Opel fährt wieder elektrisch: 2017 kommt der AMPERA-e

Auf dem 16. Internationalen CAR-Symposium im Bochumer RuhrCongress sprach GM-Chefin Mary Barra über die Zukunft der individuellen Mobilität. Bei dem jährlich stattfindenden Branchentreff verkündete Barra vor über 1.000 Kongressteilnehmern überraschend, dass Opel im kommenden Jahr ein neues Elektrofahrzeug auf den Markt bringen wird. Stolz präsentierte sie erste Bilder vom AMPERA-e und gab erste Fakten bekannt.

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Der AMPERA-e wird für den europäischen Markt konzipiert und basiert auf dem Chevrolet Bolt, der in Nordamerika verkauft werden soll. Barra: „Die Entscheidung fiel uns leicht, ein kompaktes E-Fahrzeug auch in Europa anzubieten. Die Resonanz auf den Chevrolet Bolt war durchweg positiv und oft kamen die Fragen ob ein solches Modell auch gut zur Marke Opel passen würden.“ Angaben zur Reichweite und genaue Preise sollen in Kürze veröffentlicht werden. Auf der CES 2016 in Las Vegas, wo die Serienversion des Chevrolet Bolt Anfang Januar der Öffentlichkeit präsentiert wurde, versprachen die Amerikaner eine Reichweite von etwa 320 Kilometern und Preise ab etwa 30.000 Dollar. Fest steht aber, dass die Produktion 2017 anlaufen soll.

ampera2Eines der Hauptthemen des Branchentreffs in Bochum, der vom Autoexperten Prof. Ferdinand Dudenhöffer organisiert wird, ist die zukünftige Mobilität. „In den kommenden fünf Jahren wird sich die Automobilindustrie stärker verändern, als in den 50 Jahren zuvor“ sagte Mary Barra. General Motors und Opel sind für den Wandel bestens vorbereitet und beschäftigen sich mit neuen Mobilitätslösungen. Gerade erst im letzten Jahr brachte Opel gemeinsam mit zwei Start-Up-Unternehmen die CarSahrig-Plattform CarUnity auf den Markt und ging mit dieser Mobilitätsdienstleistung einen komplett neuen Weg. Neben CarSharing-Angeboten werden auch digitale Vernetzung, autonomes Fahren und alternative Antrieb eine wichtige Rolle spielen. Dabei steht Elektromobilität im Fokus. Für Opel kein Neuland, denn bereits 2011 brachten die Rüsselsheimer mit dem Ampera ein Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerer (EREV) auf den Markt. Lieder lag dieses Modell unter den Erwartungen. Vielleicht traf Opel mit diesem Modell nicht den Nerv der potentiellen Käufer, vielleicht kam diese Idee auch ein paar Jahre zu früh. Mittlerweile steht Deutschland offener gegenüber Elektromobilität gegenüber. Die Chacen stehen nun besser – vor allem mit einem Fahrzeugkonzept, welches der Ampera-e verfolgt. Ein kompaktes Stadtauto mit höherer Reichweite zu einem bezahlbaren Preis wird es leichter haben Kunden zu finden.

Kommentare

  1. Ich weiß nicht warum, aber wieso muss man, wenn man ein E-Auto entwirft, immer die Optik außen vor lassen?
    Der Wagen ist zwar nicht extrem hässlich, aber dennoch, im direkten Vergleich mit der Konkurrenz, keine Augenweide.
    Wären die E-Autos schöner und erschwinglicher, dann würden sicherlich auch mehr verkauft werden.

  2. Jürgen meint:

    Es ist mir unverständlich welcher Vorteil sich ergibt, wenn Strom in Kohlekraftwerken erzeugt und in teuren Batterien gespeichert wird für die man auch wieder ein aufwändiges Recyling einführen muß – ganz zu schweigen von den Ladezeiten und der über Lebensdauer nachlassenden Batteriekapazität – statt die Energie direkt vor Ort im Fahrzeug, ohne aufwändige Zwischenschritte zu erzeugen und zu nutzen. Einen Umweltnutzen sehe ich erst, wenn wir unseren Strom überwiegend regenerativ erzeugen und intelligente Ladesysteme haben, welche Leistungsspitzen bei der Energieerzeugung nutzen und die angeschlossenen Batterien in ein energetisches Gesamtkonzept einbeziehen.
    Auch dann zweifle ich daran daß das gegenwärtige Batteriekonzept zukunftsweisend ist. Redoxbatterien, die durch Betankung geladen werden können, oder die Wasserstofftechnologie haben hier meines Erachtens bessere Chancen .
    Solange sind Elektroautos für mich eine teure Beruhigung des Umweltgewissens.

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