Weil der deutsche Automarkt zurzeit immer noch extrem schwächelt, müssen die Auslandsmärkte für gute Laune in den Chefetagen der Auto-Hersteller sorgen. Aktuelles Beispiel: die USA. [Weiterlesen…]
Deutsche Hersteller geben in den USA weiter Gas
Probefahrten bei Audi? Eher virtuell…
Wie wir vor kurzem berichteteten ist es manchmal schwer bei Opel eine Probefahrt zu vereinbaren.
Einen anderen Weg geht Audi. Virtuell eine Traumroute planen und diese dann mit ein wenig Glück mit dem kommenden A4 selbst erkunden. [Weiterlesen…]
Audi TV: Automobilhersteller mit eigenem Fernseh-Kanal im Internet
Audi hat nach BMW seinen eigenen Fernsehkanal im Internet gestartet. „Audi tv beleuchtet die Welt der vier Ringe aus außergewöhnlicher Perspektive und lässt die Zuschauer an unserer vielfältigen Marke teilhaben“, beschreibt Ralph Weyler, Vorstand Marketing und Vertrieb, den Charakter von Audi tv.
Aus einer Audi-Pressemitteilung:
„Den Zuschauern wird ein breites Spektrum an spannenden und informativen Beiträgen aus den Bereichen Kultur, Sport, Lifestyle und Automobiltechnik geboten. Selbst produzierte Magazin-Sendungen in HDTV-Qualität und im Format 16:9, die von Moderatoren 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche präsentiert werden. Neben festen Programmzeiten für die aktuellen Sendungen im „Live“-Kanal, kann sich der Zuschauer auch über vier „on demand-Kanäle“ themenspezifische Beiträge ansehen, wann immer er will. „Audi tv ist für uns ein innovativer Kommunikationskanal, der sich als Fernsehsender versteht, der dem steten Zusammenwachsen von klassischem Fernsehen und Internet Rechnung trägt“, sagt Hans-Christian Schwingen, Leiter Marketing-Kommunikation bei Audi.“
Ich habe gerade mal „reingezappt“ und muss sagen, dass das echt gar nicht mal schlecht aussah.
Werbeblogger Patrick Breitenbach hat sich der Sache angenommen und eine Schnellkritik vorgenommen. Patrick sieht vor allem Versäumnisse, was das Ausnutzen der gerade im Internet möglichen Pull-Marketing- und Verbreitungspotenziale angeht:
1. Der Content ist nicht streufähig (keine Einbettung in Fanseiten, Foren und Blogs möglich. Damit auch kein Potenzial für eine mögliche Multiplikation auf dem digitalen Mundpropaganda-Kanal)
2. Die Technik stützt sich auf den schwerfälligen Windows-Media-Player oder Quciktime. Wieso kein Flash?
3. Wieso überhaupt noch “Live-Sendezeiten-Schema”, wenn man “on-demand” schon mit anbietet. Völlig überflüssig.
4. Es fehlt die Dialogfunktion. Warum nicht mit anderen über das Format austauschen und somit die Möglichkeit einer gemeinsamen Formatgestaltung anbieten? Würde Bindung schaffen (vgl. interaktives TV).
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Sicherlich ist da noch Luft nach oben, aber für einen gerade gelaunchten Internet-Sender kann sich das durchaus sehen lassen.
Ferrari, Lamborghini, Pagani, … Gumpert!
Die schönsten und schnellsten Supersportwagen der Welt kommen aus so klangvollen Orten wie Maranello, St. Agatha, San Cesario sul Panaro – und aus Altenburg in Thüringen!
Eben dort haben sich 2002 drei überaus fähige Persönlichkeiten der deutschen Automobillandschaft zusammen getan:
– Roland Gumpert (Gumpert-Geschäftsführer, in den 70er und 80er Jahren bei Audi maßgeblich an der Entwicklung des Quattro-Allradantriebs beteiligt und als Audi-Sportchef verantwortlich für die Rallye-Erfolge in der berühmt-berüchtigten legendären Gruppe B),
– Uwe-Norbert Bleck (Technischer Direktor bei Gumpert, vorher langjähriger Entwicklungsingenieur und schließlich Leiter für Fahrdynamik bei Audi),
– Roland Mayer (Chef der Tuningschmiede MTM)
Das Ergebnis: die „Gumpert Sportwagenmanufaktur“ und der Gumpert Apollo, ein echter Supersportwagen, der es in der Tat in sich hat.
„Mit überragender Fahrleistung und maximaler Fahrdynamik auf höchster Ebene sprengt er jede Erwartung. Ein puristischer Sportwagen mit Rennperformance“
… so die durchaus selbstbewusste Einschätzung bei Gumpert.de.
Das glaubt man auch sofort: das Mittelmotor-Heckantrieb-Konzept verspricht ideale Gewichtsverteilung und exzellente Kurveneigenschaften. Der 650 PS Bi-Turbo Achtzylinder-Motor dürfte auch kein Problem haben, die geringe Masse von 1.100 Kilogramm (Leistungsgewicht lediglich 1,8 kg/PS!) in passable Geschwindigkeitsbereiche zu katapultieren. Zahlen gefällig? Bitteschön:
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,0 Sekunden
Beschleunigung von 0 auf 200 km/h in 8,9 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 360 km/h
Grundpreis: ab 174.000 EUR
Für Kunden, die nach noch mehr Leistung, noch höheren Kurvengeschwindigkeiten und noch mehr Exklusivität gieren, bietet die Marke mit dem Greif im Wappen demnächst (Premiere auf dem 77. Genfer Automobilsalon) eine Sport(!)-Version an.
Dieser Rennwagen mit Straßenzulassung bietet dann 800 PS, ein erweitertes Aerodynamikpaket (inklusive martialischem Rennflügel), eine sportlich-elegante Alcantara-Ausstattung, Klimaanlage, CD-Player, Navigationssystem und Rückfahrkamera. Leider wuchs dementsprechend auch das Gesamtgewicht auf 1.220 kg. Bei 800 PS allerdings kein nennenswerter Nachteil…
Sportliches Auto, sportlicher Preis: 295.500 EUR zzgl. Mehrwertsteuer.
Nachtrag, 28.02.2007:
Für alle, die den apollo laut und in Action sehen wollen, hier ein rasantes Video!
Toyota nutzt CO2-Diskussion geschickt zur eigenen Profilierung
Manchmal ist es so einfach.
Da steht dank CO2-Problematik auf einmal so ziemlich die ganze Automobilbranche mit dem Rücken zur Wand. Während vor allem bei den deutschen Herstellern erst einmal „Krisenmanagement für Fortgeschrittene“ auf der Agenda stand, nutzt Toyota die Diskussion als Steilvorlage.
Nach dem, sagen wir mal: „markigen“ Appell der Grünen-Fraktionschefin Renate Künast, „Kauft Hybrid-Autos von Toyota“, bemühte sich Toyota um eine reichweitenstarke Kooperation mit der Bild-Zeitung. Ziemlich zeitnah konnten wir dann auf der Titelseite der Bild das Ergebnis dieser Kooperation bewundern: eine Tauschaktion, bei der man einen von 104 Toyota Prius gewinnen kann.
Quelle: BildBlog.de
Während das BildBlog (eventuell zu Recht…) die Aktion wegen vermeintlicher Schleichwerbung kritisiert, muss man Toyota lassen, extrem auf Zack gewesen zu sein, und somit sein Image um sicherlich einige weitere Pünktchen aufpoliert zu haben.
Und heute morgen las ich in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, dass Toyota sogar noch einen draufgesetzt hat, indem man Frau Künast einen Prius als Dienstwagen anbot. Auch diese Meldung dürfte dann wohl durch die Medien gehen.
2:0 für Toyota.
Daran schließt sich direkt die Frage an: „Haben die Deutschen wieder gepennt?“ Schließlich hat man beispielsweise mit dem Smart CDI, dem VW Polo Blue Motion und dem Audi A3 drei sehr umweltfreundliche Autos im Portfolio. Aber bis auf ein paar halbherzige Pressemitteilungen wird diese Tatsache bisher kaum kommuniziert.
Es würde mich nicht wundern, wenn Toyota bei der nächsten Umfragerunde des ADAC automarxX als umweltfreundlichste Marke hervorgehen sollte…
Sport-Hype in der Autoindustrie. Oder: “Vans in Rennanzügen”…
Man wähnt sich schon manchmal auf der Rennstrecke, so sportlich positionieren sich die Automobilhersteller seit einiger Zeit.
„Sports Utility Vehicle“, „Sport-Van“, „Sport-Kombi“ – kaum eine Variante, die man nicht mit Macht versportlichen könnte.
Als Vorbilder dürften vermutlich der M3 von BMW und in zweiter Konsequenz der RS4-Kombi von Audi gedient haben.
Aber zurück zum aktuellen Geschehen: man kennt es ja aus dem Toyota Avensis Spot: auf die Leistung kommt es an. In diesem Falle sind es 177 PS, der Kenner genießt und schweigt, während Frau sich mit den unwichtigen Details aufhält).
Das wissen natürlich auch die Mannen aus Wolfsburg und bringen demnächst den Familienkombi Passat als R36 mit 300 PS. Die Tatsache, dass Seat ursprünglich als günstige gemein-sportliche Marke im Konzern positioniert wurde, muss man außerdem im Nachhinein wohl als Fehler ansehen, wenn sämtliche Modelle von VW und Skoda (Fabia RS, Octavia RS) auch als Sport-Modelle angeboten werden.
Weiter zu Ford: da gibt´s ja den ziemlich gehypten S-Max, Paradebeispiel für den Sport-Van schlechthin. Das durchaus gelungene, aggressive Design, gepaart mit adäquater Leistung und dem praktischen Nutzen eines Vans kam vor allem in der Fachwelt an. Zitate a la „Ein Van im Rennanzug“, (Auto-Bild) und „Im S-MAX steckt ein Stück Porsche“, (Auto Straßenverkehr) eignen sich natürlich auch hervorragend für eigene Printanzeigen und werden dementsprechend gern dafür genutzt…
Im Juli 2007 kommt übrigens der neue Mondeo. Konsequenterweise weist dieser auffallend viele Stilelemente des S-Max auf. Warum auch nicht?
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben haben wir auch noch Opel, die nahezu alle Modelle (sogar den Meriva!) als OPC-Version, sprich heiß gemacht, anbieten. Ich weiß zwar nicht, wer einen vom Konzept her extrem unsportlichen Meriva, der sicherlich seine Qualitäten hat, als Kleinstsportwagen will. Opel wird sich allerdings etwas dabei gedacht haben. Bleibt zumindest zu hoffen.
Standard-Rezept (Ausnahmen bestätigen die Regel): man nehme eine x-beliebige Plattform (es ist ja mittlerweile völlig egal, wie ungeeignet diese ist), schraube einen leistungsfähigen Motor (oft aus dem Regal eines anderen Herstellers) drauf und würze das Ganze mit einer halbwegs sportlichen Karosserie, oder zumindest Anbauteilen, die bei gewissen Zielgruppen als sportlich gelten.
Stellt sich nur die Frage, ob man sich so noch vom Wettbewerb differenzieren kann, wenn selbst die bravsten Hersteller plötzlich mit den sportlichsten Geschossen um die Ecke brettern. Um es mit Ford´s Worten zu sagen: „Feel the difference“…




















