Ford schreibt durch stärkere Nachfrage langsam wieder schwarze Zahlen

ford_logo.jpgVier Milliarden US-Dollar: Das ist der Betrag, um den der US-Autohersteller Ford seinen Schuldenberg reduzieren konnte. 3,8 Milliarden Dollar sollen in einen Pensionsfonds und 255 Dollar als verspätete Dividende bezahlt werden. Ford freute sich in den vergangenen Monaten über eine steigende Nachfrage. Neben GM und Chrysler hatte Ford als dritter großer US-Autohersteller die weltweite Finanzkrise stark getroffen – die Schulden liefen in zweistelliger Milliardenhöhe auf.

Während sich GM und Chrysler in die Insolvenz begaben, kann Ford heute stolz von sich behaupten, sich selbstständig wieder aufzurappeln. Dazu gehörten drastische Sparmaßnahmen und das Beleihen diverser Vermögenswerte. So konnte man 23 Milliarden Dollar als finanzielles Polster erlangen – und dieser Plan scheint zu funktionieren: Ford fährt wieder auf der Überholspur und kann jetzt nach und nach alle Schulden abbauen.

Keine Staatshilfe für General Motors

General_Motors.jpgEnttäuschung machte sich breit, als die Finanzhilfen für General Motors aus Deutschlandfonds abgelehnt wurden. Dafür war vor allem die Freude der Opel-Mitarbeiter über die Hilfen aus Großbritannien, Spanien und Polen umso größer.

Der Antrag Opels auf staatliche Unterstützung aus Deutschlandfonds wurde jetzt vom Bundeswirtschaftsminister Rainer Bünderle mit der Begründung abgelehnt, dass General Motors mit einem Kapital von zehn Milliarden Euro über eigene Zahlungskraft verfüge, den Automobilkonzern Opel zu sanieren. Zuvor sind bereits die Versuche, sich mit dem Lenkungsausschuss auf eine Bürgschaften einigen zu können, ebenso gescheitert.

GM: 1,9 Milliarden Euro für Zukunft von Opel

Opel.jpgGeneral Motors (GM) wird der kriselnden Tochter Opel ein Finanzierungspaket in Höhe von 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Damit soll der Zukunftsplan in Europa umgesetzt werden. Dieser GM-Beitrag zur Sanierung von Opel wird nach Angaben von Opel-Chef Nick Reilly vom Dienstag in Form von Krediten als auch über GM-Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Ursprüngliche Planungen sahen Unterstützungen in Höhe von 600 Millionen Euro vor. Mit der Zusage von General Motors über die 1,9 Milliarden Euro sind sämtliche eventuelle Liquiditätsrisiken während der Neuorientierung von Opel im Jahr 2010 ausgeräumt.

Sanierungskonzept für Opel: Gewinnschwelle soll 2012 erreicht werden

Opel.jpgEin neues Sanierungskonzept stellte der neue Chef von Opel Europa Nick Reilly am Dienstag in Frankfurt vor. Darin sind Investitionen in einer Gesamthöhe von 11 Milliarden Euro des Mutterkonzern GM bis zum Jahre 2014 vorgesehen, um 80 Prozent der Produkte zu erneuern. 8.300 Stellen sollen an den europäischen Standorten gestrichen werden, das belgische Werk in Antwerpen soll bekanntermaßen ganz geschlossen werden. Auf die Verwaltung entfallen 1.300 der abgebauten Stellen, in der Produktion sollen 7.000 Stellen gestrichen werden. 3.261 der entfallenen Stellen sollen deutsche Standorte betreffen, davon 1.799 im Werk in Bochum. Das Sanierungskonzept wurde am Dienstag bei Bund und Ländern eingereicht, um damit staatliche Hilfen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro zu beantragen. Die Betriebsräte wehren sich gegen die geplanten Sparmaßnahmen.

Opel macht Standort Antwerpen dicht

Opel.jpgNun scheint es ernst zu werden bei Opel. Nach Angaben des Mutterkonzerns General Motors wird der Standort Antwerpen als erstes Opel-Werk in Europa seit der GM-Krise geschlossen. An dem belgischen Standort arbeiten 2500 Mitarbeiter. Die Produktion soll demnach in den kommenden Monaten auslaufen. Nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers vom Donnerstag ist wohl eine Schließung Ende Juni dieses Jahres beabsichtigt. Der Gewerkschaftssprecher ging dabei von einer „kollektiven Entlassung“ aus. In Antwerpen wurde der Opel Astra hergestellt. Der Opel-Sanierungsplan soll nach Angaben aus 2009 den Abbau von 8.300 der insgesamt 48.000 Stellen in Europa vorsehen – vor allem in Deutschland und Belgien.

650 Millionen Euro für Opel von GM

Opel.jpgOpel erhält von seinem US-amerikanischen Mutterkonzern General Motors 650 Millionen Euro. Nach Angaben des Opel-Betriebsrates soll das Geld in neue Modelle investiert werden. Dabei geht es den Angaben zufolge beispielsweise um den Produktionsstart des Minivans Meriva im spanischen Werk Saragossa. Zudem steht auch die Entwicklung neuer Motoren und Fahrzeuge im Vordergrund. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Demnach sei der Betrag bereits am 4. Januar an Opel überwiesen worden. Der US-Mutterkonzern will Opel damit – genauso wie der britischen Schwestermarke Vauxhall – die Zeit überbrücken, bis eine endgültige Finanzierung steht. Die 650 Millionen Euro hätten Opel den Angaben ohnehin zugestanden und seien vorgezogene Zahlungen für Entwicklungsleistungen.

Opel-Betriebsrat lehnt Sanierungspläne ab

Opel.jpgDer Opel-Gesamtbetriebsrat hat die von General Motors vorgelegten Sanierungspläne abgelehnt. Dies berichtet die „Frankfurter Rundschau“ unter Bezugnahme auf Klaus Franz, Chef des Europäischen Arbeitnehmerforums. Der Abbau von fast 9.000 Stellen in Europa komme für den Gesamtbetriebsrat des deutschen Autobauers Opel nicht in Frage, wurde Franz zitiert. Diese Reduzierung des Personals mache auch betriebswirtschaftlich keinen Sinn und sei auch nicht zwingend. [Weiterlesen…]

Russische Sberbank verlangt Schadenersatz

gm-logo.jpgDie russische Sberbank will nach der gescheiterten Übernahme des Autobauers Opel eine Entschädigung von General Motors. Notfalls will die Bank vor Gericht ziehen. Wie der Chef der Bank, German Gref, russischen Medien unmissverständlich erläuterte, seien der Sberbank erhebliche Kosten zur Vorbereitung der Übernahme entstanden, ehe GM den Verkauf an das russische Institut und seine Partner abblockte. Genaue Zahlen zur Höhe eines möglichen Schadenersatzes nannte Gref nicht. Den Worten des Sberbank-Chefs zufolge habe das Moskauer Institut die Kosten genau aufgelistet und GM zu einer freiwilligen Erstattung der Kosten aufgefordert. Grund hierfür sei vor allem, dass General Motors nicht ausreichend erklären konnte, warum der Opel-Deal vom GM-Verwaltungsrat nicht abgesegnet wurde.

Endgültiges Aus für Saab

saab_logo.jpgGeneral Motors hat das endgültige Aus für die schwedische Marke Saab besiegelt. Zuvor waren Verkaufsverhandlungen mit dem niederländischen Sportwagenbauer Spyker Cars gescheitert. Nun wird nach Angaben des GM-Konzerns die Abwicklung des schwedischen Autobauers geplant. Wie GM weiter mitteilte, wird den 3.400 Saab-Mitarbeitern zum Januar hin gekündigt. Unklar ist bislang jedoch, wie genau die Abwicklung bei Saab abläuft und wie lange sie dauern wird. Saab hatte in den vergangenen 20 Jahren praktisch jedes Jahr mit Verlusten abgeschlossen. Im Jahr 2009 sank der Absatz in Europa um 59 Prozent auf rund 25.000 Wagen (Stand: Januar bis November). Vor der gescheiterten Übernahme durch Spyker Cars war auch ein Verkauf an den schwedischen Sportwagenbauer Koenigsegg gescheitert.

Opel-Sanierungsplan erst 2010

Opel.jpgDer längst erwartete Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer Opel wird General Motors erst im kommenden Jahr vorlegen. Der GM-Europachef Nick Reilly kündigte dies auf einer GM-Internetseite an. Ursprünglich sollte der Sanierungsplan noch in diesem Jahr stehen. Mit dem Sanierungskonzept will GM bei europäischen Regierungen um Staatshilfen von insgesamt 2,7 Milliarden Euro werben. Da die Sanierungspläne jedoch tausende von Mitarbeitern betreffen würden, stehe Opel eine komplexe Restrukturierung ins Haus, die Zeit benötigte, hieß es weiter. Von daher könne der Zukunftsplan im Dezember nicht mehr fertig gestellt werden. Da beim Aufstellen des Sanierungskonzeptes nichts überstürzt werden soll, könne wohl erst im Januar 2010 mit dem Sanierungsplan gerechnet werden.