Neue Mercedes A-Klasse 2012: Studie "A-Class Concept"

Mercedes A-Klasse 2012Dass die neue Mercedes A-Klasse endlich ihr Opa-Design abstreifen und deutlich dynamischer gezeichnet werden würde, davon war dank zahlreicher Vorab-Skizzen diverser Auto-Gazetten auszugehen. Und die erste offizielle optische Stellungnahme zum Thema bestätigt diese Hypothese eindrucksvoll: die A-Klasse-Studie A-Klasse Concept, die Mercedes-Benz auf der “Auto Shanghai” vom 21. bis 28. April vorstellen wird,  sieht so schnittig aus, dass sich die Schwaben genötigt sahen, sozusagen in Superlative zu verfallen: das “Auto wie von einem anderen Stern” sei der “erste Pulsschlag einer neuen Generation”. Das weckt Erwartungen.

Die aber auch gerechtfertigt scheinen: die neue A-Klasse wird die Mini-Van-Formensprache komplett ablegen, viel sportlicher werden und Coupé-Merkmale aufweisen. Auffallend die Proportionen des Concept A-Class: lange Haube, flache Silhouette und schlanke Scheibengrafik. Dem sportlichen Erscheinungsbild wollte man durch das Linien- und Flächenspiel eine besondere Tiefe mitgegeben. Von Wellen, Wind und dem Flugzeugbau hätten sich die Designer inspirieren lassen, heißt es. Aber auch von der Konkurrenz: das Heck wirkt wie eine Mischung aus aktuellem 1er BMW und Audi A1 – was nicht schlecht ist. Bei der Studie wurde die erstmals beim Mercedes F 800 Style gezeigte Kombination aus „definierten Kanten und freiem Spiel mit Flächen“ konsequent fortgeführt.Mit 1,38 Meter ist die 2012 auf den Markt kommende A-Klasse 22 Zentimeter geduckter als die alte Ausgabe.

Im Rahmen der deutlichen Verjüngungsstrategie der Schwaben macht das auch Sinn: das Gros der aktuell zugelassenen A- und B-Klassen wird von der liebevoll “Silver Ager” genannten Käuferschaft ab 50 aufwärts gefahren – jene Klientel, die wir vor nicht allzu langer Zeit noch Rentner genannt oder gerne auch dem “Mann-mit-Hut”-Genre zugeordnet haben. Eine Verjüngung der A-Klasse Käuferstruktur – dem Eintritt in die Mercedes-Benz-Markenwelt – kommt der Verjüngung der Marke insgesamt zu Gute.

Angetrieben wird der Fronttriebler von einem Vierzylinder-Ottomotor der neuen Baureihe M270. Sie wurde für den Quereinbau konzipiert und bietet Direkteinspritzung und Turboaufladung.. Unter der Haube der Studie verbirgt sich die Zweiliter-Variante. Sie leistet 155 kW / 210 PS. Gekoppelt ist das Triebwerk an das neue Doppelkupplungsgetriebe von Mercedes-Benz.

Als Weltneuheit in der Kompaktklasse verfügt das Konzeptfahrzeug über eine radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten, das die Gefahr eines Auffahrunfalls verringert. Das Assistenzsystem Collision Prevention Assist warnt den eventuell unaufmerksamen Fahrer optisch und akustisch und bereitet den Bremsassistenten auf eine punktgenaue Bremsung vor. Diese wird eingeleitet, sobald der Fahrer das Bremspedal deutlich betätigt.

Blickfang im Innenraum ist die Instrumententafel, die die Form einer Flugzeugtragfläche besitzt und mit einer durchscheinenden, dehnbaren Textilie bespannt ist. Die Form der Luftdüsen in der Instrumententafel erinnert an die Triebwerke eines Jets. Rot gehalten sind die Anzeigen im Kombi-Instrument. Ihr formales Vorbild war der Nachbrenner eines Jet-Triebwerks. Die zentrale Bedieneinheit ist als modernes Flightpanel mit einem Schalthebel in Form eines „Schubhebels“ gestaltet.

Voll integriert in das Bedienkonzept des Concept A-Class ist ein Smartphone. Alle Applikationen, Dienste und Inhalte des digitalen Lebensstils lassen sich dadurch über das System Comand Online bedienen. Das Grafikdesign der Bildschirmelemente besteht aus Glaselementen, die von magentafarbenem Licht erleuchtet werden und dreidimensional angeordnete Navigationsebenen bieten.

2012 wird die neue Mercedes A-Klasse in Serie gehen – und dann die Konkurrenten BMW 1er und Audi A3 herausfordern.

[Fotos: Mercedes]

Kommentare

  1. “Auto wie von einem anderen Stern”: dass passt völlig. Dieser Mercedes sieht sehr futuristisch aus. Ein solches Auto konnte man sich vor 20 Jahren bestimmt nicht vorstellen!

  2. Justus von Liebig meint:

    So ein Schrott – MB verlässt endgültig den Pfad der Tugend, der da lautet langlebige, wertbeständige und vor allem alltagstaugliche Autos mit hohem Nutzwert zu bauen. Stattdesse folgt man der japanischen Peitsche und jagt eine Designsau nach der anderen durchs Dorf.

    MB soll lieber endlich wieder einen gescheiten Familien-Van a la Vaneo launchen anstatt gegen VW und Opel anzustinken. Das ist nicht die MB-Klientel. Dazu sitzen die alten (und sicher falschen) Vorurteile der arbeitenden Bevölkerung viel zu tief.

    MB kann sich neue Käuferschichten nur duch technologischen Vorsprung und völlig neue Konzepte sichern. Da darf man nicht nachahmen sondern muss mutig voranschreiten – auch hinsichtlich des Designs. Und wer hier behauptet, die A-Klasse hätte ein Opa-Design, der sollte vielleicht mal eine fahren! Ein Auto mit einem solchen Maß an Bequemlichkeit, Komfort und Nutzwert gibt es nicht (abgesehen vom Vaneo) noch einmal – ja klar, wer Rennen fahren will, für den is das nix, aber das ist heute doch auch nicht mehr zeitgemäß.

    • danger meint:

      selten so ein quatsch gelesen:folgende aussage “MB kann sich neue Käuferschichten nur duch technologischen Vorsprung und völlig neue Konzepte sichern” betreibt mercedes seit jahren, hier einige beispiele:der ml war einer der ersten suv von einem premium-hersteller,der smart,die r-klasse…und alle haben sich nicht so gut verkauft und den weg für viele hersteller in diese klassen mitgesichert.
      zum thema design:”…die A-Klasse hätte ein Opa-Design, der sollte vielleicht mal eine fahren!” . mit design ist das aussehen von aussen gemeint,dazu muss sich keiner reinsetzen, sondern einfach draufschauen.
      wer eine a klasse will,soll zukünftig b klasse fahren (zumindest ist dass das konzept).
      vllt hätte mercedes die a klasse einfach aufspalten sollen,sprich wieder eins modell wie das alte, und eben ein sportcoupe wie die neue aklasse dazu.
      im übrigen bitte ich darum, die aklasse genau so zu bauen, wie es in den vorabbildern gezeichnet ist(zumindest aussen), ich würde eine kaufen,denn mir gefällt er.
      mfg

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