Genf 2013: Sparwunder VW XL1 feiert Premiere

VW_XL1_2013_01 Schon vor einigen Jahren war es angekündigt worden, jetzt feiert das Ein-Liter-Auto von Volkswagen auf dem Genfer Automobilsalon Premiere und bald rollen am Karmann-Standort in Osnabrück auch die ersten Serienmodelle dieser Kleinst-Auflage vom Band. Ziel ist es laut XL1-Projektleiter Holger Bock zunächst 50 Fahrzeuge zu bauen. Er ergänzte: „Mit ihnen wollen wir die Reaktionen der globalen Märkte testen.“ Die Großhändler auf den weltumspannenden Rohölmärkten dürften wohl schon mal nicht allzu begeistert von dem Wagen sein, denn immerhin schluckt er laut Werksangaben nur 0,89 l/100 km.

Erreicht wurde dies durch extremen Leichtbau, wodurch das Auto nur 795 kg auf die Waage bringt. Das Kohlefaserchassis ist 3,89 Meter lang, 1,67 Meter breit und nur 1,16 Meter hoch. Damit erreicht der flache Wolfsburger einen cW-Wert von 0,186. Für den Vortrieb sorgt ein Diesel-Plugin-Hybrid mit einem 0,8-Liter großen Zweizylinder-TDI und einem E-Motor. Ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sorgt für den Kraftschluss. Der Diesel bringt 48 PS auf die Straße. Zwischen dem Selbstzünder und dem DSG ist der E-Motor mit rund 27 PS geschaltet. Von 0 auf 100 km/h geht es damit in 11,9 s und bei 160 km/h wird elektronisch abgeregelt. Im vorderen Teil des Wagens ist eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 5,5 kWh verbaut, die den Wagen im rein elektrischen Betrieb immerhin 50 km lang mit Antriebsenergie versorgen soll. Der Akku kann an der Steckdose oder vom E-Motor während des Bremsens wieder aufgeladen werden. Die Reichweite soll damit bei 550 km liegen, was durchaus als alltagstauglich anzusehen ist.

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Im Gegensatz zu seinen Vorgängern kann man beim XL1 auch bequem nebeneinander Platz nehmen. Das soll die Kommunikation fördern und natürlich auch den Absatz, denn diese Sitzanordnung dürfte sich wesentlich leichter verkaufen lassen, als wenn die Passagiere hintereinander platziert wären. Auffallend sind sicherlich die Flügeltüren und die unter einer Verkleidung versteckten Hinterräder. Statt Rückspiegel gibt es Kameras und Monitore. Für die Ausleuchtung der Straße sorgen stromsparende LEDs. Auf eine Heckscheibe wurde verzichtet, auf Kofferraumvolumen aber dafür nicht. Gut, 100 l sind nicht gerade üppig, aber mit so einem Wagen tritt man ja nun auch nicht die Urlaubsreise mit der ganzen Familie nach Süd-Frankreich an. Für die nötige Sicherheit sorgen ABS und ESP. Was man für seine Liebe zur Umwelt dann auf den Tisch legen muss, wurde noch nicht bekannt gegeben.

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Bilder: ©Volkswagen

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