Tödlicher Unfall mit autonom fahrenden Tesla Model S

Das, wovor Skeptiker der Technologie des Autonomen Fahrens schon lange gewarnt haben, ist eingetreten: In den USA gab es einen tödlichen Unfall mit einem autonom fahrenden Tesla Model S. Derzeit untersucht die amerikanische Verkehrsaufsicht, die National Highway Transport Safety Administration (NHTSA), ob der Autopilot wie vorgesehen funktioniert hat. Alle bisher bekannten Details zu dem tragischen Crash gibt es hier für euch.

Bei einem Unfall in den USA mit einem autonom fahrenden Tesla Model S kam jetzt erstmals ein Mensch ums Leben. Das bedeutet zwar einen Rückschlag für den Elektroautopionier, wird aber sicher nicht das Ende der Forschungen auf diesem Gebiet sein. Wie erst jetzt bekannt wurde, stieß bereits am 07. Mai 2016 ein Computer-gesteuerter Tesla Model S mit dem Anhänger eines Lastwagens zusammen. Bei diesem Unfall kam der 40-jährige Joshua D. Brown aus dem US-Bundesstaat Ohio ums Leben. Zum Unfallhergang schrieb das Unternehmen in einem Beitrag in seinem Firmenblog: „[…] Weder der Autopilot noch der Fahrer haben die weiße Seite des LKW-Anhängers im hellen Gegenlicht der Sonne erkannt, so dass es keine Auslösung der Bremse gab. Die Höhe des Anhängers in Verbindung mit dessen Position auf der Straße und den extrem seltenen Umständen führte dann dazu, dass das Model S unter den Anhänger fuhr, wobei der untere Teil des Trailers die Windschutzscheibe des Model S zerstörte. […]“

Tesla-Model-S-2016-01

Derzeit hat die amerikanische Verkehrsaufsicht, die National Highway Transport Safety Administration (NHTSA), eine Untersuchung eingeleitet, in der erforscht werden soll, ob der Autopilot überhaupt funktionierte. Dabei werden alle damals aktivierten Fahrerhilfen unter die Lupe genommen. Sollte die Untersuchungskommission zu dem Schluss kommen, dass das Auto unsicher ist, so würde ein bis zu 25.000 Tesla Model S betreffender Rückruf eingeleitet. Allerdings hat Tesla betont, dass sich die Software noch in der Beta-Phase befände und es sich damit nicht wirklich um ein selbstfahrendes Auto handelt. Vielmehr werden die Fahrer vor jeder Fahrt darüber informiert, stets den Überblick zu behalten und nie die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Doch unabhängig vom Ausgang der Untersuchungen der NHTSA dürfte nun wieder die Diskussion über die Sicherheit selbstfahrender Autos neu aufflammen. Wie steht ihr zu diesem Thema?

Bilder: © Tesla Motors

Kommentare

  1. Marian meint:

    Wie man sieht sind Fehler nicht nur menschlicher Natur.

  2. TeslaFahrer meint:

    Tesla hat natürlich kein Auto, das autonom von einem Punkt zum anderen kommt. Es ist ein ganz normaler Spurhalteassistent so wie er bei vielen Autos von BMW, Audi, Porsche,… auch bereits eingesetzt wird. Die Botschaft im Stil eines amerikanischen Marketings wurde überspitzt und dadurch dass der Fahrer über lange Strecken seine Hände nicht am Lenkrad haben muss bekommt er das Gefühl, dass das Auto wirklich alleine fahren kann. Das kann es nicht.

    Es reicht nicht aus, dass man in die Gebrauchsanweisung scheibt „Der Fahrer muss das Fahrzeug weiter kontrollieren“. Es muss auch im Bedienablauf deutlich gemacht werden. Das ist auch ein Versäumnis der Zulassungsbehörden in USA und in Europa, die sowas genehmigen.

    Ich hatte mit meinem Tesla eine Schulung mit 16 Fahrschullehrern zu Assistenzsystemen im Auto durchgeführt. Jeder durfte dann mit dem Tesla auch selbst austesten was geht und wo die Grenzen sind. Das war auch für mich eine lehrreiche Aktion mit neuen Erkenntnissen.

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