Punktereform zum 01. Mai: Bei acht Punkten ist der Lappen weg

punktreform-tacho-2014-01 Ab morgen, also zum 01. Mai 2014, ändert sich durch die Flensburger Punktereform einiges für Verkehrssünder. Die Gefahr, dass der Lappen, nun schon bei acht Punkten, weg ist, ist nun noch höher, aber es gibt für manche sicher auch positive Änderungen, denn rund 141.000 Autofahrer fliegen automatisch aus der Verkehrssünder-Kartei raus. Warum das so ist und welche Vergehen künftig anders bestraft werden als bislang, sagen wir euch hier. Zudem erklären wir euch, wie die Punkte vom alten in das neue System übertragen werden und wie ihr künftig Punkte abbauen könnt.

Lange wurde über die neue Punktereform diskutiert, ab morgen tritt sie in Kraft. Hier erfahrt ihr, was sich zum 01. Mai 2014 alles ändert. Das wohl Wichtigste vorab: Der Lappen ist nun schon bei acht, anstatt wie bislang achtzehn Punkten weg. Und aus dem alten Verkehrszentralregisters wird ab morgen das Fahreignungsregister. Wohl eine der spannendsten Fragen gleich zu Anfang? Was passiert mit meinen Punkten, die ich bis jetzt in Flensburg gesammelt habe? Die Punkte werden ganz automatisch vom alten ins neue System überführt. Der Punktestand wird umgerechnet. Wie, dass seht ihr hier unten in der Infografik.

punktreform-ueberfuehrung-der-punkte-2014-01

Positiv für rund 141.000 Autofahrer: Dabei werden leichte Vergehen, die nicht als sicherheitsrelevant gelten, gelöscht. Laut dem Focus werden insgesamt 386.000 Vergehen nach der neuen Regelung aus der Verkehrssünder-Datei gestrichen. Das betrifft zum Beispiel das unberechtigte Befahren einer Umweltzone, Fahren ohne Kennzeichen oder Beleidigung im Straßenverkehr. Diese Vergehen werden im neuen System nicht mehr mit Punkten geahndet, sondern nur mit einem höheren Bußgeld belegt. Die Bußgeldgrenze steigt von 40 auf 60 Euro. Ab Vergehen, die mit einer Strafe von mindestens 60 Euro belegt werden, gibt es dann wenigstens einen, höchstens drei Punkte. Die Strafen für einige Verstöße wurden auch angehoben. So gibt es jetzt für die Handynutzung am Steuer 60 Euro anstatt 40 Euro Bußgeld. Wer den TÜV für sein Auto mehr als acht Monate hinauszieht, muss mit 60 statt wie bislang mit 40 Euro rechnen.

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Nach dem neuen System werden dann pro Vergehen maximal drei Punkte vergeben. Wer acht Punkte auf seinem Konto angesammelt hat, dem wird der Lappen entzogen. In einem Bericht der Leipziger Volkszeitung sagte Andreas Grünewald, der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsischer Fahrlehrer dazu: „Leider erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Fahrverbote und Führerschein-Entzüge.“ Der Grund dafür liegt wohl auch darin, dass ein Punkteabbau durch die neuen Fahreignungsseminare nur noch bei einem Zählerstand von einem bis fünf Punkten möglich ist. Zudem kann man künftig nur noch einen Punkt abbauen und das auch nur einmal innerhalb von fünf Jahren. Für was es wie viele Punkte gibt, könnt ihr euch noch einmal hier auf der Infoseite des Kraftfahrtbundesamtes ansehen.

Wenn ihr euren Punktestand abfragen wollt, müsst ihr euch auf der KBA-Homepage einen Antrag herunterladen, diesen ausfüllen und zusammen mit der Kopie eines gültigen Personalausweises wieder an das KBA senden. In einem Brief bekommt ihr dann alle Infos zu eurem Punktekonto. Der zuständige Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte aber, dass ab 2016 die Abfrage dann endlich auch online möglich sein soll.

Grafiken: © Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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