Fahrbericht: Peugeot 208

„Ich will nicht nach Berlin“ singen die Jungs von Kraftklub. Doch als Peugeot mich zu einer Fahrveranstaltung rund um den Peugeot 208 nach Berlin eingeladen hat konnte ich nicht nein sagen, denn schließlich ist der Peugeot 208 für den französischen Hersteller der vermutlich wichtigste Wagen in den nächsten 5 Jahren. Was erwartet uns? Vier verschiedene Benzinmotoren, zwei Selbstzünder und eine Neuigkeit die „anders zu fassen“ ist.

Das Lenkrad ist anders(aber artig)!

Egal ob man sich für die Austattungslinie Access, Active oder Allure entscheidet, der große Unterschied zu anderen Automobilen wird sofort nach dem Einsteigen klar: Das Lenkrad! Das Lenkrad ist nicht nur kleiner als die Lenkräder der Mitbewerber, nein auch die Position ist verändert. Man blickt nicht mehr durch das Lenkrad auf die Tachoeinheit, man schaut drüber. Am Anfang ggf. etwas ungewohnt, nach einer kurzen Eingewöhnung jedoch kein Grund mehr um darüber nachzudenken. 35 cm breit und 33 cm hoch ist das Lenkrad, nun könnt ihr ja mal nachmessen was ihr für ein Bus-Lenkrad im Auto habt, die Servolenkung wurde auf die kleinere Lenkradgröße angepasst und somit wird das kurbeln hier zum Vergnügen.

Die Bedienungselemente sind alle gut zu erreichen und erklären sich von selbst, die Tachoeinheit im sportiven Design erinnern mich entfernt an Auspuffendrohre von einem Sportwagen, die Art das Lenkrad zu greifen unterstützt den Gedanken.

Der erste Fahreindruck entscheidet…

Kommen wir doch mal zum Fahreindruck. Bitte habt Verständniss dafür, dass ich nach einer kurzen Probefahrt durch Berlin mir keinen umfassenden Eindruck verschaffen konnte. Subjektiv betrachtet hängen alle Fahrzeuge ganz gut am Gas und die Benziner freuen sich über etwas Drehzahl. Während der 90 PS Diesel Motor auch untertourig noch keine Schwächen zeigt, mag dieses der Benziner nicht und zwingt den Fahrer förmlich zum runterschalten. Die Schaltung ist kurz und knackig, so wird der Schaltvorgang selber wenigstens zum Vergnügen und das Fahrwerk verfügt über eine gelungene Mischung aus komfortabler und sportlicher Abstimmung. Der 208 ist übersichtlich und das erleichtert natürlich auch das Einparken. Gerade in einer Großstadt wie Berlin muss man sich oft in eine kleine Lücke quetschen, kein Problem mit dem kleinen Löwen!

Unter der Haube hat man auch vieles in die letzte Lücke gequetscht, der Motorraum ist voll gepackt bietet aber dennoch einen Vorteil. Auch der Otto-Normal-Nutzer kann hier noch selbstständig das Wisch-Wasser auffüllen, den Ölstand kontrollieren und einen Blick auf das Kühlwasser werfen.

Ein Meilenstein in der Entwicklung!

Wer einen Peugeot 207 gefahren ist wird sich über das neue Peugeot 208 Armaturenbrett freuen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht vor allen in Punkt Haptik, Optik und Anordnung der Schalter. Optional gibt es ein großes Panorama-Glasdach für den Peugeot 208, welcher aktuell ja (noch) nicht als Cabrio angeboten wird, wer also etwas mehr Sonne im Innenraum hat darf zum großen Glasdach greifen, welches man zur Not auch verdunkeln kann.

Der Peugeot 208 GTI kommt!

Den Peugeot 208 gibt es als 3- und als 5-Türer, für junge Familien empfehle ich den 5-Türer, dadurch wird der Einstieg auf die hinteren Plätze zum Kinderspiel. Für die sportliche Fraktion lohnt sich sicherlich noch etwas zu warten, denn eines ist Gewiss: Der Peugeot 208 GTI wird kommen und der französische Hersteller hofft damit an die Erfolge vom Peugeot 205 GTI anknüpfen zu können.

Fazit:

Ein kleiner französischer Charmeur ist der Peugeot 208, der 3-Zylinder Benziner soll laut NEFZ mit einem Verbrauch von 4,3 Liter auskommen. Das dieser Wert stark von der Gaspedal-Stellung abhängig ist dürfte unbestritten sein. Wer auf einen Peugeot 208 mit Selbstzünder setzt, soll beim sparsamsten Diesel mit einem Verbrauch von 3,4 Litern rechnen dürfen. Meine Empfehlung: Ab der Ausstattunglinie Active gibt es das große Touchscreen-Display, das sollte man sich nicht entgehen lassen, denn damit hält man sich die Zukunft offen, wer weiß was Peugeot noch alles auf das kleine Display zaubert?!

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