Sechs Mythen über CNG-Autos: Seat klärt zu Erdgas-Fahrzeugen auf

So richtig wollen CNG-Autos bei uns einfach nicht in Schwung kommen. Auch wenn sie eigentlich so sparsam wie ein Benziner fahren, äußerst günstig im Unterhalt sind und zudem noch deutlich umweltschonender sind – bei den Kunden bleiben sie meist in den Überlegungen zu einem Neuwagen außen vor. Das will die spanische VW-Tochter nun ändern und so klärt Seat jetzt sechs Mythen zu Erdgas-Fahrzeugen auf.

Da muss man doch etwas tun, dachten sich die Experten bei der spanischen VW-Tochter und klären nun gleich sechs Mythen über CNG-Autos auf. Bei Seat will man den Erdgas-Fahrzeugen mehr Marktanteile einräumen, denn die Angst vor dem alternativen Antrieb ist ihrer Ansicht nach unbegründet. Ein Erdgas-Auto ist günstiger im Unterhalt und ebenso sicher und leistungsstark wie Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Und trotzdem ranken sich um die mit komprimiertem Erdgas (CNG) betriebenen Fahrzeuge diverse Mythen, die Andrew Shepherd, Leiter der Abteilung CNG-Produkte bei dem spanischen Autobauer, nun endlich einmal entkräften möchte.

SEAT_CNG_Autos_2018_01

Mythos #1: Das Fahrgefühl ist nicht das Gleiche

Shepherd ist der Meinung, dass sich ein Erdgas-Auto genauso fahren lässt wie jeder andere konventionell angetriebene PKW auch. Er sagte: „Das Fahrgefühl ist identisch, da Gasmotoren ebenso leistungsfähig wie Diesel- oder Benzinmotoren sind.“

Mythos #2: Die Gastanks sind viel zu unsicher

Der Gastank in einem modernen CNG-Fahrzeug muss einem Druck von rund 400 bar standhalten, wobei bei Seat nur ein Innendruck von 200 bar anliegen soll. Ebenfalls falsch sei die Annahme, dass sich das Gas beim Austritt verflüssigen und das es gefrieren könnte. Shepherd sagte dazu: „Die Außentemperatur müsste unter 160 Grad Minus betragen, damit sich Erdgas verflüssigt.“ Er ergänzte zudem, dass die CNG-Fahrzeuge „mit einem Sicherheitsventil ausgestattet sind und im unwahrscheinlichen Fall eines Feuers das Gas auf kontrollierte Weise an die Außenluft abgegeben wird. Dadurch wird verhindert, dass das Fahrzeug Schaden nimmt.“

SEAT_CNG_Autos_2018_02

Mythos #3: Bei kritischer Schadstoffbelastung kann man nicht mehr in die Städte fahren

„Die CNG-Fahrzeuge von SEAT haben alle eine grüne Umweltplakette, daher können sie auch gefahren werden, wenn die Zufahrt zu Innenstädten wegen zu hoher Schadstoffbelastung nur eingeschränkt möglich wäre. Darüber hinaus erhalten die Eigentümer dieser Modelle bestimmte Vorteile, wie beispielsweise Steuererleichterungen und oftmals Tankgutscheine lokaler Energieversorger.“

SEAT_CNG_Autos_2018_03

Mythos #4: Mit einem leeren Gastank geht nichts mehr

Auch das ist falsch, denn die Fahrzeuge verfügen neben dem Tank für das Erdgas auch noch über einen Tank für Benzin, wobei die Umschaltung für den Fahrer nicht spürbar sein soll und automatisch erfolgt. Shepherd sagte dazu: „Der Fahrer kann seine Fahrt ohne Stopp fortsetzen. Eine Anzeige im Kombiinstrument weist darauf hin, dass das Auto mit Benzin fährt.“ Erdgasfahrzeuge können so leicht eine Reichweite von bis zu 1.300 Kilometern erreichen. Auch eine Fehlbetankung ist auf Grund der unterschiedlichen Einfüllstutzen ausgeschlossen.

SEAT_CNG_Autos_2018_04

Mythos #5: Die Anschaffung ist noch viel zu teuer

Im direkten Vergleich zu einem Diesel-Modell ist ein CNG-Fahrzeug deutlich günstiger. Und auch beim Tanken lassen sich „Einsparungen von 30 Prozent im Vergleich zum Diesel und 55 Prozent im Vergleich zu Benzinern erzielen“. Shepherd weist zudem darauf hin, dass „eine Tankfüllung nur rund 13 Euro kostet“.

Mythos #6: Der Wartungsaufwand ist viel zu hoch

„Es stimmt nicht, dass Zündkerzen oder Filter häufiger ausgetauscht werden müssen“, sagt der Seat-Experte. Der einzige wirkliche Unterschied liegt in der Prüfung der Dichtigkeit der Gasanlage in einer Fachwerkstatt, die vor jedem TÜV-Termin stattfinden muss.

Bilder: © Seat

Neue Tests und Fahrberichte:

Nokian-Tyres_Offroad__E45A5643

Robust und Leistungsfähig: Nokian Sommerreifen für Offroader und SUV

Mit drei Produktlinien für allradangetriebene Fahrzeuge richtet sich Nokian Tyres an die speziellen Anforderungen von SUV, Geländewagen und Pickups. … [Weiter]

Nokian-Tyres_Mika-Häkkinen__E45A4012

Mit Nokian Tyres und Mika Häkkinen auf dem Red Bull Ring

Reifen sind eine Wissenschaft für sich – nicht nur im Motorsport. Den unscheinbaren Gummis sieht man das viele Knowhow und die Entwicklungsarbeit von … [Weiter]

Volvo XC60 R Design

Volvo XC60 R Design – Cooler Schwede im Fahrbericht

Der neue Volvo XC60 zählt zu den Premium-SUV im Mittelklasse-Segment. Volvo spricht dabei vom besten Volvo, den es je gegeben hat. Ob das tatsächlich … [Weiter]

Erlkönige und Insider-Stories:

ampera0_600x370

Opel fährt wieder elektrisch: 2017 kommt der AMPERA-e

Auf dem 16. Internationalen CAR-Symposium im Bochumer RuhrCongress sprach GM-Chefin Mary Barra über die Zukunft der individuellen Mobilität. Bei dem … [Weiter]

Opel-GT-Concept-298708

Opel GT Concept: puristischer Sportler wird in Genf enthüllt

„Nur fliegen ist schöner“ - so warb Opel einst für den GT. Und die Fortsetzung könnte bald folgen. Auf dem Genfer Automobilsalon im März 2016 … [Weiter]

Gerücht: Tesla Model 3 kostet nur die Hälfte des Model S

Tesla-CEO Elon Musk teilte via Twitter mit, dass das Tesla Model 3 im März nächsten Jahres präsentiert wird und dann bei einem Preis von 35.000 Dollar … [Weiter]

Neue Sportwagen:

Aston-Martin-DB11-AMR_2018_01

Aston Martin DB11 V12 AMR: Neues Flaggschiff mit 30 PS extra

Es gibt ein neues Flaggschiff in der DB11-Baureihe: Das normale Modell mit dem V12-Motor wird jetzt durch den Aston Martin DB11 V12 AMR mit 30 PS … [Weiter]

Rolls-Royce Cullinan_2018_01

SUV Rolls-Royce Cullinan: Luxus-Allradler fürs Grobe

Limousine war gestern - der aktuelle Trend, dem sich auch die englische Edel-Marke nicht verschließen kann, ist immer noch das SUV und so bringen die … [Weiter]

Lotus_Exige_Cup_430_Type_25_1.jpg

Lotus Exige Cup 430 Type 25: Happiger Aufpreis für die Sonderedition

Ab sofort gibt es die auf nur 25 Stück limitierte Sonderedition vom Straßensportler Lotus Exige Cup 430 Type 25. Der Luxussportler wird mit … [Weiter]