Feiner Kombi fürs Grobe: Volvo V60 Cross Country auf Wintertestfahrt

Fast einem Jahr nach der Vorstellung seines Mittelklassekombis, schickt Volvo den V60 in der Version Cross Country auf und auch abseits der Straße. Was kann der robuste Premium-Kombi und wie schlägt er sich auf Eis und Schnee? Wir waren mit dem neuen Volvo V60 Cross Country auf Winter-Testfahrt.

Volvo-V60-Cross-Country__rossfeldpanoramastrasse2

Mehr als nur ein Kombi: Der neue Volvo V60 Cross Country

Der Volvo V60 Cross Country ist eine der vier Ausstattungsvarianten. Jedoch steckt im Cross Country deutlich mehr als nur eine als nur ein paar Ausstattungsoptionen und Extras. Dabei muss man noch nicht mal ins Detail gehen. Rein optisch setzt sich der Cross Country deutlich von den anderen V60-Modellen ab: Breitere Kotflügel, Anbauteile an Front, Heck und Seitenschweller und natürlich die höher gelegte Karosserie. Mit diesem Modell kann man also mehr anstellen – zum Beispiel runter von der Straße und rein in den Schnee!

Volvo-V60-Cross-Country__dynamic1

Volvo-V60-Cross-Country__dynamic3

Ice, Ice Baby! Sicherheit und Fahrfreude im Winter

Der Cross Country verfügt natürlich auch ein höheres Potential was die Wintertauglichkeit angeht. Die höhere Bodenfreiheit und natürlich der Allradantrieb sind ein dickes Plus wenn es in den Schnee geht. Volvo verpackt auch in diesem Modell jede Menge Sicherheit, doch im Rahmen der Winter-Testfahrten soll auch eine Extra-Portion Spaß hinzu kommen. Und so geht es ins Österreichische Faistenau, wo die Motorsportfamilie Lechner ansässig ist. Auf verschiedenen präparierten Flächen gab es die Möglichkeit die Fähigkeiten von Fahrzeug und Fahrer auszutesten. Zu anfangs ging es vorsichtshalber mit eingeschalteten Fahrhilfen auf den Kurs – zum aufwärmen sozusagen. Doch schnell vermittelt der Volvo ein sicheres Gefühl.


Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Daniel Przygoda (@daniel.przygoda) am

Skandinavisch auch untenrum: Winterreifen vom finnischen Reifenhersteller Nokian Tyres.

Skandinavisch auch untenrum: Winterreifen vom finnischen Reifenhersteller Nokian Tyres.

Der Allradantrieb macht es leicht das Fahrverhalten auf den extremen Bedingungen einzuschätzen. Ebenso wichtig ist die Bereifung. Wo auf trockenem und festem Untergrund fast jeder Reifen seinen Dienst tut, bewegt man sich bei nasser Fahrbahn oder wie hier auf Eis und Schnee, auf sehr anspruchsvollem Terrain. Die Testfahrzeuge waren mit Winterreifen der Marke NOKIAN TYRES ausgestattet. Das große Erfahrung bei Winterreifen, für die der finnische Reifenspezialist vor allem in skandinavischen Regionen und Osteuropa geschätzt wird,, spürt man recht schnell. Das gute Haftungsvermögen vermittelt viel Sicherheit. Die Bremsleistung auf der glatten Fahrbahn ist gut und Kurvenfahrten meistert der Volvo V60 Cross Country problemlos. Erst mit ausgeschaltetem ESP geht es dann auch spürbarer und dennoch sehr gut kontrollierbar in den Grenzbereich.

Innenraum mit Qualität: Schlichte Eleganz und hochwertige Materialien. Ein 9 Zoll großer Touchscreen als zentrales Bedienelement.

Innenraum mit Qualität: Schlichte Eleganz und hochwertige Materialien. Ein 9 Zoll großer Touchscreen als zentrales Bedienelement.

Innenraum und Variabilität

Fahren kann er ja gut, doch wie sieht es mit seinen inneren Werten aus? Im Vergleich zum normalen Volvo V60  gibt es im Cross Country keine wesentlichen Unterschiede. Man wird von einem hochwertigen und aufgeräumten Innenraum begrüßt. Das Layout der Bedienelemente gleicht den anderen Volvo-Modellen. Über ein Touchdisplay, welches sich mittig auf dem Armaturenbrett befindet, lassen sich die meisten Funktionen bedienen. Das im Hochformat platzierte Display ist 9 Zoll groß und ähnelt vom Layout und der Bedienung einem iPad. Es gibt mehrere Menüseiten, durch die man hindurch wischen kann. Zurück auf den Startbildschirm kommt man immer mit Hilfe einer Home-Taste, die sich unterhalb des Displays befindet. Für ein Auto ist dieses Bedienkonzept für für einige vielleicht etwas ungewohnt, nach etwas Eingewöhnung aber kinderleicht. Ansonsten reduzieren sich die haptischen Bedienelemente auf ein Minimum. Es gibt nicht wirklich viele Tasten, was für Ordnung auf dem Armaturenbrett sorgt.

Erleichtert Rangieren und Parken: Klares Bid der insgesamt vier hochauflösenden Parkkameras.

Erleichtert Rangieren und Parken: Klares Bid der insgesamt vier hochauflösenden Parkkameras.

Für den Fahrer bieten Lenkrad und Sitze umfangreiche Einstellmöglichkeiten. Gerade für größere Fahrer interessant: die Oberschenkelauflagen lassen sich ausfahren und Rückenlehne sowie Kopfstützen sind auch für groß gewachsene ausreichend dimensioniert.  Lange Fahrten sind auch in diesem Volvo kein Problem. Man reist komfortabel und entspannt. Auf der Rückbank sitzt es sich ebenso bequem. Die Beinfreiheit ist gut. Noch weiter hinten im Kofferraum gibt es ein Freizeit- und Familientaugliches Raumangebot. In Zahlen beträgt das Kofferraumvolumen 529 Liter. Klappt man die Rücksitze um, passen bis zu 1.441 Liter in den Kombi.

Ein Kombi wie er sein soll: praktisch und variabler Kofferraum mit einem Fassungsvermögen von 529 und bei umgeklappter Rückbank sogar bis zu 1.441 Liter.

Ein Kombi wie er sein soll: praktisch und variabler Kofferraum mit einem Fassungsvermögen von 529 und bei umgeklappter Rückbank sogar bis zu 1.441 Liter.

Volvo-V70-XC-1998Eine Idee höher: Über 20 Jahre Cross Country

Lang, lang ist es her… über 20 Jahre – als der SUV-Trend noch in weiter Ferne lag – gab es schon Modelle, die man bedenkenlos auch im Gelände bewegen konnte. Richtige Geländewagen halt. Volvo hatte damals noch nicht solche Fahrzeuge im Programm. Das Oberklasse-SUV Volvo XC90 kam 2002 auf dem Markt. Etwas früher schon – im Jahr 1997 – brachte Volvo den V70 XC heraus. Der Namenszusatz „XC“ stand kurz für Cross Country und mit ihm begründete Volvo ein neues Fahrzeugsegment. Der Name war Programm! Natürlich war der XC  allradgetrieben! Und auch optisch hob sich der höher gelegte V70 XC vom normalen Kombi, dem Volvo V70, ab. Verbreiterte Radläufe und spezielle Anbauteile, die für einen robusten Offroad-Look sorgen. Zwar belegen die Cross Country-Modelle eine Nische, jedoch haben sie sich in der Zeit seit Erscheinen im Jahr 1997 etabliert. In Deutschland wurden rund 40.000 Fahrzeuge verkauft, weltweit waren es sogar 800.000. Aktuell gibt es mit dem Volvo V60 und V90 zwei Cross Country-Modelle. Auch andere Fahrzeughersteller, wie Audi, Mercedes-Benz, Opel, Skoda und Volkswagen orientieren sich mittlerweile am Fahrzeugkonzept von Volvo.

Tolle Aussicht mit dem optionalen Panorama-Glasschiebedach (+1.450 Euro).

Tolle Aussicht mit dem optionalen Panorama-Glasschiebedach (+1.450 Euro).

Preise und Ausstattung

Zum Marktstart in diesem Frühjahr ist der neue Volvo V60 Cross Country in der sehr gut ausgestatteten Pro-Variante ab 52.350 Euro verfügbar. Die Serienkonfiguration umfasst unter anderem eine Lederausstattung mit Sitzheizung, 19 Zoll große Leichtmetallräder. Beim Antrieb steht vorerst nur eine Motorisierung zur Verfügung. Der Diesel D4 leistet 140 kW (190 PS) und verfügt über ein 8-Gang-Automatikgetriebe. Im Sommer folgt der Benziner T5 mit 184 kW (250 PS). Alle von Volvo Motorisierungen erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-TEMP.

Volvo-V60-Cross-Country__hinten3

Fazit

Der Volvo V60 Cross Country ist ein echtes Original! Was will man auch erwarten, denn schließlich ist Volvo Erfinder dieses Fahrzeug-Segments. Der robuste Kombi ist ein durchweg gelungenes Crossover-Modell, dass nicht nur etwas für Fahrer ist, die ihre Wege auch über Feld-, Wald- und Wiesen suchen. Der optische Auftritt passt und ist nicht zu grob. Das Design wirkt sehr elegant. Die speziellen Anbauteile des Cross Country verleihen dem Kombi einen stämmigen und sportlich Auftritt.

Volvo-V60-Cross-Country__seitlich-Danielinstagram

Volvo-V60-Cross-Country__seitlich2

Volvo-V60-Cross-Country__vorne1

Volvo-V60-Cross-Country__rossfeldpanoramastrasse3

Volvo-V60-Cross-Country__dynamic2Fotos: Bernhard Limberger, Volvo Car Germany, Daniel Przygoda

00_Volvo-V60-Cross-Country__Titel

01_Volvo-V60-Cross-Country__Vorschau

Neue Tests und Fahrberichte:

20190702_101707

Gebrauchtreifentests für mehr Transparenz: Wie sicher sind Reifen mit Mindestprofil?

Der Reifenkauf ist keine einfache Sache, doch seit 2012 können Verbraucher bestimmte Kriterien mit Hilfe des Reifenlabels vergleichen. Diese Kriterien … [Weiter]

Lackierung "Encre-Blau"

Ein Design-SUV mit Attitude: Der neue DS 7 Crossback Puretech 180 im Alltagstest

Außergewöhnliches Design und top gestylt bis unter die Motorhaube. Dieser besondere Franzose hat Stil. Doch was steckt sonst noch in dem … [Weiter]

opel-zafira-life_front-01

Opel Zafira Life: …vielleicht benötigt man ja mal einen Kleinbus?

Huch, was ist aus dem Zafira geworden, mag sich der ein oder andere fragen? Mit dem Minivan von früher hat der neue nichts mehr gemein. Der Opel … [Weiter]

Erlkönige und Insider-Stories:

01_mazda3_titel

Mazda3 kommt 2019 – Fotos und Infos zum neuen Kompaktmodell

Mazda bringt im Frühjahr 2019 den neuen Mazda3 auf den Markt. Wir haben uns die vierte Modellgeneration des Mazda3 bei der Europa-Premiere in Prag … [Weiter]

ampera0_600x370

Opel fährt wieder elektrisch: 2017 kommt der AMPERA-e

Auf dem 16. Internationalen CAR-Symposium im Bochumer RuhrCongress sprach GM-Chefin Mary Barra über die Zukunft der individuellen Mobilität. Bei dem … [Weiter]

Opel-GT-Concept-298708

Opel GT Concept: puristischer Sportler wird in Genf enthüllt

„Nur fliegen ist schöner“ - so warb Opel einst für den GT. Und die Fortsetzung könnte bald folgen. Auf dem Genfer Automobilsalon im März 2016 … [Weiter]

Neue Sportwagen:

02_corvette-stingray_titel

So geht V8! Wir fahren die Corvette C7 Stingray

Obwohl man ihr nicht an jeder Straßenecke begegnet, kennt jeder diese legendären US-Sportwagen. Traumauto – Ja oder nein? Ist die Corvette Stingray … [Weiter]

00_nokian-powerproof_titel

Finnen auf Speed: Sportreifentest mit Mika Häkkinen und Nokian Tyres

Zwei Finnen auf Speed! Wir durften gemeinsam mit dem Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen auf die Rennstrecke und die Leistungsfähigkeit des Ultra High … [Weiter]

McLaren 600 LT Spider_2019_02

McLaren 600LT Spider: Über 300 km/h im Cabrio

Wer noch einen der 250.000 Euro teuren McLaren 600LT Spider erwischen will, sollte sich beeilen, denn das über 300 km/h schnelle und zudem streng … [Weiter]