Vorstellung: Opel Insignia OPC

Der alte Opel Vectra OPC konnte sich – positiv gesehen – in erster Linie durch strammen Durchzug und anständigem Geradeauslauf in Szene setzen. Sein offizieller Nachfolger, der Insignia OPC soll nun am 7. Mai auf der Barcelona Motor Show Premiere feiern und deutlich dynamischer agieren.

Als Kraftquelle steht der Insignia-Speerspitze der neue 2.8 V6-Turbo zur Verfügung, der beeindruckende 325 PS (bei 400 Newtonmeter maximalem Drehmoment) leistet. Auch im Bereich Sound wollen die Rüsselsheimer überzeugen: nach eigenen Angaben ‚komponierten die Opel-Akustikspezialisten den sportlichen Sound des V6 mit speziellen Schalldämpfern in der Auspuffanlage‘ – viel versprechend!

Der Opel Insignia OPC wird wie gewohnt mit Sechsgang-Handschaltgetriebe ausgestattet und soll in sechs Sekunden von 0 auf Tempo 100 spurten. Die Höchstgeschwindigkeit wird 250 km/h Spitze (abgeregelt) betragen.

Im Vergleich zum Insignia Sport mit Allradantrieb liegt der OPC um 10 Millimeter tiefer. Bei der Weiterentwicklung des mechatronischen Fahrwerks galt das Hauptaugenmerk der Vorderachse. Auf Basis der McPherson-Konstruktion des Insignia entwickelten die Ingenieure des Opel Performance Centers eine Hochleistungsversion namens „HiPerStrut“ (High Performance Strut = Federbein). So wurde die Lenkung weitgehend von störenden Krafteinflüssen entkoppelt um dem Fahrer ein besseres Gefühl am Volant zu vermitteln.

Die elektronische Regelung der Radaufhängung – bei Opel „FlexRide“ genannt – ist beim Insignia OPC Standard. Das System zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht nur die Anpassung an Fahrsituation und -stil ermöglichen soll, sondern auch die Fahrer-Vorlieben berücksichtigt. Während beim Insignia die Modi „Tour“ und „Sport“ zur Verfügung stehen, verschiebt FlexRide im OPC das Auswahlspektrum weiter in Richtung Dynamik. Der Fahrer kann zwischen drei Programmen wählen: „Standard“ für hohen Komfort, einem speziellen „Sport“-Modus und „OPC“ – dem Höchstleistungs-Modus. Darüber hinaus hält der Adaptive 4×4-Allradantrieb mit elektronischer Mitten- und Hinterachsdifferentialsperre (eLSD) Einzug in das OPC-Modellprogramm. Die Steuerungseinheit des Allradantriebs passt die Drehmomentverteilung dem Charakter des neuen Insignia-Topathleten an. Um dem außerordentlichen Leistungsvermögen des Insignia OPC Rechnung zu tragen, wurde die Bremsanlage ausgetauscht. Der OPC vertraut auf die Marke Brembo mit 355 Millimeter starken vorderen Scheiben, die innenbelüftet und zusätzlich gelocht sind.

Kommen wir zum Design: auf den ersten Blick unterscheidet sich der OPC von den gewöhnlichen Insignia-Varianten durch die spektakuläre Front mit zwei vertikalen Lufteinlass-Öffnungen und die markante Stoßfänger-Verkleidung hinten mit zwei integrierten Auspuffrohren. Außerdem kommen 19-Zoll-Felgen mit 245/40-Reifen zum Einsatz. Auf Wunsch lässt sich der OPC auf besonders leichte, geschmiedete 20-Zoll-Räder mit 255/35-Pneus stellen.

„Mit dem Insignia OPC starten wir in eine neue OPC-Phase“, sagt GM Europe Vize-Präsident Opel, Alain Visser. „Den für diese Reihe so typischen Ausdruck purer Kraft würzen wir mit Reife und Raffinesse. Das Ergebnis erfüllt die allerhöchsten Ansprüche einer betont dynamisch orientierten Insignia-Klientel.“

Kommentare

  1. ist extrem mainstream, aber das ist ja für Opel eigentlich auch ganz richtig.
    … und die anderen kupfern designmäßig ja auch alle beieinander ab 🙂

  2. Ich finde es gut, dass der Insignia äußerlich nur wenig verändert wurde. Ich finde die Lufteinlass- Öffnungen zwar etwas gewöhnungsbedürftig, lässt ihn aber durchaus sportlicher erscheinen. Meiner Meinung nach ist ein dezenteres Tuning, mit nur leichten äußeren Veränderungen wie ein sportlicher Kühlergrill oder aber auch eine sportlichere Frontschürze.
    Eine gute Wahl wurde auch bei den silber-schwarzen Felgen getroffen.

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