Performance-Reifen im Tracktest: Michelin Pilot Sport Cup 2

Wer mit seinen Fahrzeug sportlich unterwegs sein möchte, für den zählen oft ein kräftiger Motor und ein gutes Fahrwerk. Vergessen wird dabei oft die wichtige Aufgabe der Reifen, die das Bindeglied zwischen Fahrzeug und Asphalt sind. Auf den wenigen Quadratzentimeter, mit der die Reifen auf dem Asphalt aufliegen, werden mitunter extrem hohe Kräfte übertragen. Ob nun beim Beschleunigen, Verzögern oder Querkräfte bei Kurvenfahrten – besonders hohe Anforderungen werden dabei von Sportreifen verlangt. Was ein solcher Reifen leisten aber auch aushalten muss, zeigte uns der Reifenhersteller Michelin mit dem Pilot Sport Cup 2 im südfranzösischen Le Castellet.

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140404_PPK_MI_PIC_Pilot_Sport_Cup2_2Der Pilot Sport Cup 2 mit seinen vielfältigen Eigenschaften soll nicht einfach nur ein kompromissloser Rennreifen für die abgesperrte Rennstrecke sein. Michelin positioniert dieses Modell zwischen Straßen- und Motorsportreifen und verspricht neben hoher Alltagstauglichkeit und Sicherheit auf nassen Straßen vor allem bessere Fahrdynamik und damit eine hohe Rennstreckentauglichkeit. Deutlich wird dies, wenn man sich den Aufbau des Reifens betrachtet. Die Lauffläche besteht aus zwei unterschiedlichen Gummimischungen mit einem asymmetrischen Profil. Um eine höhere Stabilität in Kurvenfahrten mit höherer Fahrbahnhaftung zu gewährleisten, befinden sich besonders breite Profilblöcke mit einer weicheren Reifenmischung auf der Außenseite. Eine härtere Gummimischung auf der inneren Lauffläche ermöglicht ein präziseres Lenkverhalten. Zudem weist dieser Bereich eine andere Reifenarchitektur mit tieferem Profil auf, welches das Risiko von Aquaplaning minimiert.

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Doch wie fährt sich dieser Sportreifen nun in der Praxis? Ein kurvenreicher Handlings- und Schulungskurs an der bekannten Rennstrecke Paul Ricard bietet beste Möglichkeiten um die sportlichen Qualitäten von Fahrzeug und Reifen kennenzulernen. Perfekt auch das Wetter: etwa 25 Grad Außentemperatur boten uns ideale Rahmenbedingungen.

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Als Testfahrzeug stand uns der aktuelle Porsche Cayman (Typ 981c), der mit den Michelin Pilot Sport Cup 2 in der Dimension 235 / 40 ZR 19 vorne und 265 / 40 ZR 19 hinten ausgerüstet war, zur Verfügung. Durch seine Mittelmotorbauweise und der damit verbundenen guten Gewichtsverteilung eignet sich der Cayman besonders gut für die Rennstrecke. Trotz Heckantrieb sollten auch weniger geübte Fahrer schnell mit dem gutmütigen Sportwagen zurechtkommen, zumal die Testfahrzeuge allesamt mit dem Porsche Doppelkupplungsgetriebe (PDK) anrollten. Somit konnte man sich voll und ganz auf die Strecke einlassen und sich rein auf beschleunigen, bremsen und lenken konzentrieren.

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Doch bevor die 275 Pferdchen auf die Rennstrecke durften, musste ein Brems- und Grip-Workshop zu absolviert werden. Nach einem kurzen Briefing ging es ins Fahrzeug und zu den Fahrübungen um ein erstes Gefühl für Fahrzeug und Bereifung zu bekommen. Zuerst musste auf etwa 90 Stundenkilometer beschleunigt werden um darauf hin zügig eine kräftige Bremsung einzuleiten. Im Anschluss wurden mit konstantem Tempo ein Slalomcours und ein Streckenabschnitt mit einer Kurvenkombination durchfahren.

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Hinter einem Instruktor ging es anschließend auf die Rennstrecke. Nach wenigen Kilometer waren Brems- und Einlenkpunkte verinnerlicht und es ging Runde für Runde merklich schneller im Konvoi um den Kurs. Eine konstant bleibende Haftung der Reifen vermittelte ein sicheres Fahrgefühl und ließ schnell hohe Kurvengeschwindigkeiten zu. Vor allem das präzise Einlenkverhalten verhalf die Ideallinie und die Kurvenscheitelpunkte exakt zu treffen.

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Sehr beeindruckend waren die Haltbarkeit und der konstante Grip der Sport-Pneus. Erst nach knapp acht Stunden auf der Rennstrecke, bei der die Reifen alles andere als geschont wurden, nahm die Haftung langsam ab. Bei Kurvenfahrten wurde dies durch eine schmierigere Hinterachse deutlich. Dennoch eine sehr bemerkenswerte Leistung, die zeigt, wie viel Spaß man mit einem guten Sportreifen haben kann. Für alle, die mehr aus ihrem Sportwagen holen wollen, dem sei eine solche Investition wärmstens zu empfehlen. Mehr Fahrdynamik, Spaß und vor allem schnellere Rundenzeiten auf der Rennstecke sind auf alle Fälle sicher.

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Michelin bietet seinen Rennreifen mit Straßenzulassung in verschiedenen Dimensionierungen mit einem Durchmesser zwischen 18 und 21 Zoll sowie einer Breite zwischen 225 und 345 Millimeter an. Bei Supersportwagen, wie beispielsweise dem neuen Audi R8 oder dem Porsche Porsche 991 GT3, ist Michelin Erstausrüster. Aber auch der frontangetrieben Kompaktsportler Renault Mégane R.S. wird werksseitig mit den Performance-Reifen ausgeliefert.

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Einen Härtetest der besonderen Art bewältigte der ebenfalls werksseitig mit dem Michelin Pilot Sport Cup 2 ausgerüstete Porsche 918 Spyder. Der 608 PS starke Hybrid-Sportwagen knackte als erstes Serienfahrzeug die sieben-Minuten-Marke auf der weltberühmten Nürburgring Nordschleife. Porsche-Werksfahrer Marc Lieb ist seither Rekordhalter mit einer Rundenzeit von 6 Minuten und 57 Sekunden und zeigte mit seiner Rekordfahrt eindrucksvoll die Möglichkeiten dieses Reifens.

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Fotos: Michelin / Markus Schoppmann, Daniel Przygoda

 

 

 

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