BMW & Daimler: Kooperation beim induktiven Laden von Elektroautos

BMW_induktives Laden_2014_01Nachdem Toyota schon seit längerer Zeit an einem Konzept zum induktiven Laden von Elektroautos tüftelt, haben nun offenbar auch die beiden großen, deutschen Volumenhersteller BMW und Daimler begriffen, dass man es den Kunden so einfach wie möglich machen sollte, wenn man sie vom Kauf eines Stromers überzeugen möchte. Dank der Kooperation will man nun eine einheitliche Technologie entwickeln, bei welcher der Kabelsalat endlich der Vergangenheit angehört. Wie das kabellose System mit zwei Komponenten genau funktioniert, erklären wir euch hier.

BMW will seiner Vorreiterrolle bei der Elektromobilität offenbar weiter gerecht werden und hat jetzt eine Kooperation beim induktiven Laden von Elektroautos mit Daimler angekündigt. Dadurch will man nicht nur die Zeit bis zur Serienreife des Systems insgesamt verkürzen, sondern man will auch die Zeit für einen Ladezyklus deutlich verringern. Das neue System besteht aus zwei Komponenten: Einer Primärspule, die zum Beispiel auf dem Boden einer Garage untergebracht werden kann und einer Sekundärspule, die fest im Fahrzeugboden installiert wird. Bei beiden Bauteilen hat der Hersteller auf eine kompakte Wicklung geachtet, die das Magnetfeld begrenzt. Das Laden zwischen beiden Spulen geschieht dann durch ein magnetisches Wechselfeld.

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Bei der Ladeleistung ohne Kabel gibt BMW 3,6 kW an und beim Wirkungsgrad will man mehr als 90 Prozent erreichen. Mit dieser Ladeleistung könnte man laut der Pressemitteilung eine Hochvoltbatterie in weniger als 3 Stunden vollständig laden. Der künftige Technologie-Standard soll auch die Möglichkeit zur Erhöhung der Ladeleistung auf 7 kW bieten.

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Damit das Laden auch vom Wohnzimmer aus überwacht werden kann, werden der Ladezustand der Batterie und die bis zur vollständigen Aufladung verbleibende Zeit per App auf das Smartphone übermittelt. Eine WLAN-Verbindung zwischen dem Auto und der Ladestation soll dabei helfen, das Auto in die beste Position für das Aufladen zu bringen. Sobald der Wagen perfekt ausgerichtet ist, kann der Ladevorgang dann über einen simplen Knopfdruck im Auto gestartet werden. Das induktive Laden testen beide Hersteller zurzeit mit verschiedenen Prototypen: BMW mit einem i8-Versuchsträger und Mercedes mit einer S-Klasse.

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Bilder: © BMW Group

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