Wie liest man eigentlich Reifenbeschriftungen?

Winter-Special in Zusammenarbeit mit MICHELIN

Wenn man in seinem männlichen Bekanntenkreis mal fragt, ob die Herrschaften wissen, wie man Reifenbeschriftungen liest, dürfte als Antwort meist ein selbstbewusstes „Na klar“ (oder so ähnlich) kommen, dem dann aber recht schnell ein gewisses Herumdrucksen folgt. Wir widmen der Frage, wie man Reifenbeschriftungen liest, diesen kleinen Artikel hier!

ALPIN 5

Die Regel-Kennzeichnung von PKW-Reifen besteht aus der Reifengröße und der Betriebskennung. Eine gängige Reifenbeschriftung sieht zum Beispiel so aus: „195/60 R 15 86 H“. Die erste Zahl beschreibt die Reifenbreite in mm, in unserem Beispiel ist der Reifen also 195 mm breit. Danach folgt das prozentuale Verhältnis von Flankenhöhe zu Reifenbreite – in unserem Beispiel ist das Querschnittsverhältnis (Höhe zu Breite) 60%. Das „R“ bedeutet, dass es sich bei unserem Reifen um einen Radialreifen handelt. Die von Michelin entwickelten Radialreifen lösten bereits in den 80er Jahren die bis dahin verbreiteten Diagonalreifen ab.

Die „15“ in unserer Beispielbeschriftung beschreibt den Felgendurchmesser von 15 Zoll, gefolgt vom Tragfähigkeitsindex, in diesem Fall 86. Diese, auch Lastindex genannte Kennzahl, gibt die maximales Last des Reifens an. Mithilfe einer Tabelle (zum Beispiel hier auf Wikipedia) kann die Höchstlast pro Reifen in Kilogramm ermittelt werden. Der Reifen in unserem Beisiel kann eine Höchstlast von immerhin 530 Kilogramm aufnehmen. Abgerundet wird der „Reifencode“ vom Geschwindigkeitsindex, hier „H“, der die maximal zulässige Geschwindigkeit mit diesem Reifen anzeigt. Auch hier hilft wieder eine Tabelle weiter. Reifen mit dem Geschwindigkeitsindex dürfen immerhin 210 km/h schnell gefahren werden.

Hier ein Michelin-Winterreifen mit der Beschiftung "225/55 R 17"

Hier ein Michelin-Winterreifen mit der Beschriftung „225/55 R 17“

Außerdem existieren weitere Reifenkennzeichnungen. Eine besonders wichtige stellt dabei die Bezeichnung „M+S“ dar. Diese kennzeichnet Matsch- und Schneereifen, „M+S-Reifen“. Trotz diverser Definitionen ist „M+S“ keine geschützte Kennzeichnung und kann daher auch auf nicht wintertauglichen Reifen angebracht werden.

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