Die Techno-Classica 2015 war einmal mehr bestens besucht: 190.000 Besucher aus aller Welt konnten in Essen rund 3.000 Old- und Youngtimer bestaunen. Wir haben ein paar der Highlights für euch zusammengetragen. [Weiterlesen…]
Techno Classica 2015: Porsche 911 von Ur- über G-Modell und 964 bis zum 993
Für die letzte Runde unserer kurzweiligen Partie „Auto-Quartett“ von der Techno Classica hat es sich Jens von Rad-Ab.com einfach gemacht. Jens legt mit dem Mercedes 300 SL Flügeltürer hart vor. Der zwischen 1954 und 1957 gebaute Sportwagen mit dem internen Code „W 198“ dürfte eines der bekanntesten Autos weltweit sein. Eines meiner Highlights der Messe in Essen ist – einmal mehr – der Porsche 911. Wie sollte es anders sein? Und der dürfte dem einen oder andere Automobil-Aficionado auch ein Begriff sein.
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Techno Classica 2015: Opel Kadett C GT/E Gruppe 1
Bis jetzt ist die Auswahl unserer Highlights auf der Techno Classica 2015 eher sportlich. Auch in Runde vier der „Auto-Trumpf-Battle“ bleibt´s sportiv. Denn Jens hat mit dem VW Golf I GTI den Kult-GTI schlechthin als eines seiner Highlights auserkoren. Gute Wahl. Ähnlich kultig ist da wohl nur ein Opel C-Kadett Coupé!
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Techno Classica 2015: De Tomaso Pantera
Die Techno Classica in Essen ist die wohl entspannteste, gleichzeitig aufregendste Automesse weltweit. Während auf anderen Messen eine – bösartig formuliert – rundgelutschte Neuheit die andere jagt, ist auf der Techno Classica Exklusivität und einzigartiges Design Trumpf. Als besonders einzigartig darf sicherlich das Design des legendären Lamborghini Countach gelten, der von 1974 bis 1990 gebaut wurde. Kein Wunder also, dass der Kampfstier von Jens Stratmann als eines DER Highlights auserkoren wurde.
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Techno Classica 2015: Shelby Mustang Fastback Mach1 GT500
Bei unserem spaßigen „Auto-Trumpf“-Spiel von der Techno Classica in Essen habe ich die erste Runde gewonnen. In Runde zwei legt Jens von Rad-Ab.com mit dem Jaguar XJ-S vor. Auch ein tolles Auto, das nun auch schon 40 Jahre (!) auf der Uhr hat. Mein Highlight für diese Runden ist sogar noch älter! Jens‘ Trumpf erneut: der Hubraum. Ob ich die 5,3 Liter toppen kann. Könnte schwierig werden. Da könnte ein Blick über den großen Teich helfen…
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Der BMW 850 CSi: Klassiker mit 12 Zylindern
Zur Techno Classica 2015 haben Jens Stratmann und ich uns ja ein kleines Spiel überlegt: jeder von uns benennt 5 der absoluten Highlights von der Old- und Youngtimer-Messe, die bestenfalls die Highlights des anderen übertreffen sollen. Für den Anfang hat Jens den Mercedes E 500 von 1994 ins Rennen geschickt. Sein Trumpf: 5,0 Liter Hubraum. Da kann ich locker mithalten!
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Der neue Mazda2 im Fahrbericht
Im schicken und durchaus sportlichen Kodo-Design kommt der neue Mazda2 daher. Innen und außen deutlich gewachsen verfügt die neue Generation des Mazda2 jetzt auch über die umweltschonenden Skyactiv-Technologien.
Der neue Mazda2 ist als „Weltauto“ konzipiert, muss weltweit also verschiedensten Anforderungen genügen. Platzangebot ist da natürlich auch ein Thema. Im Vergleich zur Vorgänger-Generation legte der Kleinwagen gleich um 14 Zentimeter zu: 4,06 Meter ist der Mazda2 nun lang und wirkt so deutlich erwachsener. Die gewachsenen Dimensionen kommen direkt den Insassen zu gute: 2-Meter Mann Tom Schwede von 1300ccm, der normalerweise immer irgendwie das Problem hat, seine Gliedmaßen unterzubringen, fand erstaunlich viel Platz auf dem Fahrersitz. Insgesamt ist das Platzangebot vorne recht ausladend. Man sollte die Sitze nur nich zu weit nach hinten schieben, dann stößt natürlich auch der Mazda2 an seine Grenzen.
Bereits in der Basis-Ausstattung „Prime Line“ wirkt der Mazda2 ansprechend und ist gut verarbeitet. Die von uns auch kurz gefahrene „White Edition“ kommt mit echtem Premium-Feeling daher. Ein großer Touchscreen-Monitor und das Head-Up-Display erinnern weniger an einen Kleinwagen als vielmehr an ausgewachsene Mittel- oder Oberklasse.
Auf der Landstraße lässt sich der kleine Mazda agil durch die Kurven zirkeln. Klar: ausgewiesene Sportfahrer werden dem Kurvenverhalten nicht viel abgewinnen. Normalo-Autofahrer können mit dem Fronttriebler aber durchaus Spaß haben. Positiven Einfluss auf das agile Fahrverhalten hat hier das Gewicht: Für die 90-PS-Variante gibt Mazda ein Leergewicht von nur 975 Kilogramm an. Der 115-PS starke Mazda2 soll leer 1.055 Kilogramm auf die Waage bringen.
Auf Landstraßen und auf der Autobahn dürfte die von uns gefahrene 90 PS-Variante ausreichend sein. Wer mehr Sicherheitsreserven braucht und/oder gerne zügiger unterwegs ist, sollte den Mazda2 mit dem 115 PS-Motor bestellen.
Die Paradedisziplin des Mazda2 ist aber der Stadtverkehr. Hier begeistert der Kleinwagen mit seiner „leichten“ Lenkung und dem kleinen Wendekreis von 9,60 Metern. Seine Konkurrenten VW Polo und Opel Corsa haben je einen 1 Meter größeren Wendekreis.
Der neue Mazda2 wird in den vier Ausstattungslinien Prime-Line, Center-Line, Exclusive-Line und Sports-Line angeboten. Zur Markteinführung sind zunächst drei Skyactiv-G Benzinmotorisierungen mit einem Leistungsspektrum von 55 kW/75 PS bis 85 kW/115 PS erhältlich. Ab Juni 2015 steht zudem der neue Skyactiv-D 105 Dieselmotor mit 77 kW/105 PS zur Verfügung. Alle Triebwerke sind serienmäßig mit dem Start-Stopp-System i-stop ausgerüstet.
Der neue Mazda2 ist zu Preisen ab 12.790 Euro zu haben.
Einen ausführlicheren Fahrbericht lest ihr bei Tom!
Vorschau Techno Classica 2015
Vom 15. bis 19. April 2015 öffnet die „Techno Classica“ in Essen ihre Pforten. Und anders als auf den gewöhnlichen Automobilmessen werden auf der Techno Classica ausschließlich alte und „ältere“ Autos gezeigt, also echte Oldtimer und die etwas jüngeren Youngtimer. In fast 20 Hallen zeigen mehr als 1.250 Hersteller ihre Klassiker. Und genau deshalb mag ich die Techno Classica: wann hat man schon mal die Möglichkeit, die Crème de la Crème der Automobilgeschichte in so konzentrierter Form zu sehen?
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Blitz-Interview mit Stefan Lamm, Seats neuem Leiter Exterieur-Design
Seit dem 1. Februar 2015 ist Stefan Lamm neuer Leiter Exterieur-Design bei Seat. Der gebürtige Dortmunder folgt auf Jorge Díez, der jetzt das Audi Konzept Design München verantwortet, und berichtet an Seat-Chef-Designer Alejandro Mesonero-Romanos. Lamm kommt von Ford, wo er die vergangenen zehn Jahre arbeitete. Anfangs war er dort mit der Leitung des Exterieur-Designs betraut und wurde 2009 zum Leiter Exterieur-Design von Ford Europa ernannt. Davor war Lamm im Design-Bereich der Opel AG tätig. [Weiterlesen…]
#bdbb Blogger Day Bilster Berg
Der Preis für das beste Event des Jahres geht schon jetzt an Jens Stratmann von Rad-Ab.com und das Bilster Berg Drive Resort. Jens und Bilster Berg-Pressesprecher Matthias Staiger nämlich hatten den „#bdbb“, den „Blogger Day Bilster Berg“ ausgeheckt – ein Event, bei dem einige ausgewählte Auto-Blogger den Bilster Berg kennenlernen konnten, diverse Autos über die Strecke prügeln, hinter die Kulissen schauen und ordentlich Content produzieren konnten. Dabei stand die Durchführung des Events kurzzeitig aber auf der Kippe…
Denn Orkantief „Niklas“ versetzte Deutschland für einige Tage in Angst und Schrecken. Auf seinem Weg von Ost nach West richtete „Niklas“ große Schäden an. Pünktlich zum #bdbb ebbte das Sturmtief zwar ab, die Wetterbedingungen blieben allerdigs haarig. Auf dem Weg Richtung OWL sank die Außentemperatur linear und damit bedenklich Richtung 0°. Als dann um 7 Uhr morgens plötzlich Streumaschinen ihre tödliche salzige Fracht abwarfen, wurde mir dann doch etwas mulmig. Der weißer und weißer werdende, an die Autobahn angrenzende Boden tat sein Übriges. Im Schneegestöber mit einem Hecktriebler und Sommerreifen zum Trackday? Na dann mal Prost.
Mit an Heldentum grenzendem fahrerischen Talent schaffte ich es überpünktlich doch noch noch zum Bilster Berg Drive Resort. Tatkräftig wurde ich bis dahin vom guten alten Petrus unterstützt, der es wider Erwarten doch nicht vollends schneien ließ – in den nächsten Stunden allerdings nicht untätig bleiben sollte.
Begrüßt von Bilster Berg Drive Resort-Geschäftsführer Hans-Jürgen von Glasenapp, Pressesprecher Matthias Staiger und Jens Stratmann, gab´s das obligatorische Briefing. Nachdem die obligatorischen Transponder an die Autos geheftet waren (das Bilster Berg Drive Resort darf nur in einem engen Rahmen Lautstärke produzieren, der automatisch gemessen, aufgezeichnet und vom Regierungsbezirk in Echtzeit abgerufen werden kann), ging es in die Autos.
Zunächst standen geführte Runden an, um die #bdbb-Teilnehmer an die Strecke zu gewöhnen. Bei den Wetterbedingungen war das keine schlechte Idee, regnete es doch zwischenzeitlich wie aus Kübeln. Immerhin bei Temperaturen um 1-2° – also über null. Anschließend zog es einige Piloten auf die Dynamikfläche, die perfekt und überaus natürlich bewässert war, in die Boxengasse, um Foto- und Bewegtbildmaterial zu produzieren, zum Donkervoort-Stützpunkt am Bilster Berg – oder eben zurück auf die Strecke.
Bis in den späten Nachmittag hinein war es kaum möglich, auch nur annähernd eine halbwegs trockene Runde zu erwischen. War die Ideallinie mal kurz davor, leicht abzutrocknen, verhagelte das Wetter diese Runde umgehend. Und das im wahren Wortsinn. Zwischendurch hagelte es so große Hagelkörner, dass ich im Fahrerlager bei 30 km/h Geschwindigkeit einen Abzweig um spektakuläre 20 Meter verpasste – das Auto rollte nur noch, bremste aber nicht mehr.
Die Hecktriebler hatten auf der Strecke also ihre liebe Müh‘: Meine Wenigkeit im Toyota GT86, Christina im Porsche Cayman GTS, Tobias im BMW E30 318is und Sebastian im Lotus Elise MK1. Die von Jaguar Land Rover zur Verfügung gestellten Allradler Range Rover Sport, Range Rover Evoque, der vom Autohaus Mattern ins Rennen geschickte, ebenfalls von allen vier Rädern angetriebene Nissan Juke Nismo RS, sowie der frontgetriebene Suzuki Swift Sport profitierten vom Regenwetter und ließen die heckgetriebenen Sportler nicht immer gut aussehen. Schon mal einen Range Rover Evoque im Rückspiegel gehabt und nicht losgeworden? Ich schon. Und dazu noch pilotiert von einem, laut eigener Aussage, nur bedingt motorsportlich talentierten Thomas Gigold.
Bei allem Ärger aber ein Riesenspaß – vor allem natürlich für Thomas. Denn während ich meinen Toyota GT86 auf regennasser Strecke mit deaktivierten elektronischen Helferlein auf dem Rasiermesser tanzen ließ und meine Reifen am Rande des Kamm’schen Kreises operierten, konnte Thomas die 420 Nm Drehmoment des Briten dank Allradantrieb wunderbar in traktionsreichen Vortrieb ummünzen.
Mit dem übersteuernd ausgelegten und hohe Drehzahlen verlangenden Toyota GT86 war ich vielleicht nicht der Schnellste auf der Strecke, hatte aber einen Mordsspaß! Insbesondere die enge Rechtskurve nach Start-Ziel konnte am Kurvenausgang wunderbar im Drift genommen werden – sicherlich nicht das schnellste Manöver, dennoch höchstgradig süchtig machend!
Mittlerweile war der langjährige Chefredakteur von „sport auto“ und Erfinder des „sport auto-Supertests“, Horst von Saurma eingetroffen und sorgte für eine Menge Spaß als Taxifahrer im Jaguar F-Type.
Als die Strecke kurz vor Feierabend abtrocknete entschied ich mich inspiriert von Sebastian Bauer, noch ein paar Liter Super Plus nachzuschenken. Bei 1,84 Euro für den Liter nicht das günstigste aller Vergnügen an diesem Tag, aber gerade noch so drin. Sebastian legte in der Elise noch ein paar schnelle Runden hin. Als ich es ihm endlich nachtun wollte, hatte die Race Control die gelben Flaggen gehisst. Da war wohl einer kurzzeitig zu schnell unterwegs;
Als es nach Kartoffelsuppe und Barbecue abends auf die Heimreise ging, setzte Petrus zum großen Finale an und ließ es noch mal ordentlich schneien. Doch ich war gewarnt, konnte dem Schlimmsten entschwinden. Und war um eine Erkenntnis reicher: der normale Straßenverkehr kann gefährlicher sein, als ein Rennstreckenbesuch.
[Bilder: Alexander Schillack, Jens Stratmann, Tobias Heil]



































































