkrad! Das Lenkrad ist nicht nur kleiner als die Lenkräder der Mitbewerber, nein auch die Position ist verändert. Man blickt nicht mehr durch das Lenkrad auf die Tachoeinheit, man schaut drüber. Am Anfang ggf. etwas ungewohnt, nach einer kurzen Eingewöhnung jedoch kein Grund mehr um darüber nachzudenken. 35 cm breit und 33 cm hoch ist das Lenkrad, nun könnt ihr ja mal nachmessen was ihr für ein Bus-Lenkrad im Auto habt, die Servolenkung wurde auf die kleinere Lenkradgröße angepasst und somit wird das kurbeln hier zum Vergnügen.

Die Bedienungselemente sind alle gut zu erreichen und erklären sich von selbst, die Tachoeinheit im sportiven Design erinnern mich entfernt an Auspuffendrohre von einem Sportwagen, die Art das Lenkrad zu greifen unterstützt den Gedanken.

Der erste Fahreindruck entscheidet…

Kommen wir doch mal zum Fahreindruck. Bitte habt Verständniss dafür, dass ich nach einer kurzen Probefahrt durch Berlin mir keinen umfassenden Eindruck verschaffen konnte. Subjektiv betrachtet hängen alle Fahrzeuge ganz gut am Gas und die Benziner freuen sich über etwas Drehzahl. Während der 90 PS Diesel Motor auch untertourig noch keine Schwächen zeigt, mag dieses der Benziner nicht und zwingt den Fahrer förmlich zum runterschalten. Die Schaltung ist kurz und knackig, so wird der Schaltvorgang selber wenigstens zum Vergnügen und das Fahrwerk verfügt über eine gelungene Mischung aus komfortabler und sportlicher Abstimmung. Der 208 ist übersichtlich und das erleichtert natürlich auch das Einparken. Gerade in einer Großstadt wie Berlin muss man sich oft in eine kleine Lücke quetschen, kein Problem mit dem kleinen Löwen!

Unter der Haube hat man auch vieles in die letzte Lücke gequetscht, der Motorraum ist voll gepackt bietet aber dennoch einen Vorteil. Auch der Otto-Normal-Nutzer kann hier noch selbstständig das Wisch-Wasser auffüllen, den Ölstand kontrollieren und einen Blick auf das Kühlwasser werfen.

Ein Meilenstein in der Entwicklung!

Wer einen Peugeot 207 gefahren ist wird sich über das neue Peugeot 208 Armaturenbrett freuen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht vor allen in Punkt Haptik, Optik und Anordnung der Schalter. Optional gibt es ein großes Panorama-Glasdach für den Peugeot 208, welcher aktuell ja (noch) nicht als Cabrio angeboten wird, wer also etwas mehr Sonne im Innenraum hat darf zum großen Glasdach greifen, welches man zur Not auch verdunkeln kann.

Der Peugeot 208 GTI kommt!

Den Peugeot 208 gibt es als 3- und als 5-Türer, für junge Familien empfehle ich den 5-Türer, dadurch wird der Einstieg auf die hinteren Plätze zum Kinderspiel. Für die sportliche Fraktion lohnt sich sicherlich noch etwas zu warten, denn eines ist Gewiss: Der Peugeot 208 GTI wird kommen und der französische Hersteller hofft damit an die Erfolge vom Peugeot 205 GTI anknüpfen zu können.

Fazit:

Ein kleiner französischer Charmeur ist der Peugeot 208, der 3-Zylinder Benziner soll laut NEFZ mit einem Verbrauch von 4,3 Liter auskommen. Das dieser Wert stark von der Gaspedal-Stellung abhängig ist dürfte unbestritten sein. Wer auf einen Peugeot 208 mit Selbstzünder setzt, soll beim sparsamsten Diesel mit einem Verbrauch von 3,4 Litern rechnen dürfen. Meine Empfehlung: Ab der Ausstattunglinie Active gibt es das große Touchscreen-Display, das sollte man sich nicht entgehen lassen, denn damit hält man sich die Zukunft offen, wer weiß was Peugeot noch alles auf das kleine Display zaubert?!

Honda Civic 2.2 i-DTEC: Fahrbericht

Mit seiner auffälligen Lackierung in der Farbe Topaz Metallic zieht der Testwagen die Blicke der Passanten auf sich. Kaum eine Fußgänger-Ampel an der die gefällige Front, mit der Kombination aus dem unvermeidbaren LED-Tagfahrlicht und der Karosse in einem Grün-Gold-Metallic, nicht die Blicke der Passanten auf sich zieht.

Alles richtig gemacht? Fühlen wir dem neuen Kompakten aus Japan mal auf den Zahn:

HONDA CIVIC i-DTEC 150PS

Egal woher man kommt, in einer Fahrzeugklasse auf Käufersuche zu gehen, die nach dem Wolfsburger Klassenprimus benannt wurde, ist keine leichte Aufgabe. Der neue Civic will mit weniger Space, dafür mit mehr Qualität im umbauten Raum punkten. Der Testwagen kam in der besonders gut ausgestatteten Executive-Version zum Test und hatte unter der flachen Haube, den aus anderen Modellen der Japaner, bekannten 2.2 Liter 4-Zylinder Dieselmotor mit 150PS.

Die Vorgänger-Generation des kompakten Civic war sehr modern gestaltet, für manch einen möglichen Käufer eventuell sogar schlicht zu modern.  Aus dieser Vorliebe für behutsame Design-Evolutionen der deutschen Kompaktwagen-Käufern, haben die Honda-Verantwortlichen gelernt und der nun 9.ten Generation des Civic nun die Gestaltung als Dienstwagen von Captain Future erspart.

An der Front dominiert eine kräftige Querspange das Gesicht, unterstützt durch eine Keilform und interessiert dreinschauenden Xenon-Scheinwerfern. Die großen Kühlluft-Öffnungen in der unteren Stoßstangen-Hälfte wurden links und rechts mit dem allgegenwärtigen LED-Tagfahrlicht bedacht.

Die Seitenlinie des Civic spricht eine klare Sprache – nur keine Experimente mit unnötigen Sicken und Kanten. Einzig die Radhäuser werden mit einer leichten Linie optisch verstärkt. Am Heck dominieren die Rückleuchten. Ausgeformt als Heckspoiler und verbunden durch das dritte Bremslicht wirken die roten LED-Leuchten am Heck sehr dominant.

Übernommen hat HONDA leider auch in der 9.ten Generation die zweigeteilte Heckscheibe, die im oberen Teil sehr flach und im unteren kleinen Teil den steilen Heckabschluss mit formt. Wäre diese Einschränkung nicht, würde man dem Civic eine gute Rundumsicht bestätigen können

Generell ist der Innenraum des neuen Civic eine besonders freudige Überraschung. Mit dem auf der IAA 2011 zum ersten Mal präsentierten HONDA CIVIC kehrt Honda zurück in die Liga der Wohlfühl-Fahrzeug Hersteller.  Neben der Verarbeitung auf hohem Niveau ist nun endlich auch die Zeit der billigen Plastikbauteile vorbei. Das Armaturenbrett und alle anderen Berührungspunkte  überzeugen neben völliger Klapper- und Knarzfreiheit mit einer haptischen Qualität die man allgemein mit „Premium“ umschreiben will.

Alles richtig gemacht?

Nicht ganz. So ist der gefahrene 2.2 Liter Vierzylinder Dieselmotor mit 150PS ein alter Bekannter und moderne Benzin-Motoren mit Turboaufladung fehlen vollständig. Auch eine Hybrid-Version ist derzeit nicht angekündigt.  Und von einem modernen Automatik-Getriebe mit Doppelkupplung ist bislang auch nichts bekannt.

Der 150PS Dieselmotor ist jedoch – trotz seines Alters – ein echter Wonnebrocken. Kräftig und in allen Lebenslagen ein ausgewogener Motor, dessen lange Karriere zu einer überzeugenden Reife geführt hat.  Zumal der gute Schallschutz im neuen Civic dazu führt, das man am Stadt-Tempo kaum noch akustische Notiz vom 350Nm Triebwerk nehmen kann.  Und das man einen Dieselmotor fährt, lässt sich auch beim Tanken nur selten fest stellen. Im Test war es kaum möglich, einen Verbrauch von über 6 Liter ja 100 Kilometer durch zu halten.  Und so erfüllt der „eigentlich alte“ Dieselmotor seine Rolle als Vorzeige-Antrieb erfolgreich.

Als Getriebe wird derzeit nur ein 6-Gang Schaltgetriebe angeboten – ein Mangel an Optionen, der vom Getriebe durch vorbildliche Bedienbarkeit aufgewogen werden will. Knackig. Perfekt gestuft. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks. Was der Civic hier anbietet, lässt den Klassenprimus von BMW in einem neuen Licht erscheinen. Dachte man doch immer, ein perfektes Handschaltgetriebe könnte nur aus München kommen.

Zu diesem fast schon beängstigend perfekt arrangierten Motor- und Getriebe-Package gesellt sich eine überzeugende Fahrwerksabstimmung.  Verbindlich in der Mitteilung, verlässlich in der Ausführung – ambitioniert in der Leistung.

HONDA hat mit der 9.ten Generation des Civic, dank der Kombination aus kraftvollem Diesel, knackigem Getriebe und talentiertem Fahrwerk, einen völlig unerwarteten Mitbewerber in die Klasse der Premium- Kompakten geschickt.

 

Da verwundert dann auch nicht: Der gefahrene Testwagen hatte, in der vollständigen Ausstattung, auch einen Premium-Preis: 35.240€

Autor: Bjoern Habegger | mein-auto-blog.de | April 2012

 

 

Fahrbericht: Renault Twizy

Beim „créateur d’automobiles“ kann man nun „the Change“ erfahren. Renault spielt beim Thema Elektromobilität ja schon eine gewisse Vorreiter-Rolle und brachte dieses Jahr ein ganz besonderes Gefährt auf den Markt welches eigentlich gar nicht so richtig zum Automobil-Blog passt: Der Renault Twizy! [Weiterlesen…]

Der Audi A6 von Abt im Fahrbericht

Bei einer Ingolstädter Kombivariante mit 313PS aus einem V6 Bi-Turbo-Diesel, kommt vermutlich nur bei den abgebrühtesten Langstrecken-Piloten der Wunsch nach noch etwas mehr Leistung auf.  Zum Glück gibt es da im Allgäu eine Firma, die diesen speziellen Freunden des Drehmoments (wir sprechen über die Region in der Lokomotiven zu Hause sind) weiterhelfen kann.

Abt AS6 Avant

Die Firma Abt aus dem Allgäu hat eine lange Tradition in der Leistungssteigerung von Fahrzeugen aus dem Hause Volkswagen und Audi. Klar das man bei einer gefühlten Historie von 100 Jahren Tuning nicht in Ehrfurcht erstarrt, wenn man bei Audi den großen Avant A6 mit einem 313PS starken Power-Diesel vorstellt. Im Gegenteil. Viel ist in diesem Fall noch nicht genug und so setzt der Allgäuer Tuner noch eine kräftige Leistungsspritze an und spendiert dem Allrad-Avant eine Gesamtleistung von 360PS und beeindruckenden 700Nm.

 

Days of  Elektro-Sound

Ein 360PS starker Kombi muss natürlich „rocken“ während er wie am Gummiband gezogen die Insassen und den Familien-Hund im Kofferraum über die Autobahn katapultiert. Dummerweise hat der Erfinder des Diesel-Motors den Sound nicht als Schwerpunkt gesetzt und so klingt auch heute noch das Selbstzünder-Geräusch eher nach einem Familien-Ausflug auf den Bauernhof. Dafür kann Audi nichts und Abt erst recht nicht. Aber dagegen – und so schufen die Sound-Gestalter aus Ingolstadt einen elektronischen Sound, der sich per Bordcomputer beeinflussen lässt. Tief brabbelnd und glaubhafter im Klang als ein echter V8 Benziner, lässt sich der 3 Liter V6 Diesel durch die Ortschaft treiben. Der synthetische Sound klingt so glaubwürdig, wie das Erdbeer-Aroma in Fruchtjoghurts die nie zuvor eine Erdbeere gesehen haben.

Doch es gefällt. Schaltet man die synthetische Scheinwelt per Bordcomputer-Menu auf „comfort“, zerplatz die Blase des wohligen Motoren-Sounds. Dank perfekter Abschirmung und höchster Motorraum-Dämmkunst, dringt danach im Prinzip nichts mehr in den Innenraum was auf das Selbstzünder-Prinzip hinweisen könnte, noch im Stand die baldige Freude der Drehmoment-Explosion verrät.

 

Beam me up, Rudolf Diesel

Der Erfinder des Diesel-Motors dürfte auf einer ekstatischen Welle des Glücks schwimmen, würde er erfahren können, was Audi und die Allgäuer Buben von Abt aus dem schnöden und 120 Jahre alten Prinzip des Selbstzünders  für Motorfahrzeuge gemacht haben.  Mit dem Drehmoment von 700Nm erinnert der Anzug des an eine 8-Gang Automatik gekoppelten Triebwerks mehr an den Dampfhammer eines startenden Flugzeuges. Dank des in Serie gelieferten Allradantriebes „quattro“ bekommt jeder Reifen die ihm verträgliche Leistungsdosis zugeteilt. Wäre das „beamen“ nicht bereits in den 60zigern durch die Besatzung des Raumschiffes Enterprise erfunden worden, die Testfahrt im Abt’schen Drehmoment-Laster wäre ein guter Anlass gewesen,  nach einem neuen Synonym für das Wort Beschleunigung zu suchen. Und „beamen“ wäre just das passgenaue Adjektiv hierfür.

 

Eulen nach Ingolstadt tragen

Erwarten Sie einen Kommentar über die Verarbeitung im Audi A6? Oder über den Luxus eines Testwagens der mit allem geliefert wurde was das Leben auf der linken Spur des Lebens angenehm und schön macht? Sicher nicht. Audi ist schon lange in der Liga der „glücklichen Premium-Hersteller“ angekommen. Anstelle über die Eulen, sollten wir daher über den Kuckuck reden.

Wer den selbigen nicht auf seinem Hab und Gut sehen möchte, der sollte sich über die Finanzierung des Dienstwagen-Fahrers-Traum ein paar Gedanken machen. Ein 313PS starker Audi A6 Avant schlägt bereits mit dem Basispreis von knapp 60.000€ über die Portokasse hinaus einen tiefen Krater in die übliche Firmenfahrzeug-Kalkulation.  Dank einer beeindruckend ausführlichen Aufpreis-Liste beim Hersteller Audi und einer, noch einmal – besondere Fahrfreude und Nachbars-Neid versprechenden Zubehör-Liste aus dem Hause Abt kann man, wer sich an beidem ungeniert bedient,  den Kaufpreis des Abt AS6 locker an die 100.000€ Grenze und darüber treiben.

 

Was bleibt nach der Testfahrt im Abt AS6?

Neben dem Abdruck der Ledernarbung im Fahrer-Hemd,  ist es vor allem eines was im Hinterkopf des Fahrers verbleibt. Der zwanghafte Versuch, die richtigen Argumente für die nächste Dienstwagen-Verhandlung zu finden.