Neuer BMW X5: Kein Allrad mehr und zwei Zylinder weniger

BMW_X5_2013_01 Die überarbeitete Version des BMW X5 wurde jetzt vorgestellt. Nachdem wir bereits im Januar darüber berichtet hatten, sind nun die ersten offiziellen Fotos vom neuen SUV der Bayern aufgetaucht. Darauf wird der schon Anfang des Jahres gewonnene Eindruck bestätigt, dass sich optisch nicht allzu viel Revolutionäres getan hat. Bei der Antriebstechnik hat der Münchener zudem kräftig abgespeckt. So gibt es ab sofort serienmäßig kein Allrad mehr und die Anzahl der Zylinder des Basismotors hat sich von 6 auf 4 reduziert.


Das soll vor allem für einen verminderten Verbrauch beim BMW X5 sorgen. Diese für einen SUV etwas ungewöhnliche Maßnahme ist aber auch aufgrund der verschärften CO2-Limits nötig. Zum Spritsparen beitragen sollen auch sogenannte Air Curtains. Sie sollen die einströmende Luft wie einen Vorhang über die Räder leiten, was dann auch seinen Teil zu einem recht niedrigen cw-Wert von 0,31 beiträgt, den man von so einem großen Fahrzeug auf den ersten Blick gar nicht erwartet. An der Karosserie wurden nur Feinheiten optisch überarbeitet. Wie schon von anderen BMW-Modellen gewohnt, reichen die breitgezogenen Frontscheinwerfer jetzt bis an die charakteristische Kühlergrill-Niere heran. In der Seitenansicht fällt vor allem die Sicke im Bereich der Radhäuser auf. Nach hinten wird das Design von zum Heck hin ansteigenden Linien geprägt. Hinten bleibt eigentlich alles beim Alten: kleiner Dachspoiler, riesige Kofferraumklappe, schicke LED-Leuchten und besonders zwei mächtige Endrohre zeigen dem Hinterherfahrenden, wer hier der Chef im Ring ist.

BMW_X5_2013_01

Im 52.100 Euro teuren Basismodell kommt der X5 25d mit 218 PS zum Einsatz. Damit bleibt man zwar gut 3.000 Euro unter dem Preis der aktuellen Grundversion, aber es gibt gleichzeitig auch rund 30 PS weniger Leistung aus den jetzt nur noch vier Zylindern. Laut dem Datenblatt soll sich der Hecktriebler hiermit aber auch nur mit 5,6 Litern Diesel begnügen und dabei lediglich 149 g CO2/km ausstoßen. Damit hat man gegenüber dem aktuell sparsamsten X5 dann auch knapp 2 Liter Diesel auf die 100 km-Distanz einsparen können. Neben diesem Vierzylinder- gibt es noch zwei Sechszylinder-Diesel: den xDrive30d mit 258 PS und den X5 M50d mit 381 PS. Außerdem werden zunächst erst einmal nur zwei Benziner angeboten. Der X5 35i ist als Sechszylinder ausgeführt und kommt auf 306 PS, das V8-Modell X5 50i bringt es auf satte 450 PS. Serienmäßig gibt es alle Motoren zunächst mit einem Achtgang-Automatikgetriebe. Beim X5 M50d wird zudem auch eine Achtgang-Sport-Automatik angeboten, die sich durch eine besonders hohe Schaltdynamik auszeichnen soll.

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So ein großer Wagen kann natürlich auch jede Menge transportieren. Das angewachsene Kofferraumvolumen beträgt jetzt je nach gewählter Ausstattungsvariante 650 bis 1870 Liter. Genügend Platz also, um sich jetzt den X5 erstmals dank der verschiebbaren Rücksitzbank auch mit einer optionalen dritten Sitzreihe liefern zu lassen. Damit wird der Großraum-SUV zum Siebensitzer. Dank einer Easy-Entry-Funktion und einer Griffschale im Bereich der C-Säule sollen dann auch die beiden hinteren Plätze bequem erreichbar sein. Allerdings sollte man dafür nicht allzu groß sein, denn die hintere Reihe ist lediglich für Passagiere unter 1,50 m Körpergröße ausgelegt. Ansonsten hat man aber bei den Assistenzsystemen noch einmal einiges aus der Entwicklungsabteilung hervorgezaubert. So soll ein Stauassistent mit Brems- und Lenkeingriff das Stop-and-Go-Fahren wesentlich angenehmer machen. Außerdem hat man dem X5 noch einen Nachtsicht-Assistent (Night Vision) mit Personen- und Tiererkennung sowie Dynamic Light Spot spendiert, einen Spurwechselwarner, das Speed Limit Info, den Parkassistent mit Längs- und Querführung, den Surround View mit 360-Grad-Bilddarstellung, einen Spurverlassenswarner sowie den Auffahr- und Personenwarner mit Anbremsfunktion. Diese ganzen Features wird man dann voraussichtlich ab November 2013 bei den Händlern bewundern und ordern können.

BMW_X5_2013_03
Bilder: ©BMW

Kommentare

  1. Stefan Deptuller meint:

    Basismodell für über 52000€ , Wahnsinn, dafür gibts bei anderen Herstellern volles Haus.
    Selbst dann werden diese Dimensionen nicht erreicht. Haben uns heute den neuen Ford Kuga bestellt, der kostet weinger als die hälfte.

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