Neue Mercedes B-Klasse: Design-Kritik

Das ist also die neue B-Klasse, die Mercedes auf der IAA im September vorstellen wird. Ihren neuen Anspruch, was sowohl Nutzwert als auch das Design angeht, unterstreicht Mercedes-Benz selbstbewusst durch die Einordnung als „kompakten Sports Tourer“ – und nicht mehr nur als schnöden Mini-Van. Doch was hat sich wirklich getan?

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Eine ganze Menge. So stand im Lastenheft offenbar ganz oben das Ziel, sich von der biederen und wenig angesagten Van-Optik zu verabschieden und im Gegenzug mit einem ansprechenden, dynamischen Design endlich wieder jüngere Zielgruppen anzusprechen.

Also musste ein coupéartiges Design her, das Mercedes hauptsächlich durch eine hinten flach abfallende Fensterlinie erreicht. Zudem arbeiten die Schwaben mit einer gefühlt sehr tiefen und recht lang anmutenden Motorhaube, sowie einer insgesamt 4,8 Zentimeter flacheren Silhouette. Die somit geringere Bodenfreiheit wirkt allerdings etwas zuviel des Guten und erinnert an die Vehikel des örtlichen Tuning-Clubs. Auch die Sitzhöhe in Relation zur Straße wurde verringert (minus 8,6 Zentimeter), die Sitzposition fällt allerdings aufrechter aus. Dabei konnte – und das wird die Nowitzkis unter uns freuen – die Kopffreiheit weiter verbessert werden.

Auch die B-Klasse folgt der neuen Mercedes-Benz-Designsprache

Die Front erscheint im neuen Mercedes-Benz-Design, unter anderem mit in die Scheiwerfer integrierter LED-Bänder und Querspangen in den äußeren Lufteinlässen. Die Seitenansicht zieht dank zweier kräftiger und Dynamik vermittelnden Sicken die Blick auf sich – ein Hinweis darauf, dass auch die neue A-Klasse auf dieses Designelement, das ja bereits in der Studie A-Class Concept begeisterte, setzen wird. Freunde des Understatements sollten allerdings auf allzu helle Lackierungen verzichten und lieber gedeckte Farben in Erwägung ziehen, die die kräftigen Kanten eher schlucken.

Mercedes B-Klasse: 2005 vs. 2012

Mercedes B-Klasse: 2005 vs. 2012

Auch wenn die Sicken tendenziell einen geringen Impact auf die Aerodynamik der neuen B-Klasse haben dürften, so kann Mercedes mit einem sehr guten Luftwiderstandsbeiwert von cW = 0,26 punkten. Entscheidend für diesen Wert sind neben dem aerodynamischen Exterieurdesign viele Optimierungen im Detail wie etwa bei der Vorderradumströmung, der Unterbodengestaltung und der Kühlluftströmung. Neuartige Details wie der gezackte Radhausspoiler wurden zum Patent angemeldet.

Insgesamt wirkt die neue B-Klasse des Modelljahres 2012 deutlich dynamischer und ist nicht mehr das Opa-Auto wie ihr Vorgänger. Unterm Strich vergeben wir anständige drei von fünf Style-Punkten im Automobil-Blog-Score.

Zahlreiche technische Innovationen

Mit den neuen Vierzylinder-Benzinern mit der internen Bezeichnung M270 startet in der neuen Mercedes B-Klasse eine komplett neue Motorenbaureihe. Die neuen Vierzylinder wurden sowohl für den Quer- als auch für den Längseinbau konzipiert. In der neuen B-Klasse sind sie zunächst mit 1,6 Liter Hubraum verfügbar, als B 180 mit 122 PS und als B 200 mit 156 PS. Der neue Diesel-Vierzylinder ist eine Weiterentwicklung des von der C- bis zur S-Klasse eingesetzten OM651, einem Common-Rail-Direkteinspritzer der dritten Generation. Im Hubraum auf 1,8 Liter reduziert und in vielen Details optimiert, wird der Selbstzünder erstmals bei Mercedes-Benz quer eingebaut. Als B 180 CDI stehen 109 PS zur Verfügung, als B 200 CDI sind es 136 PS.
In den Handel kommt die neue Mercedes B-Klasse im November 2011.
[Fotos: Mercedes-Benz]

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