Fahrbericht: Opel Adam Rocks mit dem 1,0-Liter-Dreizylinder

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Der Opel Adam ist ein schickes Lifestyle-Auto und insbesondere bei der weiblichen Zielgruppe beliebt. Schließlich entfallen knackige 70 % aller Adam-Bestellungen auf weibliche Käufer, respektive Käuferinnen natürlich. Mit dem neuen, etwas herber gestylten, bulligeren und dynamischer wirkenden Opel Adam Rocks haben es sich die Rüsselsheimer zur Aufgabe gemacht, verstärkt die männliche Zielgruppe zu erobern. Die Herausforderung fängt da schon beim passenden Ort für die Pressevorstellung des Neuen an. Monaco, Sardinien oder doch Portugal? Alles nicht männlich genug. Mallorca vielleicht? Nun, das wäre dann vermutlich eine Nummer zu männlich. Es wurde Riga. Riga?

Opel Adam Rocks 02

Riga ist eine moderne Stadt mit einem faszinierenden Nachtleben, vielen Bars und einigen Clubs. Der urbanen Legende nach soll in der lettischen Hauptstadt Frauenüberschuss vorherrschen – da kann es einem als Mann schon einmal passieren, dass man von hübschen Mädels in Feierlaune mitten auf der Straße spontan geherzt wird. Ein überaus männliches Nationalgetränk mit Namen „Schwarzer Balsam“ haben die Letten auch. Kann also nichts schief gehen. Nun gut, ab nach Riga, um den neuen Opel Adam Rocks erstmals zu fahren.

Optisch kann der Adam Rocks einfach nur gefallen. Um nicht zu sagen: so muss ein Adam aussehen! Bullige Karosserieverkleidungen im Offroad-Look lassen Opels Kleinsten deutlich dynamischer wirken. Ob es wirklich Parcours- und urbane Extremsportler waren, die die Opel-Designer beim Konzipieren des Adam inspirierten – immerhin soll nach Opel-Angaben deren Schutzbekleidung, Kneepads etwa, Vorbild für die bulligen Karosserieverkleidungen gewesen sein – oder ob es sich dabei um feistes Marketing handelt. Gelungen ist das Außendesign des rockigen Adam allemal. Ein 15 mm höher gelegtes Fahrwerk sorgt für Platz in den Radhäusern. Darin finden serienmäßig 17-Zoll-Räder Platz, gegen Aufpreis sind sogar 18-Zöller drin. Und das in einem Kleinstwagen! Sehr männlich! Auch serienmäßig ist das elektrische bedienbare Stoff-Faltdach am Start, das den Opel Adam Rocks zu einem verkappten Cabrio macht.

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Die Höherlegung der Karosserie erforderte eine neue Feder-Dämpfer-Abstimmung. Besonders komfortabel arbeitet unser mit 18-Zoll-Felgen und entsprechenden Niederquerschnittreifen ausgerüstete Testwagen nicht wirklich. Vor allem den großen Rad-Reifen-Kombinationen ist es geschuldet, dass der Adam Rocks sehr straff abfedert und Spurrillen beharrlich hinterherfährt. Für Weicheier mit Hang zum Bandscheibenvorfall dürften sich die kleineren 17-Zoll-Felgen eignen, alle anderen ordern natürlich die 18-Zöller – der Coolness wegen.

Unter der Haube arbeitet ein neuer Motor, den sich alle sportlich gesinnten Adam-Fans herbeigesehnt haben dürften. Das 1,0-Liter-Dreizylindermotörchen leistet dank potenzstiftender Turboaufladung stramme 115 PS und kommt in Verbindung mit einer neuen, rund 40 Kilogramm leichteren Sechsgang-Getriebegeneration. Der 1.0 Ecotec Direct Injection Turbo soll sich laut Opel-Motorentwicklern anfühlen wie ein großer. Und das tut er: 166 Newtonmeter maximales Drehmoment sprechen für sich. Der Kraftstoffverbrauch liegt laut Opel-Angaben bei 4,3 Litern auf 100 Kilometern. In der Praxis pendelt sich der Verbrauch bei rund 5 Litern bei zurückhaltender Fahrweise über Land und durch die Stadt ein. Das gefällt.

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Für das Interieur entwarfen die Adam Rocks-Designer zwei eigene, ausschließlich dem Rocks vorbehaltene Ausstattungslinien. Zu den exklusiven Elementen zählen spezifische Dekorelemente für die Instrumententafel sowie neue Farben für Sitze und Türverkleidungen. Eine Variante stammt direkt aus dem Adam Rocks Concept Car: Die Sitze und Türverkleidungen glänzen in erdnussfarbenen Stoff/Morrocana-Bezügen; das Lederlenkrad, der Schaltknauf und die Handbremse im selben Farbton sollen den edlen Charakter verstärken. Beim feinen „Coffee Bean“-Design kontrastieren blaue Ziernähte zu dunkelbraunen Sitzpolstern und zum schwarzen Interieur. Darüber hinaus sind auch für den Innenraum des Rocks so gut wie alle Personalisierungsoptionen erhältlich, die es für die übrige Adam-Familie gibt.

Alles in allem ist der Opel Adam Rocks ein schicker und sportlicher Kleinwagen – der allerdings nicht ganz billig ist. Ab 15.990 Euro ist der bulligere Adam erhältlich – dann mit dem 70 PS 1,2-Liter-Motor.

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