Infiniti Q50: Von Formel 1-Weltmeister Vettel getunt

Infiniti_Q50_2013_05 Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass hier nur Deutsche am Werk waren und sich um den neuen Infiniti Q50 gekümmert haben. Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel hat die Lenkung des Autos getunt, der Motor stammt aus der Mercedes C-Klasse und von der Größe her ähnelt er dem BMW 3er. Doch das Unternehmen ist die Edel-Tochter von Nissan und weil es erst 1989 gegründet wurde und es in ganz Deutschland nur fünf Händler gibt, kennt man diese Marke hierzulande kaum. Mit dem Q50 wollen die Japaner das nun ändern.

Im Frühjahr auf dem Genfer Automobilsalon wurde der Infiniti Q50 das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Ab Mitte November soll der Neue dann zu den insgesamt nur fünf autorisierten Händlern in Deutschland rollen. Die Preise für die Limousine pendeln sich zwischen 34.350 und 53.856 Euro ein. Will man sich einen 3er BMW mit gleicher Motorisierung zulegen, muss man schon mal 1.500 Euro mehr auf den Tisch legen. Und wer jetzt das Argument von wegen „billige Technik aus Asien“ anführen will, der hat nur teilweise Recht, denn die Ingenieure haben sich zum Beispiel beim wohl wichtigsten Aggregat, dem 2,2 Liter-Vierzylinder-Diesel mit 170 PS, in der Motorenpalette von Mercedes bedient. Die Stuttgarter bauen dieses Triebwerk nämlich fast genauso in ihre C-Klasse ein. Im Q50 soll der Motor nur 4,8 l auf 100 km schlucken und den Wagen trotzdem auf 230 km/h Spitze beschleunigen.

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Interessantes Detail: Der Infiniti Q50 ist das weltweit erste Serienfahrzeug, bei dem die Lenkbewegung nicht mehr mechanisch, sondern elektronisch übertragen wird. Dafür nahm sich Formel 1-Champion Vettel extra einen Tag frei und half den Entwicklern bei der Abstimmungsarbeit. Wie sich das Ganze dann in alltäglichen Praxis und in Extremsituationen bewährt, müssen Tests erst noch zeigen, aber technisch interessant ist diese dreifach, elektronisch abgesicherte Lösung allemal.

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Wie heutzutage schon fast üblich, kann der Wagen natürlich auch als Hybrid bestellt werden. Dafür muss man dann schon mindestens 52.356 Euro hinblättern. Wer nochmal 2.500 Euro drauflegt, kann die Kraft des Hybridantriebes auch auf alle vier Räder übertragen lassen. Die Entwickler haben dafür den 3,5 Liter großen V6-Motor und mit einer E-Maschine verbunden, so dass die Systemleistung auf 364 PS angestiegen ist. Damit wird das Auto in 5,1 von 0 auf 100 km/h katapultiert und selbst das 250 km/h-Limit ist kein Problem.

Bilder: © Infiniti

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