VW Scirocco: Neues, altes Sportcoupé

Volkswagens Kult-Coupé kehrt zurück und ist mit dem alten Scirocco (später Corrado) kaum noch vergleichbar. Verständlich, sind doch seitdem einige Jahre vergangen. Der neue sportliche VW überzeugt mit seiner dynamischen Linie, einem grimmigen Blick und einem knackigen Heck. [Weiterlesen…]

Volkswagen eifert "Aspirin" und "Tempo" nach…

vw.jpg
Vor wenigen Wochen startete Volkswagen seine neue Werbekampagne „Das Auto“. Seinerzeit habe ich mich mit der Kampagne kaum befasst. Der Werbespot ist zwar höchst emotional und präsentiert mit dem Käfer und dem VW-Bus T1 die geschichtlichen Highlights, war für mich aber nicht mehr als ein gut gemachter Spot. Im Rahmen einer Diskussion zu diesem Thema widersprach ich einem Kommentierenden in einem Blog (dessen Namen ich leider vergessen habe…), der meinte, VW wolle sich tatsächlich als Synonym für „das Auto“ positionieren. Ich war der Meinung, die VW-Marketingleute wären Realisten genug, um sich solch ein ambitioniertes utopisches Ziel nicht wirklich zu setzen.

    Nun zitiert „auto, motor und sport“ allerdings Michael Kern – seines Zeichens VW-Vertriebschef – mit dem Satz [Weiterlesen…]

Neue Subaru-Werbekampagne aus Kanada

Die japanische Auto-Marke Subaru baut seit Jahrzehnten auf ihre Allrad-Kompetenz, wird jedoch von den wenigsten Auto-Interessierten (zumindest in Deutschland) als ernsthafter Konkurrent zu Audi und zum quattro ernst genommen. Das scheint die Japaner zu frusten. So taucht immer wieder einmal Subaru-Werbung auf, die recht bissig andere Hersteller angreift. Das muss natürlich nicht schlecht sein und kann dem Underdog den ein oder anderen Sympathiepunkt einbringen.

Nach dem legendären „Ad-War“ (Audi, BMW, Bentley), bei dem zumindest zwei der vier Anzeigen gefaked gewesen sein dürften, und einem Anzeigenmotiv aus dem Februar (gegen BMW), ist nun VW dran. Dieses Mal hat sich Subaru-Kanada an der sehr coolen VW-Unpimp-My-Auto-Kampagne der überaus kreativen Agentur „Crispin, Porter + Bogusky“ vergangen.

Neben diversen Spots dient als zentrales Kampagnen-Element die Website Imprezaenvy.com. Die gesamte Kampagne um „Produktentwickler“ Gerhard Weltschmerz(!) nimmt dabei die komplette deutsche Automobilindustrie aufs Korn („The Japanese Car The Germans Wish They´d Made“) und präsentiert ganz nebenbei die Vorzüge und Details des neuen Impreza.

Das Ganze ist zum Teil wirklich spaßig inszeniert, kommt meiner Meinung nach aber teilweise zu plump und zu offensichtlich von VW kopiert daher. (Und wie von Nordamerikanern gewohnt, natürlich wieder mit komischem Deutsch-Akzent und Fehlern wie dem „urdeutschen“ Song Amadeus vom Österreicher Falco…“)

Mal wieder gefunden bei Werbeblogger.de! 🙂

Zweifelhafte Solidarisierung mit "VW-Fans"…

Aus der aktuellen „auto motor und sport„:

„Hier am Wörthersee schlägt das Herz der Marke“, betont ein sichtlich gut aufgelegter Piech, der sich nicht scheut, im Bad der Menge „Ferdinand“-skandierenden Fans die Händer zu schütteln und Autogramme auf deren T-Shirts zu schreiben. (Quelle: ams 12/2007, S. 79)

Vor Konkurrenz muss sich der Pirelli-Golf zumindest am Wörthersee nicht fürchten. Ferdinand Piech: „Letztes Jahr haben die hier sogar einen Opel aufs Dach gelegt“. (Quelle: ams 12/2007, S. 81)

– So, so…

[Danke an Martin für den Tipp!]

VW-Spots: USA vs. Deutschland

Die amerikanischen Volkswagen-Werbespots der „Un-Pimp“-Reihe kennt mittlerweile ja fast jeder. Und dass sie gut ankommen/ankamen, sieht man spätestens an den Views bei Youtube, von teilweise über 3 Millionen (!) pro Video.

Nach einem Bericht von Auto-Reporter.net findet die junge Zielgruppe in den USA VW´s gesamten Markenauftritt durchaus ansprechend:

„Die auf junge Kunden zielende Werbekampagne von Volkswagen in den USA scheint zu fruchten: In der so genannten Generation Y, junge Erwachsene zwischen 21 und 27 Jahren, rangiert die Wolfsburger Marke als einziger Autohersteller als „Trendsetting Brand“, also als Trend setzende Marke. In einer Rangliste der einzigen Tageszeitung für Mode, „Women´s Wear Daily“, kam das Unternehmen auf den zwölften Platz. Ganz vorn rangiert Apple.“ (Quelle: Auto-Reporter.net)

– VW vor BMW, vor Mercedes, vor Porsche, nicht schlecht…
Klar, dass solche Erfolge kopiert werden inspirieren:

Aber nicht an die US-Originale heranreichen. Wobei, den hier finde ich irgendwie cool:

Ausstellung zeigt 1-Liter-Auto von VW

„Es hat einige Zeit gedauert, doch endlich hat die weltberühmte Machbarkeitsstudie von Volkswagen ihren Platz gefunden: Der „VW-1 Liter“, so die Bezeichnung für das sparsamste Automobil aus dem Hause Volkswagen, ist ab sofort in der Ausstellung „Mobilität der Zukunft“ des Museum AUTOVISION zu sehen. Dort hat man eigens eine Plattform geschaffen, die es erlaubt, das Fahrzeug mittels verspiegeltem Podest gleichzeitig von allen Seiten bestaunen zu können. Zudem zeigen zwei Multimedia-Shows erstmals öffentlich neben zahlreichen technischen Infos und Grafiken Originalaufnahmen von der Rekordfahrt des „VW-1 Liter“, der auf 100 km weniger als 1 Liter Dieselkraftstoff benötigt.“ [Quelle: Museum-Autovision.de]

BTW: vor kurzem hatte VW angekündigt, mittelfristig wieder ein ähnliches Fahrzeug zu bauen…

VW Fox und Krombacher: "Drive The Dragon!"

cab_fox_front.jpg

Volkswagen und die Brauerei Krombacher haben sich zur „Cab-Fox-Aktion“ zusammen getan. Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Möglichkeit, einen von 1.000 VW Fox in fresher „Cab“-Beklebung zu günstigen Konditionen leasen zu können.

Bei Horizont.net erfährt man:

„Die Krombacher Brauerei will mit ihrem Bier-Mix Cab jungen Menschen den Traum vom eigenen Auto erfüllen. Teilnehmer, die mindestens 18 Jahre alt sind und einen Führerschein haben, können sich um einen der 1000 VW Fox von Volkswagen bewerben. Das Modell wird als Privat-Leasing zu vergünstigten Konditionen angeboten – laut Unternehmen liegt die Ersparnis bei über 60 Prozent im Vergleich zu einem herkömmlichen Leasingangebot.“

Als zentrales Kommunikationsinstrument dient dazu die Site cab-fox.de. Dort können sich Interessierte und Fans zweifelhaft schmeckender Alkohol-Limonade (fällt „Cab“ eigentlich schon unter den Sammelbegriff „Alcopop?)  nicht nur über die Aktion informieren, sondern Teil der Anonymen Alkoholiker Cab-Community werden:

„Außerdem: Zieh Dir die coolsten Bilder anderer Mitglieder, flirte per Dragon Message oder mach einfach mal im Forum eine Ansage und diskutier die heißesten Themen – rund um die Uhr!“ (cab-fox.de)

An und für sich ist das ganze eine interessante Idee. Allerdings ist die Verbindung „Alkohol-Autofahren“, gerade wenn Fahranfänger im Spiel sind, immer problematisch.
Und die Tatsache, dass diese Kooperation zu einer Zeit gestartet wird, in der die Länder  ein totales Alkoholverbot für Fahranfänger fordern, darf meiner Meinung nach durchaus als unglücklich bewertet werden…

Immerhin findet sich auf der Website die Rubrik „Safety“. Ein gutgemeinter Ansatz, wenngleich er etwas seltsam rüberkommt, bei Tipps wie:

„Vorfahrt achten. Sonst kracht´s und gibt ne Menge Ärger.“

Volkswagen demnächst mit Bluemotion-Öko-Kampagne

Laut einer News des Online-Werbemagazins WuV entwickelt VW zurzeit eine Öko-Kampagne. Im Mittelpunkt soll wohl der neue Passat Bluemotion stehen. Verständlich: denn gerade mit größeren, umweltfreundlichen Limousinen kann man sich als innovativer Hersteller profilieren.

„Mit der Kampagne soll Bluemotion als Umwelt-Gütesiegel für das jeweils sparsamste Modell einer Baureihe etabliert werden. Blue – Blau ist auch die VW-Farbe – steht dabei für Wasser und Luft, Motion für Mobilität. Start des Auftritts ist Mitte/Ende Mai.“ (Quelle: Wuv.de)

vw-passat-bluemotion-2.jpg

Branded Entertainment vs. Klassische Werbung

Gestern abend habe ich einen Fachbeitrag von Jean-Remy von Matt (Inhaber und Gründer der renommierten Werbeagentur Jung von Matt) zur Kommunikationspolitik im Automobilmarketing (im Buch „Markenmanagement in der Automobilindustrie„) gelesen.

Jean-Remy von Matt (*1) schildert darin eine interessante Theorie:

„Ich glaube an die Theorie des Siegerpodestes: Sie bezeichnet eine Tendenz, die man auch in der Marktforschung oft wiederfindet. Nämlich, dass nur die drei besten TV-Spots eines Werbeblocks, nur die drei besten Anzeigen einer Zeitschrift und nur die drei besten Plakate einer Autofahrt erinnert werden.
(…) Schon die Nummer vier gehört zum tragischen Club der Vergessenen.“

Hm. Ich kann mich ehrlich gesagt an keinen einzigen Werbespot von gestern erinnern. Ich persönlich zappe fast immer weg oder hole mir einen frischen Drink (oder bringe diesen wieder weg).

Die drei besten Anzeigen einer Zeitschrift…? Schwer, wenn direkt die ersten zwölf Seiten (noch vor dem Inhaltsverzeichnis) mit doppelseitigen Anzeigen vollgestopft sind. Die „Men´s Health“ ist zum Beispiel so ein Fall. Ansonsten überblättere ich 99 % der Anzeigen. Eventuell erinnere ich mich später an die beste. Aber auch nur vielleicht.

Und an die „drei besten Plakate einer Autofahrt“ erinnern? Sorry, aber beim Autofahren habe ich besseres zu tun, als mir die drei tollsten Plakate zu suchen. Wenn ich mal auf eines aufmerksam werde (vielleicht mal an der Ampel), dann ist das meistens nicht so spitze, dass ich es sofort abspeichere.

Dass potenzielle Kunden (gerne auch Konsumenten genannt) verstärkt allergisch auf herkömmliche Werbung reagieren, sollte sich eigentlich langsam herumgesprochen haben. Trotzdem wird noch nicht allzu sehr auf diese Entwicklung reagiert.

Zwei Automobilhersteller haben – im Gegensatz zur klassischen Brecheisen-Werbung – einen sehr viel feineren Weg gefunden, auf sich aufmerksam zu machen und ihre Marke „aufzuladen“ und zu emotionalisieren.

Entsprechend des „Marketeasing-Ansatzes“ von Werbe-Profi Bernd Röthlingshöfer haben VW und Opel zwei Kommunikationsmaßnahmen kreiert, die den Kunden die Freiheit lassen, „sich auf Ihre Werbung einzulassen oder nicht“. Nach Bernd Röthlingshöfer müssen diese so interessant, unterhaltend und anders sein, dass sie die Kunden anziehen, einbeziehen und zu Botschaftern des Unternehmens machen.

Während VW mit dem Schlämmerblog zwar sehr erfolgreich war, allerdings kaum wirkliche Markenerlebnisse vermittelte, geht Opel mit seinem OPC-Race Camp einen viel offensiveren Weg, der ganz nebenbei eine lange vernachlässigte, trotzdem traditionell vorhandene, Opel-Motorsport-Fan-Community auf einen Schlag reanimiert.

Die Idee, an einem ernstzunehmenden Rennfahrer-Casting teilzunehmen, fanden 18.500 Damen und Herren fast jeden Alters so interessant, dass sie sich anmeldeten. In einem Qualifikationsprozess von mehreren Runden (unter anderem im Opel-Testzentrum in Dudenhofen und auf der Nürburgring-Nordschleife) werden von Rennfahrer Manuel Reuter und seinem Team acht talentierte Piloten herausgefiltert, die – entsprechend vorbereitet – 2008 in zwei Werks-Opel Astra OPC das 24h-Rennen am Nürburgring bestreiten sollen.

Meiner Meinung trifft der Begriff „Branded Entertainment“, der in Martin Oettings Blog ConnectedMarketing gefallen ist, auf dieses ambitionierte Event viel eher zu, als auf VW´s – anfangs versteckte – Werbung mit dem Schlämmerblog. Denn hier ist die Marke Opel wirklich erleb-, und vor allem erfahrbar.

opc-race-camp-astra.jpg

Die Möglichkeit, Opels sportlichste Automodelle (Astra OPC und Renn-Corsa OPC) am Limit zu bewegen und die Chance, sogar eine Rennfahrerkarriere starten zu können, kam jedoch nicht nur bei Opel-Fans an. Sämtliche Auto-Foren berichten vom OPC Race Camp, sogar Fan-Foren zu anderen Fabrikaten zeigen sich durchaus erfreut. Bemerkenswert das Zitat eines BMW M5-Fahrers:

„Was man nicht alles macht, wenn man beim OPC Race Camp dabei sein möchte. Da merkt man halt, dass ich auch ein Stück Opel in meinen Erbanlagen habe.“

Auf diese Weise werden verschiedene Communities zu freiwilligen Botschaftern der Marke, wie beispielsweise von Werbeblogger Patrick Breitenbach auf dem Buenalog beschrieben.

opc-race-camp-1.jpg

Jetzt liegt es an Opel, das OPC Race Camp weiter bekannt zu machen und die Erlebnisse der zunächst 500 Auserwählten für einen größeren Kreis erlebbar zu machen. Dazu dient zum einen Manuel Reuter´s Roadbook auf der OPC-Website und zum anderen das neue OPC-Blog, an dem meine Wenigkeit (im Rahmen meiner Diplomarbeit) auch beratend bis aktiv beteiligt ist. Ganz nebenbei 😉 gibt´s natürlich auch noch Berichterstattung in den klassischen Medien, wie zum Beispiel in der Autobild oder im Deutschen Sport Fernsehen (DSF).
(*1) Das ist übrigens auch der Mann, der Blogs, wie zum Beispiel dieses hier, seinerzeit als Klowände bezeichnet hat.

“Horst Schlämmer hat Golf”

Tätäää: Hape Kerkeling Horst Schlämmer hat seinen Führerschein.

kerkeling-fuehrerschein_large.jpg

Aber weil das Werbe-Blog für VW so gut läuft (3,6 Millionen Page-Impressions auf schlaemmerblog.tv und 2,8 Millionen Video-Views in vier Wochen!) ist natürlich nicht Schluss.

Auf dem Schlämmerblog (neuer Name : schlaemmerhatgolf.tv) erfahren wir von Schlämmer´s Praktikantin Valerie:

„Viele von Ihnen/euch haben gefragt, wie und ob es hier weitergeht. Ich kann versprechen: es ist noch nicht Schluss!!! Herr Schlämmer hat noch etwas großes vor, sagt er. Es hat irgendetwas damit zu tun, dass er dann nicht mehr Single ist. Genau weiß ich aber nicht was

Ich kann ihr helfen. Es hat mit dem VW Golf zu tun. 😉
Oder um´s mit Horst Schlämmers Worten zu sagen:

„So, Schätzelein. Und jetzt kommt der Klopper!“

Auf der Website des Werbe-Magazins WuV erfährt man:

„Sollten sich auch hier die Zahlen zufriedenstellend entwickeln, wird Horst Schlämmer die digitale Welt verlassen. Hape Kerkeling könnte dann in die nationale VW-Werbung integriert werden und zusätzlich eine werbliche Präsenz im Autohandel bekommen.“

Horst, übertreib´ es nicht…