Dem größten Autobauer der Welt droht eine Rekordstrafe in den USA aufgrund der jüngsten Pannenserie. Wie das US-Verkehrsministerium in Washington am Dienstag erklärte, fordert die US-Regierung von Toyota einen Schadenersatz von fast 16,4 Millionen US-Dollar (umgerechnet gut 12,3 Millionen Euro). Grund hierfür: Toyota habe die Regierung mindestens vier Monate lang nicht über die gravierenden Sicherheitsmängel informiert. Dies sei eine Pflichtverletzung. Besonders gravierend sei das Schweigen hierbei, da das Unternehmen gewusst habe, dass die Schwierigkeiten an den Brems- und Gaspedalen ein hohes Risiko für die Kunden darstellte. Der japanische Autohersteller musste wegen diesen Problemen in den vergangenen Monaten weltweit rund neun Millionen Fahrzeuge zurückrufen – gut zwei Drittel davon in den USA.
Unterdessen wurde bekannt, dass Toyota eine nächste Rückrufaktion gestartet hat. Dieses Mal sind 13.000 Fahrzeuge in Südkorea betroffen. Grund sind erneut die lockeren Fußmatten. Betroffen sind die Modelle Lexus ES350, Camry und Camry Hybrid. Bei den Wagen können die Matten verrutschen und das Gaspedal einklemmen. Nach Angaben von Toyota handelt es sich hierbei um einen freiwilligen Rückruf. Mit dem Rückruf will Toyota eventuellen Unfällen bereits vorbeugen.
Auch das koreanische Unternehmen Hyundai kündigt an, eine Rückrufaktion zu starten. Betroffen ist die Mittelklasse-Limousine Sonata. Anlass für den ab März beginnenden Rückruf sind Probleme mit Türschlössern an Fahrzeugen, die zwischen Dezember 2009 und dem 14. Februar 2010 im amerikanischen Werk in Alabama hergestellt wurden – nach Angaben des Herstellers sind davon in Fernost rund 46.000 Fahrzeuge, in den USA rund 1.300 Fahrzeuge betroffen – ob das Problem auch Fahrzeuge betrifft, die auf dem europäischen Markt verkauft wurden, ist nicht bekannt.
Nach zwei großen Rückrufaktionen von Toyota für einige Modelle ruft nun der ebenfalls japanische Hersteller Honda mehrere Modellreihen aus den Jahren 2001 und 2002 zurück. Hintergrund sind fehlerhafte Airbag-Auslöser, die einen so hohen Druck aufbauen, dass ihr Gehäuse beim Auslösen zerbersten und Insassen durch umherfliegende Teile verletzt werden können. Bereits 2008 und 2009 hatte Honda deshalb mehr als 500.000 Fahrzeuge auf dem US-Markt zurückgerufen. Von der neuen Rückrufaktion sind rund 430.000 Fahrzeuge in Japan, den USA und in anderen Ländern betroffen. Europäische Modelle sind von dem Fehler nicht betroffen – einzig Direktimporte aus den USA müssen zurück in die Werkstätten. Die Halter werden in den kommenden Tagen direkt angeschrieben.










