Volkswagen mag Horst Schlämmer…

… und finanziert ihm den Führerschein. Damit muss er demnächst nicht mehr mit dem Fahrrad herumgurken, um an heiße Stories zu kommen.

In Kurzform: Horst Schlämmer aka Hape Kerkeling offenbart in einer „Stellungnahme“ was einige, unter anderem ich, längst vermutet haben: das Schlämmerblog ist Werbung von Volkswagen.

Allerdings muss man sagen, dass der Beitrag/die Stellungnahme ehrlich-offensiv und in Horst Schlämmer-Manier sympathisch rüberkommt. Wie man an den Kommentaren auf dem Blog erkennt, wird die Meldung durchweg positiv aufgenommen.

Im Prinzip ist das Blog ja auch nichts anderes als humoriges (das Wort wollte ich schon so lange loswerden!) Entertainment mit Werbeunterbrechungen. Und anders als im TV kommen diese weit weniger nervig und störend rüber!

Oder?

Nachtrag, 22.02.2007:
Mal wieder gibt es bei Martin Oetting und ConnectedMarketing brandaktuelles!
Unter anderem gibt es dort eine Einschätzung von Martin zum SchlämmerBlog und den Verweis auf ein Interview mit Hans Christian Biedermann, dem Blog-Verantwortlichen einem der Chefs der Celebrity-Consulting-Agentur Special Key (laut WuV verantwortlich für die Produktion der Videos). In diesem Interview erfährt man unter anderem, dass die Videos auf der Seite bisher insgesamt über 1.150.000 gesehen wurden…

Nicht nur „Celebrities“ dürften als Turbo funktionieren, sicherlich auch die ein oder andere Diskussion in der Blogosphäre über das Schlaemmer-Blog… Vielleicht sogar von Volkswagen so gewollt…? Jedenfalls gab es laut Blogscout.de gestern über 25.000 Besuche bei Herrn Kerkeling Herrn Schlämmer. Zum Vegleich: bei mir waren es gestern etwas über 700, und das war Rekord… 😉

Nachtrag, 23.02.2007:
Bei dwdl.de gibt es einen weiteren Artikel mit interessanten Hintergrundinfos zum Thema.

Zahlen und Fakten:

– 3 Texter kümmern sich um die Beiträge

– Dauer der Dreharbeiten für die Videos mit Hape Kerkeling: knapp sieben Drehtage

– mittlerweile 1,4 Millionen Videoabrufe seit dem Start vor knapp vier Wochen

Gefunden natürlich wieder bei ConnectedMarketing.de!

Und eine weitere interessante Einschätzung, diesmal von Werbe- und Blog-Profi, Bernd Röthlingshöfer, gibt es hier zu lesen.


Toyota nutzt CO2-Diskussion geschickt zur eigenen Profilierung

Manchmal ist es so einfach.

Da steht dank CO2-Problematik auf einmal so ziemlich die ganze Automobilbranche mit dem Rücken zur Wand. Während vor allem bei den deutschen Herstellern erst einmal „Krisenmanagement für Fortgeschrittene“ auf der Agenda stand, nutzt Toyota die Diskussion als Steilvorlage.

Nach dem, sagen wir mal: „markigen“ Appell der Grünen-Fraktionschefin Renate Künast, „Kauft Hybrid-Autos von Toyota“, bemühte sich Toyota um eine reichweitenstarke Kooperation mit der Bild-Zeitung. Ziemlich zeitnah konnten wir dann auf der Titelseite der Bild das Ergebnis dieser Kooperation bewundern: eine Tauschaktion, bei der man einen von 104 Toyota Prius gewinnen kann.

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Quelle: BildBlog.de

Während das BildBlog (eventuell zu Recht…) die Aktion wegen vermeintlicher Schleichwerbung kritisiert, muss man Toyota lassen, extrem auf Zack gewesen zu sein, und somit sein Image um sicherlich einige weitere Pünktchen aufpoliert zu haben.

Und heute morgen las ich in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, dass Toyota sogar noch einen draufgesetzt hat, indem man Frau Künast einen Prius als Dienstwagen anbot. Auch diese Meldung dürfte dann wohl durch die Medien gehen.
2:0 für Toyota.

Daran schließt sich direkt die Frage an: „Haben die Deutschen wieder gepennt?“ Schließlich hat man beispielsweise mit dem Smart CDI, dem VW Polo Blue Motion und dem Audi A3 drei sehr umweltfreundliche Autos im Portfolio. Aber bis auf ein paar halbherzige Pressemitteilungen wird diese Tatsache bisher kaum kommuniziert.

Es würde mich nicht wundern, wenn Toyota bei der nächsten Umfragerunde des ADAC automarxX als umweltfreundlichste Marke hervorgehen sollte…


Horst Schlaemmer als VW-Blogger?

Die WuV informierte am 29.01.:

„Horst Schlaemmer geht unter die Blogger“,

und vermutete noch im selben Artikel, dass hinter dem Blog Volkswagen die Strippen zieht. Hintergrund: Der staubtrockene Reporter (Hape Kerkeling) aus dem schönen Grevenbroich möchte seinen Führerschein machen, als Fahrschulwagen dient der aktuelle Golf V. Vor dem Hintergrund der laufenden Golf-Jubiläumskampagne erscheint die WuV-Vermutung also nicht ganz unrealistisch.

Don Dahlmann mutmaßt auf seinem Blog ziemlich nachvollziehbar:

„Die (VW) haben offenbar die Produktion der Videofilme und wohl auch etwas mehr gezahlt, denn es ist unwahrscheinlich, dass Kerkeling sich für das (schon komplett abgedrehte) Projekt ohne Honorar vor die Kamera gestellt hat.“

und Don Alphonso bringt sogar Zahlen, wobei ich sagen muss, dass ich seine Einschätzung, VW sei eine viertklassige Autofirma, nicht ganz nachvollziehen kann.

Ob VW wirklich dahintersteckt oder nicht: mein Favorit ist dieser Dialog hier:

Horst Schlaemmer: „Einmalig, wie der Wagen in die Kurven geht. Ich werde mir genau diesen Wagen, werde ich mir holen. Wat is´dat nochmal für einer?“

Fahrlehrer: „Ein Golf“.

Horst Schlaemmer: „Golf. Schöner Wagen.“

Vielleicht schon zu eindeutig…

Für alle, die sich selbst ein Bild machen wollen, hier geht´s zum Schlaemmerblog.

Nachtrag, 23.02.2007: Weitere News und Hintergründe hier!

Nachtrag zu “VW Touareg zieht Boeing 747″

Kurzer Nachtrag zum Artikel auf dem Blog:

Jetzt auch als Spot!

Hintergrundinfos zum Projekt bei wuv.de.

Ein kurzer „Hintergrundbericht“ von Fifth Gear: Hier.

Sport-Hype in der Autoindustrie. Oder: “Vans in Rennanzügen”…

Man wähnt sich schon manchmal auf der Rennstrecke, so sportlich positionieren sich die Automobilhersteller seit einiger Zeit.
„Sports Utility Vehicle“, „Sport-Van“, „Sport-Kombi“ – kaum eine Variante, die man nicht mit Macht versportlichen könnte.

Als Vorbilder dürften vermutlich der M3 von BMW und in zweiter Konsequenz der RS4-Kombi von Audi gedient haben.

Aber zurück zum aktuellen Geschehen: man kennt es ja aus dem Toyota Avensis Spot: auf die Leistung kommt es an. In diesem Falle sind es 177 PS, der Kenner genießt und schweigt, während Frau sich mit den unwichtigen Details aufhält).

Das wissen natürlich auch die Mannen aus Wolfsburg und bringen demnächst den Familienkombi Passat als R36 mit 300 PS. Die Tatsache, dass Seat ursprünglich als günstige gemein-sportliche Marke im Konzern positioniert wurde, muss man außerdem im Nachhinein wohl als Fehler ansehen, wenn sämtliche Modelle von VW und Skoda (Fabia RS, Octavia RS) auch als Sport-Modelle angeboten werden.

Weiter zu Ford: da gibt´s ja den ziemlich gehypten S-Max, Paradebeispiel für den Sport-Van schlechthin. Das durchaus gelungene, aggressive Design, gepaart mit adäquater Leistung und dem praktischen Nutzen eines Vans kam vor allem in der Fachwelt an. Zitate a la „Ein Van im Rennanzug“, (Auto-Bild) und „Im S-MAX steckt ein Stück Porsche“, (Auto Straßenverkehr) eignen sich natürlich auch hervorragend für eigene Printanzeigen und werden dementsprechend gern dafür genutzt…
Im Juli 2007 kommt übrigens der neue Mondeo. Konsequenterweise weist dieser auffallend viele Stilelemente des S-Max auf. Warum auch nicht?

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben haben wir auch noch Opel, die nahezu alle Modelle (sogar den Meriva!) als OPC-Version, sprich heiß gemacht, anbieten. Ich weiß zwar nicht, wer einen vom Konzept her extrem unsportlichen Meriva, der sicherlich seine Qualitäten hat, als Kleinstsportwagen will. Opel wird sich allerdings etwas dabei gedacht haben. Bleibt zumindest zu hoffen.

Standard-Rezept (Ausnahmen bestätigen die Regel): man nehme eine x-beliebige Plattform (es ist ja mittlerweile völlig egal, wie ungeeignet diese ist), schraube einen leistungsfähigen Motor (oft aus dem Regal eines anderen Herstellers) drauf und würze das Ganze mit einer halbwegs sportlichen Karosserie, oder zumindest Anbauteilen, die bei gewissen Zielgruppen als sportlich gelten.

Stellt sich nur die Frage, ob man sich so noch vom Wettbewerb differenzieren kann, wenn selbst die bravsten Hersteller plötzlich mit den sportlichsten Geschossen um die Ecke brettern. Um es mit Ford´s Worten zu sagen: „Feel the difference“…

Volkswagen Touareg zieht Boeing 747

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Die Mannen von Volkswagen halten sich zurzeit scheinbar oft und gerne auf den Flughäfen dieser Welt auf.

Nachdem sie letztens u.a. Mr. Kotze vom Flughafen abholten, waren sie nun irgendwo in Großbritannien unterwegs, um mal eben eine Boeing 747 ein paar Meterchen zu ziehen.

So ein Vogel wiegt übrigens um die 155 Tonnen. Traktionsprobleme? Quatsch, alles ganz easy. Naja, so ganz dann doch nicht. Um den Jet überhaupt in Bewegung zu setzen und übers Rollfeld zu ziehen, war dann doch ein wenig höhere Physik und vor allem eine Zuladung von 4 Tonnen nötig…

Aber insgesamt hat VW es dann geschafft. Nach eigenen Angaben war es sogar enttäuschend, dass man für dieses Presse-Event nichts größeres bekommen konnte, denn der Touareg kann noch viiiiel schwerere Flieger ziehen, wie ich lesen konnte.

Super Sache: nachdem man bei Audi praktische Autos bekommt, die Ski-Chancen hochfahren können, bekommt man jetzt bei VW welche, die Jumbo-Jets ziehen können. Ab zum Händler!

Quellen: VW und
automotoportal.com (Klicken für ganzen Bericht, englisch!)

Sehr coole Guerilla-Aktion von VW-Nutzfahrzeuge

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… von Ogilvy für VW Süd-Afrika.

Gesehen auf dem Marketing-Blog und bei frederiksamuel.com.
Danke!

P.S. Am besten finde ich übrigens Fahrgast „Mr. D Kotze“! Bevor ich nun anfange, einen tieferen Sinn, vielleicht sogar eine Botschaft zu erkennen, lasse ich es lieber…

VW bringt Polo als GTI Cup Edition

VW bringt demnächst den Polo GTI als Cup Edition raus.

Der von VW-Individual heiß(er) gemachte GTI hat 179 PS (1,8l Turbo) und erledigt den Spurt von 0 auf 100 km/h in 7,5 Sekunden. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h dürften demnächst die Außendienstler-Audi´s und VW Passats öfters links Platz machen, denn auch optisch macht der kleine GTi-Cup echt was her.

Mein Studienkollege und Freund Rob würde sich jetzt wieder im minutenlangen Mono(!)log über die Nachteile des Frontantriebs an sich auslassen, ich find ihn trotzdem ganz gelungen. Zumindest optisch!

Quelle: Autohaus.de

Mehr Infos hier: Volkswagen.de und Autohaus.de!