Dudenhöffer über die Euro-Krise, neue Märkte und Elektromobilität

Die Automobilindustrie steht nach wie vor vor massiven Herausforderungen: auf der einen Seite herrscht knallharter Verdrängungswettbewerb, den nur überleben wird, wer sein Heil entweder in der Nische sucht oder global wachsen kann. Auf der anderen Seite machen den Autobauern ungelöste Fragen in Sachen Zukunftsmobilität zu schaffen. Im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin „Markt und Mittelstand“ verrät Automobilwirtschaftsexperte Prof. Dudenhöffer seine Sicht der Dinge und die größten Probleme 2013.

Wie erwartet, dürfte die Euro-Krise auch die Automobilbranche empfindlich treffen. Dudenhöffer:

„Die Euro-Krise ist für die europäische Autoindustrie ein Drama. Und auch 2013 wird alles andere als lustig. Die Auswirkungen der Krise werden bis 2015 spürbar bleiben.“

Insbesondere Automobilhersteller mit eher regionaler oder gar hauptsächlich europäischer Ausrichtung und somit begrenzten Wachstumschancen werden laut Dudenhöffer noch mehr Probleme bekommen.

„Das betrifft den PSA-Konzern ebenso wie Fiat. Als Gewinner wird hingegen VW aus der Krise hervorgehen und in eine Monopolposition hineinwachsen. VW ist weltweit gut aufgestellt: In China hält der VW-Konzern immerhin über 30 Prozent der Marktanteile.“

Nach China und Indien kommt nach Ansicht von Dudenhöffer eine zweite Welle neuer Märkte.

„Zu den Neuen Märkten zählen vor allem viele asiatische Staaten, die in Gefolgschaft von China aufstreben – beispielsweise Indonesien, Vietnam und Thailand. Aber auch afrikanische Länder wie Südafrika oder Saudi-Arabien in Vorderasien sind hier zu nennen.“

Beim Thema „Elektromobilität“ (zu diesem Thema haben wir uns ja auch bereits ausführlichst auseinandergesetzt) fordert Dudenhöffer ein beherzteres Eingreifen der Politik. Während Unternehmen wie Evonik und BASF oder Daimler-Smart, BMW, VW und Opel ihre Hausaufgaben gemacht haben, sieht Dudenhöffer die Ministerien in der Pflicht, für die nötige Infrastruktur und Kaufanreize zu sorgen, um die Nachfrage anzukurbeln. Da scheint Enttäuschung mitzuschwingen, schließlich forschte Dudenhöffer mit seinem „Center of Automotive Research“ in Sachen E-Mobilität unter anderem auch für das Ministerium für Umwelt…

Dennoch bleiben Umweltfragen auch in Zukunft Herausforderung Nummer 1:

„Die größte Herausforderung wird das Thema Antrieb sein und der Umgang mit Treibstoffen sein. Von CO2-Reduktion über Hybrid-Fahrzeuge oder Erdgasantrieb, all das wird die Autobauer weiter beschäftigen. Die zweitgrößte Herausforderung ist das Thema der Sicherheitssysteme und damit auch die Weiterentwicklung von ICT-Lösungen, wie elektronische Bremsassistenten, Stabilitätsprogramme oder Tempomaten. Der dritte Trend, der immer wieder für die Branche relevant ist, ist der Punkt Komfort. Gerade hierüber lassen sich auch Alleinstellungsmerkmale und somit Wettbewerbsvorteile herausarbeiten.“

[Quelle: Markt und Mittelstand]

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