Hybrid-Autos sind den Deutschen zu teuer

Letzte Woche hatten wir uns ja mal die Ergebnisse einer interessanten Studie angesehen:

“Nach einer Meldung von Horizont.net erwägt jeder vierte deutsche Autofahrer den Kauf eines Fahrzeugs mit Hybridantrieb. Das ergibt eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag von Automobilzulieferer Continental.”

Vorbildliches Deutschland. Allerdings nur dem erstem Anschein nach, denn -Traraaa- es gibt eine neue Studie. Eine GfK-Studie (im Auftrag der DA Direkt Versicherung) hat offensichtlich energischer nachgefragt und herausgefunden, dass nur rund 11 Prozent beim Neukauf ein Hybrid-Auto wählen würden.

“Ein Grund für dieses Missverhältnis scheint der hohe Anschaffungspreis zu sein. So gaben drei Viertel der Umfrage-Teilnehmer an, einen schadstoffarmen Wagen kaufen zu wollen, wenn er nicht teurer als ein herkömmliches Modell wäre.” (Quelle: Horizont.net)

Scheint wohl zu stimmen: der Prius wurde laut Kraftfahrt-Bundesamt im Februar ganze 210x verkauft. Da ist noch Luft nach oben.

Kommentare

  1. admin meint:

    Zusammenfassung der Kommentare:

    # 2007-3-20 @ 12:03:40 pm [ Bearbeiten - Löschen - Zurückweisen ]
    Melanie http://www.verica.com )

    Mensch, muß man denn warten bis alles zu spät ist. Hybrid Autos könnte man doch auch staatlich subventionieren, oder? Da werden Milliarden verschwendet anstatt sinnvoll eingesetzt. Wie immer, der kleine ist der dumme. Euere Melanie
    # 2007-3-22 @ 4:03:55 pm [ Bearbeiten - Löschen - Zurückweisen ]
    moritz

    Hybrid-Autos sind ja nicht die schlagartige Lösung unseres Umwelt- und CO2-Problems, sondern nur EIN Ansatz. Ein weiterer Hybrid-PKW steht übrigens demnächst an:

    http://automobil-blog.de/2007/03/22/saturn-mit-hybrid/
    # 2007-3-23 @ 12:03:05 pm [ Bearbeiten - Löschen - Zurückweisen ]
    Martin Löser http://www.martin-loeser.com )

    Sind sie ganz sicher nicht, da muss ich Moritz Recht geben. Auch spiegeln die derzeitigen Verkaufszahlen von Hybridfahrzeugen das angebliche Interesse nicht wieder. Die Hybridtechnologie ist aber ein Anfang. Auf jeden Fall ein Anfang für öffentliche Diskussion, was wir derzeit stark spüren. Vielleicht auch ein Anfang für unglaubliche Weiterentwicklungen, um die 15 bis 20 Jahre bis zum massentauglichen Brennstoffzellenantrieb zu überbrücken (so dies denn die langfristige Lösung der individuellen Mobilität sein sollte).

    Man muss sich hier nur anschauen, welche Evolution der Dieselmotor hinter sich hat und noch immer durchläuft. Knackpunkt war der Einsatz eines Turboladers. Plötzlich wurde die Technologie interessant und erobert(e) nach und nach alle Klassen und Fabrikate. (Bin im Übrigen auf den ersten Diesel-Hybrid gespannt. Der könnte den französischen Herstellern aus der Bredouille helfen.)

    Fakt ist, dass ein Plus an Technologie deutlich extra kostet – beim Turbodiesel wie beim Hybridbenziner. Daher ist für mich das Argument des höheren Preises hinfällig.

    Es geht einzig und allein um Fahrspaß bei angemessenem Verbrauch. Dafür zahlt der Kunde dann auch.

    Zusätzlich ist die Durchdringung in der Breite wichtig. Und da stehen wir im Jahre 8 nach dem ersten Serienhybrid (Honda Insight, 1999) am Beginn einer Wende: Honda wird 2008/2009 ein kleines Sportcoupé mit Hybridantrieb vermarkten und hat Anfang März auf dem Genfer Salon mit einer Studie einen ersten Vorgeschmack gegeben. Von Honda und Toyota wird bereits die Kompaktklasse bedient, mit Civic Hybrid und Prius. In der oberen Mittelklasse und Oberklasse hat Lexus Angebote. In der Formel 1 sollen ab 2009 Technologien zur Energierückgewinnung vorgeschrieben sein – hier engagiert sich Honda zusammen mit der FIA. Auch Konzepte für den Tourenwagensport wurden schon vorgestellt.

    Irgendwann werden Cabrios folgen, die Technik wird leichter, dennoch bezahlbar und in Sportwagen zum Einsatz kommen und den LeMans-Sieger antreiben, wovon einen Modellzyklus später auch Klein- und Kleinstwagen profitieren, die in der Stadt vielleicht nur noch 3 Liter verbrauchen und trotzdem unter 12 Sekunden auf 100 beschleunigen.

    Grundsätzlich hat der Hybridantrieb das Zeug dazu: Sofortiges Drehmoment durch den Elektromotor und lineare Leistungsentfaltung – kein Turboloch, kein “Versacken” bei hohen Drehzahlen, kein Mangel an Kultur wie beim Diesel.

    Eine staatliche Subventionierung braucht es dann vielleicht gar nicht mehr. Wenn sie kommt, dann sowieso erst mit den Produkten der heimischen Hersteller.
    # 2007-3-23 @ 3:03:48 pm [ Bearbeiten - Löschen - Zurückweisen ]
    moritz

    @ Martin: vielen Dank für deine ausführliche Zusammenfassung! :-)

    Lass mich nur noch eins sagen:
    “Fakt ist, dass ein Plus an Technologie deutlich extra kostet – beim Turbodiesel wie beim Hybridbenziner. Daher ist für mich das Argument des höheren Preises hinfällig.”
    - gerechtfertigt schon, aber leider nicht hinfällig. Unsere “Geiz-Ist-Geil”-Mentalität und gelebter automobiler Umweltschutz passen vielleicht gar nicht zusammen…?
    # 2007-3-23 @ 8:03:27 pm [ Bearbeiten - Löschen - Zurückweisen ]
    Martin Löser http://www.martin-loeser.com

    Das geht außerhalb vom Elektronikdiscounter (und selbst da lernen’s die Leute so langsam) eh nicht zusammen.

    Mit dem Satz bezog ich mich darauf, dass der Aufpreis für einen Hybridantrieb gegenüber dem Benziner derzeit noch zu hoch erscheint. Er ist aber kaum höher als der Aufpreis für den Diesel gegenüber dem Benziner. Nur hat sich der Diesel etabliert und der Aufpreis scheint ob der Performance und gestiegener Laufruhe (zumindest beim Commonrail) gerechtfertigt.

  2. Christian meint:

    Das mit den schlechten Verkaufszahlen für den PRIUS liegt wohl auch daran, dass er so unglaublich hässlich ist … stellt Euch doch mal nen Hybrid-GOLF vor, da wären mehr als 210 dringewesen trotz Preis!

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  1. [...] in keiner Weise mehr, zumal sie sich technologisch so weit von der Basis, dem herkömmlichen Straßenauto, entfernt haben, dass es kaum noch Berührungspunkte für einen Technologietransfer [...]

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